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Sakramente

Die Sakramente der Kirche

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente. Diese Sakramente sind „Zeichen der Nähe Gottes“, Zeichenhandlungen, verbunden mit Worten, in denen die Verbundenheit Gottes mit den Menschen in besonderer Weise zum Ausdruck kommt.

Theologen sagen, Jesus Christus sei in seinem Wort, seinen Handlungen und seiner Person das Ur-Sakrament der Menschenliebe Gottes. In demselben Sinn ist auch die Kirche Sakrament; Theologen nennen sie das Grund-Sakrament; d.h.: Die Kirche hat den Auftrag, die Menschenliebe Gottes zu verkünden und zu tun. Dies entfaltet sich in einzelnen Zeichenhandlungen, den Sakramenten, die wir als Gemeinschaft der Glaubenden feiern. Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist nicht nur von Worten geprägt, sondern auch durch symbolische Handlungen. Diese leibhaftigen Begegnungen mit Gott sind besondere Heilszeichen, die wir Sakramente nennen.
An der Spitze stehen Taufe und Eucharistie, die auch von den evangelischen Kirchen als Sakramente anerkannt werden. Gemeinsam mit der Ostkirche hält die katholische Kirche an sieben Sakramenten fest: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung.

Das Sakrament der Taufe

Die Taufe ist gewissermaßen das "Eintrittssakrament" in die Gemeinschaft der Kirche. Sie ist das erste der drei Eingliederungssakramente in die Kirche (Taufe - Eucharistie - Firmung). In der Taufe wird der Mensch nach christlichem Glauben Kind Gottes. Wer die Taufe empfängt, wird gleichzeitig auch Mitglied der Kirche und der jeweiligen Ortsgemeinde.

Die Taufe ist daher kein Privatsakrament, sondern eine Feier, in der die Gemeinschaft der Kirche die Aufnahme neuer Mitglieder feiert. In der Taufformel bejaht der Christ grundlegende christliche Glaubenssätze und widersagt dreimal dem Bösen.

In der Geschichte der Kirche hat sich der Brauch der Kindertaufe entwickelt. Für den Täufling legen dann Eltern und Paten die Versprechen ab und bekunden ihren Willen, für die christliche Erziehung zu sorgen. Die Eltern geben ihrem Kind einen Namen; mit diesem Namen wird jeder Mensch, der die Taufe empfängt, angesprochen. Deshalb ist eine alte Tradition in der Kirche, dass ein christlicher Name ausgewählt wird, der sich meistens von einem oder einer  Heiligen herleitet. Menschen, die früher einmal als Christen gelebt haben und die wir als Heilige verehren, können uns heute gute Vorbilder im Leben sein und sie sind auch unsere Fürsprecher bei Gott.

Grundlegendes Symbol der Taufe ist das Wasser, mit dem der Täufling übergossen wird, oder in das er auch hineingetaucht werden kann. Es symbolisiert das neue Leben, das jetzt beginnen und wachsen soll. Das Weihwasser soll jeden Christen beim Betreten einer Kirche an die eigene Taufe erinnern. Außerdem wird der Neugetaufte mit dem Chrisam gesalbt und erhält ein weißes Kleid - bei Erwachsenen meist einen weißen Taufschal - als Verdeutlichung der Sündenvergebung, die in der Taufe geschenkt wird. Die Taufkerze schließlich, die an der Osterkerze entzündet wird, erinnert daran, daß alle Getauften „Licht für die Welt“ sein sollen und selbst von Jesus Christus erleuchtet worden sind.

Wer sich als Erwachsener taufen lässt, durchläuft vor der Taufe eine intensive Vorbereitungszeit, den sog. „Katechumenat“. Hier werden die wichtigsten Glaubensgrundsätze der katholischen Kirche besprochen und der Taufwillige auf das Sakrament vorbereitet. Die Taufe ist ein Sakrament, das nicht "rückgängig" gemacht werden kann. Auch wer in späteren Jahren formal seinen Austritt aus der Kirche erklärt, bleibt dennoch getaufter Christ.

In der Regel wird in unserer Gemeinde die Taufe am Taufbrunnen in der Pfarrkirche St. Johann gespendet, das dort seit dem Jahr 1497 steht. Es ist der Taufort unserer Gemeinde schlechthin. Der wichtigste Tauftermin eines jeden Jahres ist die Osternacht. So wie wir mit Jesus begraben sind in seinen Tod, werden wir durch die Taufe auferstehen zum ewigen Leben. Weil der Sonntag das „kleine Osterfest“ in jeder Woche ist, finden in unserer Gemeinde die Taufen immer Sonntags statt: in der Regel am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats um 15.00 Uhr, am zweiten, vierten und fünften Sonntag um 12.00 Uhr.

Bitte melden Sie Ihr Kind im Propsteibüro zur Taufe an. Dazu bringen Sie bitte das Familenstammbuch und die Geburtsurkunde mit dem Vermerk "für religiöse Zwecke" mit. Außerdem werden die Namen und die Anschriften der Taufpaten benötigt. Taufpate kann nur jemand sein, der römisch-katholisch ist, mindestens 16 Jahre alt und nicht aus der Kirche ausgetreten ist. Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können als sogenannte „Taufzeugen“ benannt werden. Jedes Kind braucht mindestens einen Paten.

Der Priester oder Diakon, der die Taufe spenden wird, besucht vor der Tauffeier die Familie und bespricht den Ablauf der Feier.

Auch ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können selbstverständlich das Sakrament der Taufe empfangen. Dafür wird dann eine eigene Form der Vorbereitung gewählt, die individuell besprochen werden kann.

 

Das Sakrament der Eucharistie – die Heilige Kommunion

Jesus Christus hat vor seinem Leiden und Sterben mit seinen Jüngern ein letztes Mahl gehalten. Er hat dabei Brot und Wein genommen und es seinen Jüngern gereicht mit den Worten: "Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut." Dann hat er hinzugefügt: "Tut dies zu meinem Gedächtnis."

Die hohe Bedeutung dieses letzten Mahles Jesu wird dadurch hervorgehoben, dass im Neuen Testament vier Mal darüber berichtet wird: in drei der vier Evangelien und im Ersten Brief an die Korinther (1 Kor 11,23-25). Wenn die Kirche Eucharistie feiert, hält sie nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern Christus bleibt in ihr handelnd gegenwärtig.
Das von der Kirche unter Danksagung (griech. Eucharistia) zum Gedächtnis des Herrn begangene Mahl ist die wichtigste Versammlung des Volkes Gottes. Wer ohne hinreichenden Grund der sonntäglichen Eucharistiefeier fernbleibt, verfehlt sich nach der Überzeugung der Kirche ernsthaft vor Gott und der Gemeinde. Deshalb ermutigt die Kirche seit alter Zeit die Gläubigen eindringlich, am Sonntag die Eucharistie mitzufeiern.

Die Bedeutung des Mahles in der Eucharistiefeier ist immer mit dem Hören auf Gottes Wort in einem Wortgottesdienst verbunden. Wenn Katholiken dabei das Abendmahl empfangen, sagen sie: "Ich gehe zur Kommunion." Der am meisten verbreitete Name für die Eucharistiefeier ist die Bezeichnung Messe oder heilige Messe.

Als Sakrament ist die Eucharistie nach Taufe und Firmung der dritte und letzte Schritt der Eingliederung (Initiation) in Christus und seine Kirche. Nur wer die drei Sakramente der Eingliederung empfangen hat, ist "Vollbürger" im Reich Gottes.

 

Die Kinder in unserer Gemeinde empfangen in der Regel mit neun bis zehn Jahren das erste mal die Heilige Kommunion, also im 3. Schuljahr; dieses Fest wird deshalb auch als „Erstkommunion“ bezeichnet. Die Erstkommunion im Grundschulalter ist ein wichtiger Schritt des Hineinwachsens in die Kirche und wird deshalb auch (wie Taufe und Firmung) als "Initiationssakrament" bezeichnet, also als Sakrament der Christwerdung. Wichtiger als die Bindung an ein bestimmtes Schuljahr sollte deshalb die bewusste Entscheidung des Kindes gemeinsam mit den Eltern sein, ob es sich auf den Empfang der Heiligen Kommunion wirklich vorbereiten will, um dieses Sakrament dann zu empfangen.

Die „Kommunionkinder“ werden meistens in kleinen Gruppen auf den Empfang des Sakraments vorbereitet, wobei wir in unserer Gemeinde auch die Eltern stark mit in den Blick der Katechese nehmen und auch für Sie eigene Informationsabende zu Glaubensfragen anbieten. Die Erstkommunion ist nicht in erster Linie eine Privatangelegenheit, sondern Fest und Feier der ganzen Gemeinde.

Der Zusammenhang mit dem Osterfest und mit der Taufe wird dabei sehr deutlich, wenn wir am 2. und 3. Ostersonntag die Erstkommunion feiern und die Erstkommunionkinder mit ihren Taufkerzen zum Gottesdienst in die Kirche einziehen.

 

Das Sakrament der Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: „Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen.“

Die Firmung spendet in der Regel der Bischof und geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Hinzu kommt der Gebrauch des Öles durch die Salbung der Stirn mit dem Chrisam. Auch einen Priester kann vom Bischof zur Firmspendung beauftragt werden. Der Firmbewerber wird durch einen Paten begleitet, der selbst gefirmt sein muss und nicht auch der katholischen Kirche ausgetreten ist; auch Eltern können dieses Patenamt übernehmen.

Einmal im Jahr wird in unserer Gemeinde das Sakrament der Firmung gespendet. Am Anfang eines jeden Jahres werden die Jugendlichen des entsprechenden Jahrganges angeschrieben. Nach der Anmeldung , die persönlich erfolgen muß, erklärt sich der Firmbewerber bereit an der Firmvorbereitung teilzunehmen, die er vorher durch ein Programmblatt schon genau kennenlernen kann. Die Feier der Firmung findet meistens im Frühsommer statt.

 

Das Sakrament der Versöhnung - die Beichte

„Wem Ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem Ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ In diesem Wort Jesu aus dem Johannesevangelium sieht die katholische Kirche die „Stiftungsurkunde“ für jenen Versöhnungsvorgang, den schon die alte Kirche praktizierte und den man später als Bußsakrament bezeichnete.
Im Lauf der Kirchengeschichte entwickelten sich unterschiedliche Bußverfahren: Schon die Urgemeinde kannte die Praxis der Exkommunikation für eine bestimmte Zeit. Zur Vergebung alltäglicher Fehler hielt man Gebet, Fasten und Almosen für ausreichend.
“Kapitalsünden“ wie Glaubensabfall, Mord oder Ehebruch wurden mit einer öffentlichen Buße belegt, das heißt die Büßer wurden von der Eucharistiefeier ausgeschlossen. Die Wiederaufnahme in die Gemeinde geschah meist am Gründonnerstag.
Später entwickelten sich andere Bußverfahren mit leichteren Bußwerken. Seit dem 16. Jahrhundert verlegte man die Beichte vom Altar weg in den Beichtstuhl.

Die heutige Form der Beichte sieht im wesentlich so aus: Der Beichtende betritt den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer und wird vom Priester begrüßt; er bekennt und bereut seine Sünden und führt mit dem Geistlichen ein Beichtgespräch, in dem der Beichtende ein Bußwerk für seine Sünden als Genugtuung übernimmt.

Der Priester erteilt die (sakramentale) Lossprechung, die den folgenden Wortlaut hat: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich Dich los von Deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Eine weitere Form der Buße sind die Bußgottesdienste, die wir in unserer Gemeinde vor allem vor Ostern und vor Weihnachten halten. Im Anschluss an diese Bußgottesdienste stehen dann immer auch die Priester zur persönlichen Beichte mit der sakramentalen Lossprechung zur Verfügung.

Außerdem besteht bei uns in der Regel an jedem Samstag von 17.30 Uhr bis 18 Uhr im Dom Beichtgelegenheit. Wenn Sie zu anderen Zeiten ein Beichtgespräch wünschen, können Sie sich jederzeit bei einem der Priester melden.

Die Kinder werden im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung auch auf den Empfang des Bußsakramentes vorbereitet.

 

Das Sakrament der Ehe

Für die Katholische Kirche ist die Ehe ein Sakrament; sie ist ein Zeichen für den Bund zwischen Christus und der Kirche, wie es der Katechismus der katholischen Kirche ("Weltkatechismus") erklärt.

Nach den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils ist sie „Bild und Teilhabe an dem Liebesbund Christi und der Kirche“. Mehr noch: Die Christliche Ehe soll zum Zeichen und damit zur gelebten Verkündigung der Liebe Christi zu den Menschen werden.
Ein Theologe beschreibt dies so: "In der Liebe der Eheleute zueinander, in ihrem Dienen und Opfern füreinander, in ihrem Ertragen und Verzeihen, in ihrer Treue bis zum Tod soll deutlich werden, was Christus auch in der Gegenwart für die Menschheit, insbesondere für seine Kirche, ist und wirkt."

Entscheidend für dieses Sakrament ist der Wille der Brautleute bei der Trauung, die Ehe nach diesem Verständnis einzugehen.

Nicht die Kirche oder der trauende Priester spenden das Sakrament, sondern die Ehepartner einander, wann immer sie als getaufte Christen ihr Jawort in einer kirchlich anerkannten Form sprechen.

Nicht der Ritus (die Trauung) ist das Sakrament, sondern die Ehe selbst - oder wenn man so will, der Ehealltag, also das ganze Leben in der Ehe.

In der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Ehe. Das Verhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel wird oftmals mit dem Liebesverhältnis zwischen Braut und Bräutigam beschrieben. In ihrem Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe beruft sich die katholische Kirche auf das Neue Testament: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19, 6).

Darauf nimmt auch die Feier der Eheschließung Bezug; im Trauungsspruch heißt es: „Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens“.

Die Feier der Trauung in unserer Gemeinde ist an jedem Werktag möglich (außer montags). Vormittags beginnen die Feiern nicht vor 11.00 Uhr und nicht nach 11.30 Uhr; nachmittags sind Trauungen ab 15.30 Uhr möglich, Samstags schon ab 14.00 Uhr.

Für alle Fragen bezüglich der gewünschten Trauungen in unserer Pfarrkirche St. Johann oder in unserem St.-Ludgerus-Dom wenden Sie sich bitte an das Propsteibüro, Kirchstraße 4, Telefon 6209.

Unser Büro ist montags bis freitags von 08.30 Uhr bis 12.30 geöffnet, an Donnerstagen zusätzlich von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

Bei der Anmeldung bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

Bescheinigung über die Zivileheschließung oder Stammbuch, wenn schon vorhanden; sonst den Termin für die standesamtliche Eheschließung.

Wenn Sie nicht in Billerbeck getauft sind, einen Auszug aus dem Taufregister der Kirche in der Sie getauft wurden. Diese Bescheinigung muß beim Taufpfarramt angefordert werden. Die Taufkirche steht im Allgemeinen im Stammbuch Ihrer Eltern vermerkt. Diese Bescheinigung darf bei der kirchlichen Trauung nicht älter als sechs Monate sein.

Die Namen und Adressen Ihrer beiden Trauzeugen.

Falls Sie noch andere Schriftstücke beibringen müssen (z.B. bei einer Annulierung der Vorehe) wird es Ihnen die Sekretärin sagen.

In der Aulendorfer Marienkapelle, die auch auf dem Gebiet unserer Kirchengemeinde liegt, sind ebenfalls katholischeTrauungen möglich. Dann ist aber für einen eigenen Priester oder Diakon zu sorgen, der den Gottesdienst mit Ihnen feiert. Die Trauung ist beim Capellenverein Aulendorf e.V., Frau M. Eikenbusch, Tel.: 02507 / 1821 anzumelden. Das Ehevorbereitungsprotokoll muß frühzeitig in der Billerbecker Propstei zur erforderlichen Trauerlaubnis vorliegen, ansonsten besteht die Gefahr, daß die Trauung nicht stattfinden kann.

 

Die Teilnahme an einem Ehevorbereitungskurs empfehlen wir sehr; Informationen dazu bekomme Sie auch im Propsteibüro, Tel: 02543 / 6209.

 

Vor der Trauung wird der Priester oder Diakon, der den Gottesdienst feiert, mit Ihnen ein Gespräch führen. Schwerpunkt dabei ist, ob Sie eine christliche Ehe schließen und führen möchten; das wird im sogeannten „Ehevorbereitungsprotokoll“ schriftlich festgehalten.

Der Priester oder Diakon wird mit Ihnen außerdem die Form der Feier absprechen. So muß z.B. geklärt werden, ob die Trauung innerhalb eines Wortgottesdienstes oder innerhalb der heiligen Messe stattfindet.

Bei beiden Formen erfolgt nach der Predigt die Befragung nach der Bereitschaft zur christlichen Ehe. Nachdem die Brautleute mit "Ja" geantwortet haben, werden die Ringe gesegnet. Dann folgt die Vermählung. Es folgt dann die Bestätigung der Vermählung und der Trauungssegen.

Um Ihnen die Auswahl der Lieder und Schriftlesungen zu erleichtern, können wir Ihnen entsprechende Arbeitshilfen zur Verfügung stellen.

 

Das Weihesakrament

Das Sakrament der Weihe ist in der römisch-katholischen Kirche in drei Stufungen gegliedert: die Diakonen-, die Priester- und die Bischofsweihe. Die Priesteramtskandidaten haben sich in einem (mindestens) fünfjährigen Philosophie- und Theologiestudium, durch ein praktisches „Gemeindejahr“, eine vertiefende Ausbildung im Priesterseminar sowie als Diakone in einer Gemeinde des Bistums auf die Priesterweihe vorbereitet.

Sie findet für gewöhnlich in der Kathedrale (Bischofskirche) der Diözese statt - zumeist an hohen kirchlichen Feiertagen, im Bistum Münster am Nachmittag des ersten Pfingsttages. Die Priesterweihe beginnt in der Eucharistiefeier nach dem Evangelium und hat folgende Gliederung: Aufruf der Kandidaten, kurze Ansprache des Bischofs zu den Aufgaben des Priesters (griech. Presbyter), Gehorsamsversprechen, Herabrufung des heiligen Geistes in der Allerheiligenlitanei, Handauflegung des Bischofs und aller anwesenden Priester sowie das Weihegebet. Zu den nachfolgenden "ausdeutenden Zeichen" im Weiheritus gehören das Anlegen der priesterlichen Gewänder, die Salbung der Hände, die Überreichung von Kelch und Patene (Hostienschale) sowie der Friedensgruß. Die heilige Messe konzelebrieren die Neupriester dann mit dem Bischof.

In der Woche nach der Priesterweihe feiern die Neugeweihten in der "Primiz" (von lat. primus = der erste) ihre erste Eucharistie in der Heimat- und in der Diakonatsgemeinde. Dort spenden sie - ebenfalls durch Handauflegung und Gebet - ihren Primizsegen. Einige Zeit nach der Priesterweihe treten die jungen Geistlichen ihre erste Kaplans- bzw. Vikarstelle in einer Gemeinde des Bistums an.

 

Das Sakrament der Krankensalbung

„Ist einer von Euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben“ (Jak 5, 14-15). In ihrer Krankenseelsorge beruft sich die Kirche auf dieses Wort der Heiligen Schrift und kümmert sich um die leibliche und seelische Betreuung von Kranken und Sterbenden. Dazu gehört auch das Sakrament der Krankensalbung, in dem den Kranken wirksam Heil und Heilung von Christus zugesprochen wird.

Während früher der Priester häufig erst in der Sterbestunde oder sogar nach dem Sterben gerufen wurde, um die "letzte Ölung", wie die Krankensalbung genannt wurde, zu spenden, hat die Reform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Einstellung grundlegend geändert. Heute betont die Kirche, dass die Krankensalbung ein Sakrament des Lebens ist. Es soll Stärkung und Aufrichtung in der Krankheit schenken, aber auch Vertrauen auf das ewige Leben und die Gemeinschaft mit Gott.

Die Krankensalbung kann bereits vor einer schwierigen Operation oder auch beim ersten Anzeichen einer schweren Erkrankung empfangen werden. Sie kann auch mehrfach  gespendet werden. Immer mehr ist es üblich, kranke und alte Menschen auch zu einem gemeinsamen Empfang der Krankensalbung einzuladen.

Dem Kranken werden die Hände aufgelegt, und er wird mit Öl gesalbt. Die Salbung erfolgt indem der Kranke auf der Stirn und auf den Händen gesalbt wird: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf“.

Als Sakrament der befreienden Zusage Gottes kann die Krankensalbung auch an Bewusstlose erteilt werden. Angehörige oder das Klinikpersonal sollen jedoch dafür sorgen, dass es erst nicht soweit kommt, sondern dass der Kranke das Sakrament nach Möglichkeit bei Bewusstsein empfangen und es somit persönlich bejahen kann.

Bitte melden Sie sich im Propsteibüro oder bei einem Priester, wenn die Spendung der Krankensalbung gewünscht wird. Zweimal im Jahr wird das Sakrament der Krankensalbung innerhalb einer Eucharistiefeier in der Kapelle unseres St.-Ludgerus-Stiftes gespendet.

 

Begleitung bei Krankheit, Sterben und Tod

 

Gerade in der Situation der Krankheit braucht der Christ die Begegnung mit Christus in den Sakramenten. Der Wunsch nach den Krankensakramenten (Krankensalbung, Kommunion) sollte nach Möglichkeit von dem Kranken selbst kommen. Jede Art von Bevormundung ist zu vermeiden.

Den Auftrag Christi, sich um die Kranken zu kümmern und nach seinem Beispiel sich ihrer anzunehmen, gilt allen Christen. Den Dienst gegenseitiger Liebe erfahren die Kranken nicht zuletzt dadurch, dass ihre Mitchristen sie besuchen, ihre Ängste und Hoffnungen teilen und sie im fürbittenden Gebet Gott anvertrauen.
Unsere Kranken in den Krankenhäusern werden von Pfr.em. Norbert Brockhinke und dem Krankenhausbesuchsdienst besucht.

Gerade die Kranken haben als Glieder der Gemeinde auf Grund ihres Glaubens und ihrer Taufe das Recht, die Eucharistie zu empfangen. Dadurch wird deutlich, dass Christus die Kranken in besonderer Weise liebt und ihnen Nähe schenkt. Zugleich ist die Krankenkommunion Ausdruck der Sorge der Gemeinde für ihre Kranken; sie hält die Gemeinschaft der Kranken mit der Gemeinde lebendig und festigt sie.

Den kranken und alten Menschen Zuhause wird auf Wunsch monatlich einmal die Hl. Kommunion gebracht. Bitte melden Sie sich im Propsteibüro oder bei einem der Priester und Diakone. Auch das Sakrament der Krankensalbung wird auf Wunsch gespendet.

 

Während der intensiven Pflege besonders von Hauskranken durch Angehörige steht Ihnen die Hospizgruppe Billerbeck zur Verfügung. Sie ist für Sie da, wenn die Erkrankung eines Angehörigen die Familie belastet und Rat und Unterstützung gefragt sind. Die Hospizgruppe Billerbeck ist für sie da, wenn die Zeit gekommen ist vom Leben Abschied zu nehmen. Deshalb bietet die Hospizgruppe Besuche bei schwerkranken Menschen, Begleitung Sterbender und deren Angehörigen, Hilfe in der Zeit zwischen Tod und Beisetzung, Trauergespräche und das Finden von Trauerwegen an.

Bei einem Todesfall in Ihrer Familie kommen Sie bitte in das Propsteibüro oder nehmen Sie telefonisch zu uns Kontakt auf unter Tel.: 62 09.

Beerdigungsmessen werden Dienstags bis Freitags in der Regel um 14.00 Uhr gefeiert in St. Johann oder im Dom. An Samstagen ist die Messfeier in der Regel um 9.00 Uhr. Anschließend erfolgt dann jeweils die Beisetzung. Für das Totengebet in der Familie oder in der Nachbarschaft stellen wir Ihnen gerne Gebetshilfen zur Verfügung.

 

 

Segnungen von Menschen und Gegenständen

 

Der Mensch ist segensbedürftig. Er verlangt nach Heil, Schutz, Glück und Erfüllung seines Lebens. Darum sprechen sich Menschen gegenseitig Segen zu: Sie wünschen sich Gutes. Vor allem hofft und erbittet der Mensch Segen von Gott.

 

Der Hl. Augustinus sagt: "Wir wachsen, wenn uns Gott segnet, und wir wachsen, wenn wir Gott preisen. Beides ist gut für uns. Das erste ist, dass Gott uns segnet. Und weil er uns segnet, können wir ihn preisen. Von oben kommt der Regen; aus unserem Erdreich wächst die Frucht."

In Jesus Christus ist die Heilsoffenbarung Gottes in der Geschichte der Menschheit zu ihrem Höhepunkt gelangt. Christus „ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2 Kor 1,20). Durch seinen Tod und seine Auferstehung wird die Heilsmacht Christi allen Menschen zugänglich gemacht und im Hl. Geist mitgeteilt, vorzüglich durch die Sakramente, aber auch durch die Segnungen. Bevor Jesus in den Himmel auffuhr, segnete er.

Mit den Aposteln wird die Kirche zur Trägerin der Gnade des Segens Christi. Sie vermittelt diesen Segen im Namen Jesu. Wenn die Kirche segnet, handelt sie
im Auftrag des auferstandenen Herrn und in der Kraft des Hl. Geistes. Segnungen sind Zeichenhandlungen. Sie sollen das Leben der einzelnen und der
menschlichen Gemeinschaft in seinen verschiedenen Phasen und Bereichen deuten
und gestalten. Der Christ liebt die von Gott geschaffenen Dinge: Von ihm empfängt er sie und schätzt sie als Gaben aus Gottes Hand. In den Segnungen werden sie als Zeichen gedeutet, in denen der Mensch die in der Natur und im Schaffen des Menschen wirkende Schöpfermacht und Güte Gottes erkennt. Segnungen erfolgen durch das Segensgebet und durch begleitende Handlungen (Kreuzzeichen, Weihwasser, Weihrauch, Handauflegung).

 

Die Segnungen sind ein Angebot der Kirche. Gerne segnen wir Ihre Andachtsgegenstände (Kreuze, Kerzen etc.) und kommen zur Haussegnung zu Ihnen.

Weihwasser können Sie für den privaten Gebrauch aus dem Dom oder aus St. Johann mitnehmen.

Am Hochfest Christi Himmelfahrt ist in jedem Jahr um 11.30 Uhr auf dem Johanni-Schulplatz eine Fahrzeugsegnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

• Sakramente - Eine Erklärung

Die Feier der der Taufe

• Die Feier der Eucharistie

Die Feier der Firmung

Die Feier der Versöhnung (Buße und Beichte)

Das Ehesakrament - die Feier der Trauung

Das Weihesakrament

• Die Feier der Krankensalbung

Begleitung bei Krankheit, Sterben und Tod

Segnungen