Impuls zum 04. Fastensonntag 14. März 2021

 Von Frank Ludger Bakenecker, Pfr.

 

„Der Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung“!

 

Ja, Sie haben richtig gelesen: „Der Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung“ und nicht, wie wir es allgemein aus der Bibel ableiten ‚die Krone der Schöpfung‘. Eine krasse Behauptung, oder? Wenn Sie aber nun das Lesen, was die Heilige Hildegard von Bingen schon vor über 870 Jahren gesehen hat, verstehen Sie mich vielleicht😊:

 

 

Hildegard spricht schon zu ihren Lebzeiten in Visionen von Luftverschmutzung und klimatischen Katastrophen, von schleichenden Geschwüren bei Mensch und Tier. Sie schaut, wie das Grün der Erde verdorrt, wie die Wälder absterben: „Nun speit die Luft Schmutz aus, so dass der Mensch nicht einmal wagt, seinen Mund zum Atmen zu öffnen“, sagt sie. Auf die Frage, „wann wird das sein, was ihr da ankündigt?“, gibt sie zur Antwort: „Es wird zu einer Zeit sein, in der die Menschen zueinander sprechen: ‚Lasst uns endlich das unerträgliche Joch der Gebote Gottes abschütteln‘….‘

Wenn die Menschen keine Grenzen mehr anerkennen, dann handeln sie sich nach den Worten Hildegards den Terror und die Depression ein.

In der österlichen Fastenzeit geht es um eine Umkehr, um die Rück- und Hinwendung zu Gott, dem Herrn allen Lebens.

Er möchte uns aus den düsteren, leider aber doch auch realen Begebenheiten unserer Zeit, einen Blick in die Zukunft mit IHM zeigen: gerade für die jungen und nach uns kommenden Generationen! Er tut dies mit den Worten der Heiligen Schrift, wenn der Apostel Paulus uns daran erinnern: „Aus Gnade seid ihr gerettet“. Damit will er sagen: aus reiner großer Liebe, ohne Vorleistung und ohne das wir hätten es uns verdienen können. „Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,nicht aus Werken... Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten“ (Eph 2,8-10).

Mit Gottes Hilfe und in der Kraft des Heiligen Geistes sollen und dürfen wir unser Leben und unsere Welt gestalten, aber bitte so, dass wir ihr und uns selber dabei eine Königskrone und nicht eine Dornenkrone aufsetzten.

Gott hat ein unbedingtes Interesse an seiner Schöpfung und an uns, seinen Geschöpfen. Ihm ist das Wohl und das Weh der Welt nicht gleichgültig.

Er meint es wirklich ernst mit seiner Liebe zu uns Menschen, sie besteht und übersteht im wahrsten Sinn des Wortes ‚die Nagelprobe‘ am Kreuz. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16).

 

Wenn Sie mehr hören möchten😊: Ich stehe hier an deinem Kreuz (YouTube Video)

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