Ihr wünscht, euch in den Tugenden zu üben?
Wählt immer die besten und nicht die naheliegenden;

die solideren und nicht die auffälligeren!

Hl. Franz von Sales

 

Ich freue mich sehr Sie alle am Palmsonntag mit diesem digitalen Impuls zu begrüßen. Heute am Palmsonntag tritt Jesus seine Reise nach Jesusalem an, um seinen Siegeszug fortzusetzen. Die Palmzweige erinnern uns daran, dass die Fastenzeit fast zu Ende ist und das Pascha-Mysterium (Ostergeheimnis) begonnen hat.

Das Ostergeheimnis ist eines der zentralen Konzepte des katholischen Glaubens in Bezug auf die Heilsgeschichte, die wir in dieser Karwoche erfahren und erleben werden. Sein Hauptthema ist die Leidenschaft, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi - das Werk, dass Gott der Vater seinen Sohn gesandt hat, um es auf Erden zu vollbringen. "Das Ostergeheimnis wurde durch den erlösenden Tod seines Sohnes Jesus Christus ein für allemal erreicht." Es wird während jeder Eucharistie und besonders an einem Sonntag, dem Pascha der Woche, erinnert und gefeiert. In jeder sonntäglichen Eucharistie und ganz besonders in der Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi in der Heiligen Woche feiern wir das Pascha-Mysterium. Die Erinnerung an die Heilstat Christi wird zu einem Geschehen, das ganz real gegenwärtig unter uns wird.

Dieses Geheimnis des Pascha ist neu und alt, ewig und vorübergehend, verderblich und unvergänglich, sterblich und unsterblich:

  • alt in Bezug auf die Kraft, aber neu in Bezug auf das Wort;
  • vorübergehend in Bezug auf das Modell, ewig wegen der Gnade, die wegen des Schlachtens der Schafe verderblich ist, unvergänglich wegen des Lebens des Herrn;
  • sterblich wegen der Beerdigung auf Erden, unsterblich wegen der Auferstehung von den Toten.

Paulus schreibt in seinen Briefen davon, dass Christen durch die Taufe Anteil am Pascha-Mysterium Christi und damit an Gottes Heilshandeln haben: Mit Christus gestorben, werden wir mit ihm begraben und auferweckt und sollen uns deshalb als „neue Menschen" begreifen (vgl. Röm 6,3-5).

Sehen wir auf das Foto bemerken wir, dass ein einzelnes Blatt am Baum faszinierend aussieht. Es fällt aber nicht auf, wenn es viele Blätter gibt, weil es den anderen überhaupt nicht fasziniert. Jesus hat mit seiner Erlösungstat, Tod und Auferstehung, die ganze Welt fasziniert. Es mag Ihnen noch nicht aufgefallen sein, aber die Liebe der Menschen führt ihm zum Tod am Kreuz.

Unser Leben soll darauf ausgerichtet sein den Nächsten so zu lieben, wie Jesus es für uns getan hat. mit der gleichen Intensität, als ob ein jeder von uns "das letzte Blatt" am Baum wäre.

Wählen Sie die beste von der theologischen Tugenden: die Liebe, die solidere und nicht die auffällige Tugend, und üben Sie die Liebe zum Nächsten so wie Jesus, dessen Liebe zu einem jeden von uns ihn das Leiden bis zum Kreuzestod ertragen ließ.

Bevor ihr über euren Nächsten urteilt, versucht euch vorzustellen, ihr wart an seiner Stelle und er an euer, und ich versichere euch, dass ihr ein gutes und gerechtes Urteil fallen werdet”, so schrieb Hl. Franz von Sales.

 

Pater Vincent

Kaplan

 

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