Hungertuch-Betrachtung:

Betrachten wir noch einmal das Hungertuch von Lilian Moreno Sánchez, das den Titel trägt: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“.

Wir erinnern uns an die Geschichte des Tuches: Es hat zum einen dokumentarischen Charakter, weil es an einen Menschen erinnert, der bei Demonstrationen im Oktober 2019 in Santiago de Chile auf der Plaza Italia verletzt worden ist.

Zum anderen nimmt es mit den alten Betttüchern aus Krankenhaus und Kloster diejenigen Heilungsgeschichten auf, die Menschen über Jahrhunderte hinweg in der Liebe zu ihren Patienten den Tüchern eingewoben haben.

Von dieser Hoffnung auf Heilung und Wandlung des Zerbrochenen erzählt die Künstlerin zudem mit zwei Zeichen: sie hat goldene Blumen deutlich erkennbar aufgetragen, die das florale Motiv der Bettwäsche aufnehmen, und sie hat die Nähte mit echtem Goldfaden gesetzt: Zeichen der Heilung, eingewoben in die Geschichte von Leid und Unterdrückung. Diese goldene Verheißung - so können wir mit Blick auf die biblische Geschichte erfahren - wird möglich, weil Jesus sagt: Ich wasche dir die Füße, weil du zu mir gehörst. Da ganz unten, wo du am verletzlichsten bist, bin ich. Du gehörst zu mir. Hier eröffnet sich ein neuer Raum, der den Blick weitet: hin auf eine neue Erde und einen neuen Himmel.

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