Fraogen an den Hiëmmel

Släöpps, Goad? De Wiält in Stücken baolle geiht!

Se briännt! Un du häs diene Augen to?

De Füerstorm wild üöwer´n Globus weiht!

Guod, glöffs du vlicht, de legg sick eenfack so?

 

Här, drömms? De Düwel is hier loss! Drömms Här?

De Mensken raost in Afgunst, söökt den Striet,

biädt an iähr Geld, willt mähr un alltied mähr,

Gewaolt is Mester, dien Gesatt tom Spiet!

 

Sühs nich, wi daip in Griäwens, Bunkers huukt

Dat Kind, de Frau, de Kranken, aolle Lüü?

Häörs nich, wu faaken dien Name wärd mißbruukt?

 

Dao sall wll glaiwen, Härguod, du wäörs trü!

´t sall mi verlangen, off un wann wat miärks.

Pass en lück biätter up, Här, up dien Wiärks!

 

Quelle: Hannes Demming „Kringe, Quinten & Korinthen“, Aschendorff Verlag 2011

30.11.2020:

Schon wieder sind wir seit 4 Wochen im Lockdown. Ein Virus hat die Welt fest im Griff; Kriege, Flucht und Elend; Schreckensszenarien zum Klimawandel, Lug und Betrug begangen durch Politiker, … die Welt liegt in Scherben.

Klar, wir können uns anklagend an eine höhere Instanz wenden, den Glauben an das Gute verlieren. Oder aber wir nutzen die vor uns liegende Adventszeit, um ganz bewusst auf das Schöne um uns herum zu achten: Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und die Wärme und Licht in unser Leben bringen. Lasst uns Dinge tun, die uns aufmuntern. Ein langsamer Spaziergang, bei dem man tief durchatmet, die Umgebung, die Menschen und die Natur entlang des Weges bewusst in sich aufnimmt. Ein Anruf bei Freunden, die man lange nicht mehr gesehen hat. Eine Kerze im Fenster, damit alle sich an dem Lichtschein erfreuen können. Weihnachtspost an Freunde und Familie schreiben.

Und bei jeder Begegnung, die wir in der nächsten Zeit haben, egal ob persönlich, am Telefon oder im Internet, sagen wir unserem Gegenüber etwas freundliches, etwas positives. „Ich freu mich, dich zu sehen“, „Schön, dass wir mal wieder miteinander sprechen“, „Mir gefällt, was du da schreibst“, „Ich mag Dich“.

Für 24 Tage verbannen wir alle bösen, negativen, hässlichen, herabsetzenden Bemerkungen aus unserem Wortschatz und aus unseren Gedanken. Wenn uns das gelingt, und sei es auch nur für einen Tag, für eine Stunde oder eine Minute, hat das Schlechte in der Welt in dem Augenblick keine Macht über uns. Und, wer weiß, vielleicht schaffen wir es immer häufiger, freundlich miteinander umzugehen. What a wonderful world!

 

 

Uschi Niehues

Fragen an den Himmel

 

Schläfst Du, Gott? Die Welt geht bald in Stücke!

Sie brennt! Und du hast deine Augen zu?

Der Feuersturm wild über den Globus weht!

Gott, glaubst du vielleicht, der legt sich einfach so?

 

Herr, träumst du? Der Teufel ist hier los! Träumst du, Herr?

Die Menschen rasen vor Neid, suchen den Streit,

beten an ihr Geld, wollen mehr und allzeit mehr,

Gewalt ist der Herrscher, deinem Gesetz zum Spott!

 

Siehst du nicht, wie tief in Gräben, Bunkern hockt

Das Kind, die Frau, der Kranke, alte Leute?

Hörst du nicht, wie oft dein Name wird missbraucht?

 

Da soll man glauben, Herrgott, du wärst treu!

Ich frage mich, ob und wann du was bemerkst.

Pass ein wenig besser auf, Herr, auf dein Werk!

Pfarr- und Propsteigemeinde

St. Johannes der Täufer Billerbeck

Kirchstraße 4

48727 Billerbeck

 

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Unsere Kirchen sind in der Regel an jedem Tag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr geöffnet!