Aktuelle Termine

Impuls zu Freitag, dem 22. Mai 2020

Wo ist Kirche?

 
Die Apostelgeschichte in der Bibel berichtet davon, wie sich die junge Kirche gebildet hat. Von Beginn an hat es aber nie ‚die Kirche‘ gegeben, sondern immer wieder Veränderungen, Schwerpunkte und leider auch Trennungen.

Wo ist Kirche heute?

Der Caritasverband hat unter dieser Frage ein Video ins Netz gestellt und findet auf die Frage wo Kirche zu finden ist, verblüffend alltägliche Antworten. Schauen Sie doch mal unter:

www.youtube.com/watch

 
Da ist also Kirche!

Übrigens: Unser kirchliches Sozialbüro ‚Rat und Hilfe‘ hat jetzt auch wieder für den persönlichen Kontakt montags und donnerstags von 17.00 Uhr – 18.00 Uhr geöffnet.

 

Es grüßt

Thorsten Wellenkötter

Kirche legt Internet lahm.

Impuls am Mittwoch von Thomas Kröger

Wir alle sind auf der Suche nach neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Wie kann ich meiner Familie nahe sein? Wie bleiben wir mit Freunden in Kontakt? Immer mehr benutzen Video-Anrufe über verschiedene Dienste und Programme. Hier kann man sich nicht nur hören, sondern auch sehen. Doch was passiert, wenn zu viele Menschen zur gleichen Zeit das gleiche Programm nutzen? Die Server brechen unter der enormen Auslastung zusammen und nichts geht mehr. Genau das ist letzten Sonntag passiert. Viele Kirchen versuchten ihren Sonntagsgottesdienst live zu übertragen. Doch es waren zu viele Menschen, die mitbeten wollten. Die Webseite brach einfach zusammen. Ein Benutzer scherzte: "Sieht so aus, als hätte die Kirche das Internet kaputt gemacht." Zugegeben: Mich hat diese Nachricht unglaublich gefreut und sie macht mir Mut. Menschen möchten gemeinsam mit Gott in Kontakt bleiben. Auch wenn uns dies manchmal vor technischen Schwierigkeiten stellt, bin ich überzeugt davon: SEINE Server brechen nicht zusammen! Thomas Kröger Foto: pexels 

Impuls zur Corona-Pandemie Dienstag der 6. Osterwoche

von Pfarrer Frank Ludger Bakenecker

Aha….so ist das also!
Aha…jetzt habe ich es verstanden!
Ein ‚Aha-Erlebnis‘ meint das schlagartige Erkennen eines gesuchten, zuvor aber nicht erkannten Sinnzusammenhangs.
Das ‚Aha-Erlebnis‘ kommt plötzlich, dadurch kann die Lösung eines Problems schnell in Angriff genommen werden.
Ein ‚Aha-Erlebnis‘ löst einen positiven Affekt aus und eine Person, die eine plötzliche Einsicht, ein ‚Aha-Erlebnis‘ erlebt, ist von der Richtigkeit, der ‚Wahrheit‘ der Lösung überzeugt.
Der Volksmund bezeichnet ein ‚Aha-Erlebnis‘ auch mit den Worten da ist „der Groschen ist gefallen.“

‚Aha-Erlebnisse‘ der besonderen Art verspricht uns Jesus, wenn er uns in diesen Tagen vor seiner Himmelfahrt und dem Pfingstfest die Kraft aus der Höhe, seinen Beistand, den Heiligen Geist verspricht: „…ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit“
(Johannesevangelium 14, 16.17). 

Jesus sagt von sich, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Somit findet der Mensch in der Wahrheit Jesus Christus und der Geist der Wahrheit soll uns helfen, Jesus Christus immer besser und näher kennenzulernen.
In diesem Sinn wünsche ich uns allen nicht nur in diesen Tagen vor Pfingsten ‚Aha-Erlebnisse‘ von denen wir sagen können:

> da habe ich mich von Jesus getragen und geführt erlebt
> jetzt weiß ich, tiefer als in Gottes Hände kann ich niemals fallen.

Auto-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt

An Himmelfahrt zum Himmel fahren: Ökumenischer Auto-Gottesdienst am Sportzentrum

Am kommenden Donnerstag ist der Feiertag Christi Himmelfahrt. ‚Christen feiern an diesem Tag, dass nach biblischer Überlieferung Jesus 40 Tage nach Ostern in den Himmel aufgenommen wurde. Wie man sich das genau vorstellen muss, davon berichtet die Bibel allerdings nichts,‘ sagt Diakon Thorsten Wellenkötter.

Da in diesem Jahr auf Grund der Corona-Krise alles etwas anders ist, haben sich auch die beiden Billerbecker Kirchengemeinden überlegt den Himmelfahrtstag mit einem etwas anderen Gottesdienst zu gestalten. ‚Die Idee eines Auto-Gottesdienstes konnte man ja schon aus anderen Kirchengemeinden hören,‘ sagt Pfarrer Ring und weist darauf hin, dass diese ökumenische Idee dann für den Himmelfahrtstag weiter gedacht wurde.

Am kommenden Donnerstagabend, dem 21. Mai sind also alle Autofahrer oder anderen Verkehrsteilnehmer zu 18.00 Uhr auf den Parkplatz am Sportzentrum Helker Berg eingeladen, um dort die biblische Botschaft des Tages zu hören, miteinander und doch auf Abstand im Auto oder auf seinem (Motor)Rad zu beten und am Schluss um Gottes Segen für die Teilnahme im Straßenverkehr zu bitten. ‚Die Tradition am Himmelfahrtstag um Gottes Segen für Autos und Verkehrsteilnehmer zu bitten, ist zumindest den katholischen Christen in Billerbeck nicht unbekannt,‘ weiß Thorsten Wellenkötter zu berichten, denn in den vergangenen Jahren gab es immer schon eine ‚Fahrzeugsegnung‘ am Fest Christi Himmelfahrt. Diese Segensfeier ist für den Auto-Gottesdienst am Donnerstag nun etwas erweitert und ökumenisch angedacht worden.

‚Dankenswerter Weise unterstützen uns einige Aktive aus der Kolpingsfamilie, um die PKW auf ihre Parkplätze ein zu weisen und wir bekommen von einem Landwirt einen Anhänger als Bühne gestellt,‘ weiß der Diakon zu berichten. Das Ordnungsamt und die Bürgermeisterin haben ebenfalls ihre Zustimmung zu dieser religiösen Feier gegeben und unterstützen diese Begegnung.

Ganz praktisch wird es so sein, dass ab 17.30 Uhr die interessierten AutofahrerInnen mit jeweils ihren Familienangehörigen sich auf dem Parkplatz am Sportzentrum des Helker Berg einfinden und in ihre Parkplätze eingewiesen werden. Auch eine Teilnahme mit dem Motorrad und Fahrrad ist möglich, solange die festgelegten Stellplätze eingehalten werden. Vor Ort erhalten dann alle Mitfeiernden noch einen Ablauf- und Liedzettel, auf dem auch wichtige Hinweise für das Verhalten stehen. Das Verlassen der Fahrzeuge ist nicht erwünscht, da sonst die momentan geltenden Abstandsregeln nicht immer eingehalten werden können, sehr wohl sollen aber die Fenster geöffnet werden, damit man auch die Lautsprecher-Boxen hören kann, über die der Gottesdienst übertragen wird. Zu Beginn und am Ende der Feier steht natürlich ein ‚Hupkonzert‘ und wer den eher katholischen Brauch einer Fahrzeugsegnung mit Weihwasser wünscht, kann dies abschließend mit einer Lichthupe klar signalisieren.

Pfarrer Ring, Diakon Wellenkötter und Propst Serries würden sich auf jeden Fall freuen, wenn sie am kommenden Donnerstag ab 17.30 Uhr viele bekannte Gesichter durch die Windschutzscheiben (wieder) sehen. Bis dahin wünschen beide Kirchengemeinden: ‚Gute Fahrt‘!

Impuls für Freitag den 15. Mai 2020

Liebe Mitchristen,

in der Osterzeit hören wir in den Gottesdiensten täglich aus der Anfangszeit der Kirche: aus der Apostelgeschichte.

 

In diesen Tagen ist ein besonders spannender Abschnitt vorgesehen, der erste große Konflikt in der jungen Christengemeinde. Wie soll man mit den vielen interessierten Menschen umgehen, die zwar von der Botschaft Jesu ergriffen sind, aber dafür nicht automatisch sich an das jüdische Gesetz mit all seinen Ge- und Verboten halten wollten.

 

Da fühle ich mich an unsere heutige Zeit erinnert. Viele Menschen sind ergriffen und beeindruckt von der christlichen Botschaft, so mancher ist aber von der Art und Weise wie sich unsere Kirche darstellt eher abgeschreckt.

‚Wir haben gehört, dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben, Euch mit ihren Reden beunruhigt und Eure Gemüter erregt haben!‘ Nein, das meint nicht etwa irgendwelche aktuellen Verlautbarungen, sondern beschreibt die Situation der frühen Kirche.

 

Ahja, also damals gab es so etwas auch schon! Und wie reagiert die Gemeinschaft der Christen darauf?

Die Verantwortungsträger, in diesem Fall die Apostel, kommen zusammen, beraten und geben dann allen einen sehr moderaten Rat: ‚Der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzulegen, als diese notwendigen Dinge….‘ und dann werden lediglich vier Regeln genannt, die damals von großer Bedeutung waren, uns aber heute eher fremd vorkommen und später sogar auch in Vergessenheit geraten sind: Das Essen von Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktem und das Leben in Unzucht nach dem jüdischen Gesetz. Die Apostel beschränken sich also auf Minimalauflagen, damit Judenchristen und Nichtjuden gut miteinander leben können.

Und zum Schluss heißt es über diesen Beschluss: ‚Die Brüder lasen ihn und freuten sich über die Ermunterung‘.

 

Na wunderbar!

Hoffen wir für unsere Kirche in heutiger Zeit, dass es uns bei all den Konflikten und unterschiedlichen Sichtweisen auch gelingen mag: Gemeinsam beraten, einen für alle akzeptablen Konsens zu finden und dann in Freude mit unterschiedlichen Ausprägungen Christsein zu können.

 

Das hofft zumindest

Thorsten Wellenkötter!

Impuls für Donnerstag, 14.05.2020

Am heutigen Abend zur Besinnung und zum Gebet ein Bild von Maria, der Knotenlöserin und einem Gebet dazu, das wir am vergangenen Sonntagabend auch in unserer Pfarrkirche St. Johann während der Maiandacht schon gebetet haben:

Gebet

Gottesmutter Maria, Deine Liebe zu uns ist unvergleichlich. Schau mit Deinen barmherzigen Augen auf das Band der Knoten unseres Lebens, das Dein göttlicher Sohn und unser Erlöser in seinen Händen hält.
Dir übergeben wir alle Knoten, die uns auf verkehrte Weise binden, bedrängen und bedrücken. Bitte Deinen Sohn, jeden einzelnen dieser Knoten, deren Last uns bedrückt, vereint mit Dir, für uns aufzulösen. Egal, wie fest die Knoten sitzen, wir wissen, dass durch Deine Fürsprache auch die verwickeltsten Knoten aufgelöst werden können.
In Deine Mutterhände legen wir alle Knoten unserer Freunde, Familien und Verwandten, aller Menschen, die sich unserem Gebet anvertraut haben. Übergib Du jeden Knoten unserem Herrn Jesus Christus, damit er ihn mit Dir zusammen löst und wir frei werden, den Willen Gottes zu erfüllen.
Wir danken Dir, dass Du uns im Namen Jesu erhörst, wie es zu unserem Heil gereicht. Gott, wir kommen vor dich mit dem, was uns belastet und in uns und um uns herum verknotet ist. Gib Zeit und Kraft, die Knoten anzusehen und anzunehmen, wenn sie nicht gelöst werden können. Schenke uns einen langen Atem, die Fäden zu suchen, die helfen, Knoten in rechter Weise zu lösen. Schenke uns Hoffnung, das aus gelösten Bändern Neues entstehen kann. Amen

Impuls zum Mittwoch

Was für ein tolles und ermutigendes Zitat von Lucia de Jesus dos Santos. Sie war eines der drei Seherkindern aus Fatima. Lucia wurde am 22.3.1907 geboren und verstarb am 13.2.2005. Francisco und Jacinta Marto verstarben schon im Alter von 9 und 10 Jahren. Die Heiligsprechung erfolgte heute vor drei Jahren während eines Besuchs des Papstes in Fatima zum 100. Jahrestag der Marienerscheinungen. Hl. Francisco und Hl. Jacinta bittet für uns

Impuls für Dienstag, 12.05.2020

Von Ursula Budde
Mitglied bei der CIG (Christlich-Islamische Gesellschaft)

Vor ein paar Tagen traf ich den Mitbewohner in unserem Haus, der erzählte, dass er nun den Ramadan, der vom 23. April bis zum Wochenende 24./25. Mai 2020 dauert, begehe und den Tag über faste, auch während er seiner täglichen Arbeit nachgehe. Das bedeutet, dass er vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang weder Essen noch Getränke zu sich nimmt. In diesen Corona-Zeiten vermisse er schmerzlich das abendliche Fastenbrechen in Gemeinschaft. Ich selbst habe in den vergangenen Jahren einige Male als Gast die Herzlichkeit, das wunderbare Essen und die Gebete in der Moschee beim Fastenbrechen miterleben dürfen.
Wir Christen haben ganz besonders in der Osterzeit auch auf so vieles schmerzlich verzichten müssen und können nun die Situation bei den Muslimen nachvollziehen. Wir alle stehen unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Unser Glaube stärkt die Hoffnung, dass wir gemeinsam die Krise überwinden werden und gemeinsam weiter berufen sind, die Gesellschaft zu gestalten.
So haben die 8 evangelischen und katholischen Bischöfe in NRW ein gemeinsames Grußwort „Ramadan Mubarak!“ an die muslimischen Gläubigen, wie schon in den Jahren vorher, herausgegeben. Sie schreiben darin: „Zu den Segnungen sowohl des Ramadans als auch der christlichen Fastenzeit gehört es, dass wir uns an unseren gemeinsamen Auftrag erinnern, Frieden zu schaffen. Er ist die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben und die größte Gabe, die wir einander zukommen lassen können. In der Bibel heißt es: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34, Vers 15). Und auch der Koran fordert auf, „Frieden unter den Menschen zu stiften“ (Sure 2, Vers 224).“ Und der Brief endet mit dem Spruch: „Möge Gott, der ein Gott des Friedens ist, Ihre und unsere Bemühungen in diesem besonderen Monat mit seinem Segen begleiten und beschützen! Ramadan Mubarak!“ (d.h. ein frohes Ramadan-Fest)
Auch der Vatikan und der Papst haben zum Fest des Fastenbrechens gute Wünsche an die muslimischen Gläubigen übermittelt.
Jetzt sind einige Lockerungen der strengen Ausgangsregeln angekündigt und wir freuen uns, dass wir wieder Gottesdienst mit den besonderen Maßnahmen feiern dürfen Die gemeinsam durchgeführten Verhandlungen von Christen, Muslimen und Juden haben ergeben, dass Kirchen, Moscheen und Synagogen unter bestimmten Bedingungen wieder für die Gläubigen offen sind.
Lassen Sie uns weiter wirken am Werk des Friedens in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung!

Ökumenisches Friedensgebet am 11. Mai 2020

Die Montagsgebete finden Sie unter dem Link der evangelischen Kirchengemeinde Billerbeck:

www.evk-billerbeck.de/gottesdienste/friedens-und-montagsgebet-1830-uhr/

Impuls für den 08. Mai 2020

Liebe Mitchristen,

heute ist ein denkwürdiger Tag, der 08. Mai!

Vor 75 Jahren endete der zweite Weltkrieg, der unsagbares Leid über diese Welt gebracht hat. Wären nicht aufgrund der ‚Corona-Krise‘ die Schulen nur im Notbetrieb offen, dann wäre für heute ein ‚Friedensgang‘ durch Billerbeck geplant gewesen. Denn auch in unserer Kleinstadt gibt es viele Orte, die an den Krieg erinnern und zum Frieden mahnen. Stationen wären sicherlich die Kreuze vor dem Schulzentrum gewesen, die Johannikirche und der Dom, die jeweils an die Verstorbenen der Kriegszeit erinnern, die Friedenskapelle gegenüber des Domes, an der der zivilen und militärischen Opfer namentlich gedacht wird, der jüdische Friedhof und auch der Gedenkstein an die Progromnacht in der Nähe des Rathauses, um nur einige Orte zu nennen…

Heute um 18.00 Uhr laden wir ein, beim ‚Angelus-Geläut‘ des Domes in Stille an alle Opfer des Krieges zu denken.

Wenn Sie mögen, schließen Sie doch folgendes Gebet an, das sich in unserem Gotteslob unter der Nr. 19,4 als Friedensgebet findet und aus franziskanischem Geist Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde:  

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

 
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.


Thorsten Wellenkötter
Diakon

10. Brief an die Gemeinde

Billerbeck, 7. Mai 2020

Liebe Leserinnen und Leser meiner Rundbriefe,
Samstag, 2. Mai 2020, ca. 17.30 Uhr: das Absperren der Bänke und die Zuordnung der möglichen Plätze in unserem Dom
und in St. Johann ist erledigt – die Hygienemaßnahmen bis hin zu Desinfektionsmittel und „Mund-Nasenschutz-Masken“
sind organisiert – alle Bücher zum Singen sind wegen des Papiers aus dem Kirchenraum verbannt - der Ordnungsdienst
ist instruiert – der Sicherheitsbeauftragte unseres Kirchenvorstandes macht die letzte Ortsbegehung – alle Verantwortli
chen sind gespannt aber auch verunsichert, ob alles funktioniert – wie viele Menschen wohl kommen und ob alle Men
schen, die möchten, auch in den Dom hinein gelassen werden dürfen – und so kann unsere Vorabendmesse im Dom –
die erste Feier der Messe mit der Beteiligung von Mitgliedern der Gemeinde nach 6 Wochen in „Coronazeiten“ – beginnen.
Und tatsächlich – die ersten Menschen kommen in den Dom. „Gott sein Dank“ – habe ich gedacht, wir bleiben doch nicht
alleine, die Menschen trauen sich.
Eine der ersten Besucherinnen, die eine ältere Dame mit dem Auto zum Dom gefahren hat und sich nun gemeinsam mit
ihr auf diese Messfeier freut, kam freudestrahlend auf mich zu (im Kirchenraum kann man das Strahlen der Gesichter ohne
„Maskenpflicht“ zum Glück ja auch sehen) und gab mir mit anständigem Abstand ein Blatt mit einem Text, den sie unbedingt
weitergeben möchte. Vor der Messe hatte ich keine Gelegenheit mehr, ihn zu lesen, aber nach der Messe fand ich die Zeit
dazu:
„Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie
gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen und mich blenden lassen von den
unirdischen Farben. Ich brauche ihren Glanz. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen […] Ich liebe betende Menschen.
Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen. […] Eine
Welt ohne diese Dinge wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte. - So heißt es in einem Roman.
Gott ist „der Heilige“. So sagt es die Liturgie. Doch Gott ist nicht nur der Heilige, wenn Menschen diese Worte singen und
sagen, wenn sie ihn als den Heiligen bekennen. Gott ist schon vor jedem Menschenwort heilig. Er bleibt dem Menschen
unverfügbar.
„Raum“ als Wohnraum der Weisheit Gottes ist sozusagen einer der Namen dieses heiligen, unverfügbaren Gottes. Gott,
der Raum ist und schenkt, räumt den Menschen Raum ein, damit sie darin wohnen. Die Menschen, die den Raum als
Gabe aus der Hand Gottes empfangen und empfinden, glauben, dass Gott ihren Lebensraum umfängt und darin gegen
wärtig bleibt. Darum kann der Mensch ihm darin begegnen: Umgeben vom Heiligen, von Gott, der Lebensraum einräumt,
kann der Mensch die Welt bewohnen. „Wohnen bedeutet für den Menschen, eine Stätte des Bei-sich-Seins, der Selbst
Begegnung und der Begegnung mit vertrauten Menschen zu haben. Sakrale Räume fügen als dritte Dimension die Be
gegnung mit dem Anderen, mit Gott, hinzu.“
(aus: Dr. Angela Reinders, Gottes Heilige Haus entsteht aus lebendigen Steinen,
www.kunstic.de/downloads/heiligerraum.pdf)
Inzwischen hatten wir die Abendmesse gefeiert; alles hatte gut geklappt und es war für
mich eine sehr bewegende Wiederbegegnung mit denen, die gekommen waren. Die Aus
sagen des Textes, den ich im Dom bekommen hatte, half mir nun, am Samstagabend, all
die unwirklich scheinenden Abstands- und Hygienemaßnahmen für die Feier der Eucha
ristie gedanklich in den Hintergrund zu schieben (sie sind notwendig aber dürfen nicht
alles bestimmend sein) und zu spüren, wie dankbar ich eigentlich war und bin, dass wir
diesen Raum, diese Räume unserer Kirchen und Kapellen haben, die uns als „dritte Di
mension“ die Nähe Gottes spürbar werden lassen, vor allem auch dann, wenn dort „zwei
oder drei“ – und es waren ja auch deutlich mehr – „in seinem Namen versammelt sind“,
denn „da ist ER ja mitten unter uns“.
„Die Freude an Gott ist unsere Kraft, Halleluja“, dieser Vers aus dem Gotteslob (GL 624,5)
ging mir an dem Abend und am Sonntagmorgen nach den weiteren Messfeiern im Dom
noch lange durch den Kopf und auch über die Lippen: Ja, die Freude an Gott gibt uns
Kraft, auch in bedrängenden und unwirklichen Zeiten.
Die „Freude an Gott“ hat nicht immer mit einer „Spaßveranstaltung“ zu tun, sie erfüllt uns viel tiefer und lässt uns die
Freiräume erahnen, die Gott uns auch in Zeiten großer Einschränkungen schenkt.
Diese Freude an Gott lasse ich mir auch durch notwendige Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen in dieser Zeit nicht
nehmen. Und deshalb freue ich mich drauf, dass wir auch am kommenden Samstag und Sonntag (9./10. Mai) wieder zum
Gottesdienst zusammen kommen können: Zur Messfeier im Dom am Samstag um 18 Uhr und am Sonntag um 8 Uhr
und um 10 Uhr und zur Maiandacht am Sonntagabend um 18 Uhr in St. Johann.
Ihr und Euer

Hans-Bernd Serries, Propst

‚DomUs-Gottesdienst‘ in Corona-Zeiten: Auf neuen Wegen durch Billerbeck

Eigentlich wäre am kommenden Sonntag (10. Mai) der nächste ‚DomUs-Gottesdienst‘ für alle Generationen im Billerbecker Dom. Auch wenn seit dem letzten Sonntag wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden, machen die vielen Einschränkungen und Hygienevorschriften eine Feier für alle Generationen und mit vielen Teilnehmern unmöglich. Aber wenigstens einen kleinen Ersatz haben sich einige Aktive aus dem ‚DomUs-Team‘ überlegt: Wenn nicht eine Feier an einem Ort möglich ist, dann wenigstens ein Weg mit vielen kleinen Stationen für die ganze Familie!

Wie ist das gedacht? Entsprechend dem Evangelium des nächsten Sonntags, in dem es heißt, dass Jesus der ‚Weg, die Wahrheit und das Leben ist‘, sind alle Interessierten eingeladen, sich auf einen Weg durch Billerbeck zu begeben. Die Wegetappe beginnt zu einer festgelegten Uhrzeit vor dem Pfarrheim, wo Diakon Thorsten Wellenkötter mit dem entsprechenden Abstand einen ‚Wegweiser‘ ausgibt. Dann macht man sich in der Familie bzw. Hausgemeinschaft auf den Weg: Zunächst durch den Dom hin zu St. Johann, weiter an der Berkel entlang hin zur Berkelbrücke, die momentan eine Fülle bunt bemalter Steine beherbergt, weiter zum jüdischen Friedhof im Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren. Fortgesetzt wird der Weg am alten Friedhof vorbei hin zum Bild des ‚guten Hirten‘ am evangelischen Kirchenzentrum und dem Ludgerusbrunnen, bis man wieder zum Ausgangspunkt am Pfarrheim gelangt. An jedem Ort gibt es eine kleine Aufgabe oder ein Rätzel oder einen biblischen Text oder ein Gebet oder…. – lassen Sie sich einfach mal überraschen!

Was gilt es mit zu bringen? Einige Stifte, um etwas auf zu schreiben und natürlich dem Wetter entsprechende Kleidung. Wer mag, kann für die Berkelbrücke auch noch einen bemalten Stein mitbringen.
Wann geht es los? In ‚Corona-Zeiten‘ müssen wir darauf achten, dass keine größeren Ansammlungen entstehen, deshalb erhält jede Familie bzw. Hausgemeinschaft oder auch Einzelperson ihre persönliche Startzeit ab dem frühen Nachmittag um 14.30 Uhr, denn auch weiterhin gilt ja noch das Kontaktverbot für Gruppen. Wenn Sie mit dabei sein möchten, dann melden Sie sich bis Samstagabend 19.00 Uhr bei Thorsten Wellenkötter unter folgender mail: wellenkoetter-t@bistum-muenster.de. Ihre persönliche Startzeit, die je nach Eingang der Anmeldung immer 5 – 10 Minuten nach der Vorgängerfamilie sein wird, werden Sie dann spätestens ab Sonntagmorgen als Rückmeldung auf Ihre mail erhalten.
Herzliche Einladung dabei zu sein!

Thorsten Wellenkötter und ‚DomUs-Team

Mein Glaube ist eine Halfpipe

Impuls am 6. Mai 2020

Schon lange nicht mehr auf die Schnauze gefallen, denke ich, als ich beim Putzen über mein altes Skateboard wische. Ziemlich verlassen und verstaubt steht es in der Ecke. Ich nehme das Board in die Hand und erinnere mich dabei an Sommer voller Glücksmomente. Besonders gut in Erinnerung: Die Halfpipe und das Gefühl von Schwerelosigkeit. Ganz oben zu stehen, mit atemberaubender Geschwindigkeit in den Abgrund … und auf der anderen Seite wieder hinaufschießen. So geht mir das oft auch mit meinem Glauben: Manchmal stehe ich ganz oben auf der Halfpipe und fühle mich dem Himmel richtig nah - und manchmal rase ich in den Abgrund und hole mir üble Kratzer. Mein Glaube ist eine Halfpipe. Es geht immer rauf und runter. Das Skateboard kommt nicht wieder in die Ecke. Ich stelle es gleich neben die Tür. Morgen soll gutes Wetter werden, und außerdem bin ich schon lange nicht mehr auf die Schnauze gefallen. Thomas Kröger Foto: pexels

Impuls am 05. Mai 2020

Atem-Fürbitten
Von Ursula Budde, im Team der kfd
(In Anlehnung an einen Artikel in CiG Nr. 16 vom 19.April 2020, Seite 175)

Ein Virus hat die Krone an sich gerissen und kann eine neuartige Krankheit auslösen, bei leichtem Verlauf führt es zur Atemnot, bei schwerem Verlauf versagen die Lungen.

In unserer christlichen Praxis formulieren wir Fürbitten, die die Probleme unserer Welt vor Gott tragen. Dabei antworte ich auf die Ansagen der Fürbitten nicht mit Worten oder Gesang, sondern mit tiefem, schweigendem Ein- und Ausatmen, eine klassische Übung auf dem spirituellen Weg.

Dabei zünde ich eine Kerze an.

Einleitung
Angst geht durch die Welt.
Angst vor dem Virus, das Krone trägt und Atem raubt.
Ich denke und atme mich in dieses Drama hinein.
Ich atme und lausche.

Atem-Fürbitten
Ich denke an Menschen in meinem Umkreis: Eltern und Großeltern, Kinder und Enkelkinder, Freunde und Bekannte
Ich denke an Menschen, die krank werden: hier in unserem Land, in anderen Ländern, auf der Flucht oder in Flüchtlingslagern.
Ich denke an Menschen, die sich um Gesunde und Kranke kümmern: Freiwillige Helferinnen und Helfer, Frauen und Männer in der Pflege, Ärztinnen und Ärzte.
Ich denke an Verantwortliche in Öffentlichkeit und Staat: Fachleute der Wissenschaften, Medienleute, Behörden, Polizei und Militär.
Ich denke an Kulturschaffende: Künstlerinnen und Künstler, Kreative in Musik, Gesang und Sprache, Spirituelle.
Abschluss
Erfahre ich einen Atem?
Das Atmen einer werdenden Welt?
Freiheit atmet auf.

Ökumenisches Friedensgebet am 04. Mai 2020

‚Klang-voll‘ Glocken-Gottesdienst in der ‚Corona-Zeit‘ Sonntag am 03. Mai 2020

Hinweis für die Mitfeier:

• Suchen Sie sich einen Ort in Billerbeck, an dem Sie die Dom-Glocken gut hören können und zu anderen Menschen (außer Ihrer Familie) auf Abstand sind: Ihr Garten, einen Ort rund um den Dom oder auch im Dom
• Nehmen Sie sich diesen Gottesdienstablauf zur Hand als Ausdruck oder im Netz
• Lauschen Sie jeweils auf die unterschiedlichen Glocken und lesen dabei allein oder ggf. mit ihren Mitbewohnern die Impulse, Gebete, biblischen Texte und Lieder
• So sind wir zwar räumlich getrennt, aber doch mit vielen Christen innerlich verbunden!
Start ist um 18.00 Uhr!
 Wir hören als erstes die vier Glockenschläge als Hinweis auf die volle Stunde und dann die sechs Töne, die uns die Uhrzeit ansagen. Dann folgt das dreimalige Anschlagen der Glocke, die das Angelus-Gebet eröffnet.

Den Gottesdienstablauf finden Sie unter dem unten stehenden Link:

Einladung zur Messe ma(h)l anders

Impuls zum Abend des 1. Mai 2020

(Thorsten Wellenkötter)

Liebe Christen,

 

nein, Sie haben das Glockengeläut heute nicht überhört und es ist auch nicht wegen des Feiertags ausgefallen. Da es seit heute wieder möglich ist, Gottesdienste mit begrenzter Teilnehmerzahl in den Kirchen zu feiern, ist das abendliche Geläut eingestellt, nicht aber unsere Initiative der täglichen Impulse. Zumindest in der Osterzeit wollen wir sie weiter führen!

 

Ich hoffe, Sie hatten einen guten Mai-Feiertag?! Einen der wenigen Feiertage, der nicht auf das Christentum zurück geht, oder doch?

 

Ursprünglich ist der Mai-Feiertag aus der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts entstanden, die Kirche hat diesen Tag aber im Laufe der Zeit auch dem Heiligen der Arbeit gewidmet, dem Hl. Josef. Viele neuere Kirchen des Ruhrgebietes tragen bewusst auch dieses Patrozinium: Hl. Josef, Patron der Arbeiter. Damit soll der Hl. Josef geehrt, aber auch bewusst an die Würde und manchmal auch die Bürde der menschlichen Arbeit erinnert werden. 

 

In diesem Jahr hat der ‚Tag der Arbeit‘ auf einmal eine sehr aktuelle Bestimmung erhalten. Sorgen, ja ängstigen sich seit einigen Wochen aufgrund der ‚Corona-Krise‘ viele Menschen in unserem Land plötzlich um ihren Arbeitsplatz. Vor zwei Monaten war das in unserer Region mit fast Vollbeschäftigung noch kein Thema! Andere sehnen sich momentan nach etwas mehr geregelten Arbeitszeiten oder Freizeit, weil ihr Beruf in dieser Zeit sehr gefragt oder wie es gegenwärtig heißt ‚systemrelevant‘ ist.

 

Die Arbeit ist ein wesentlicher Teil unseres Lebens. Schon der Hl. Benedikt wusste, dass für ein christliches Leben ‚Arbeiten und Beten‘ in Einklang zu bringen sind und hat dies mit der berühmten Klosterregel von ‚ora et labora‘ ins Wort gebracht. Auch Paulus mahnt, dass wir unsere Arbeit nicht nur als Last sehen, sondern als einen wesentlichen Teil unseres Lebens. Deshalb heißt es in einer der Lesungen zum heutigen Tag der Arbeit wie folgt: 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser

 

Brüder!

 

14Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.

 

15In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!

 

17Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater!

 

23Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen;

 

24ihr wisst, dass ihr vom Herrn euer Erbe als Lohn empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn!

 

Kol 3,14 ff.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten ‚Tag der Arbeit‘!

 

Ihr

 

Thorsten Wellenkötter, Diakon in St. Johann / St. Ludger, Billerbeck

 

 

Impuls am 30.04.20

Was ist Zeit? sagte die Eintagsfliege.


Ich bin!

Im Augenblick leben
Wie unsagbar schwer ist es
für mich im Hier und Jetzt zu sein
Wie sehne ich mich vermehrt danach
den Augenblick zu leben
 
Denn da bist Du
weder Vergangenheit noch Zukunft
liegen in meiner Hand
einzig dieser Moment
ist mir aufgetragen
mitzugestalten an Deiner
Vision einer gerechteren Welt
sie beginnt im
achtsamen Wahrnehmen
des Augenblicks
 
Berühre Du mich dazu

© Pierre Stutz

 
Verbunden mit Gottes Segen wünsche ich allen eine gute und erholsame Nacht!

Marlies Wiesmann

Klangvoller Gottesdienst und dennoch auf Abstand: Gebet mit den Domglocken am Sonntagabend

Normaler Weise wäre am kommenden Sonntag, dem 03. Mai um 18.00 Uhr die nächste ‚Messe-ma(h)l-anders‘ in der Johannikirche. ‚Aber was ist in diesen Zeiten schon normal‘, sagt Diakon Thorsten Wellenkötter mit einem Lächeln und erklärt, dass das Vorbereitungsteam der abendlichen Gottesdienste dennoch nicht untätig war.

Zwar können sich Christen ab dem kommenden Samstag unter Einhaltung von Sicherheitsabständen und Hygienevorschriften wieder in den Kirchen zum Gottesdienst treffen, aber wird dies doch noch ganz anders sein, als viele es gewohnt sind. ‚Außerdem können und wollen viele Menschen, die sich um ihre Gesundheit sorgen, leider dennoch nicht dabei sein,‘ weiß Wellenkötter zu berichten. Deshalb hat sich das Team der ‚Messe-ma(h)l-anders‘ auf digitalem Wege folgendes überlegt:

Alle BillerbeckerInnen sind eingeladen am Sonntagabend um 18.00 Uhr an einen Ort zu gehen, wo sie die Domglocken gut hören können, sei es im eigenen Wohnzimmer bei geöffnetem Fenster, im Garten, in den Straßen und Plätzen rund um den Dom oder mit geeignetem Sicherheitsabstand im Dom. Nach und nach werden dann unterschiedliche Glocken des Domes zu hören sein, zu denen jeweils ein Gebet, ein Impuls, ein biblischer Text oder ein Lied zugeordnet ist. Zum Abschluss werden alle Domglocken läuten und zu einem Osterlied einladen. ‚So sind wir zwar räumlich an vielen Orten ‚coronabedingt‘ auf Abstand, im Gebet und im Hören der Glocken aber mit vielen verbunden,‘ meint Wellenkötter und lädt dazu ein, den genauen Gottesdienstablauf sich im Laufe des Sonntags von der homepage der Kirchengmeinde (www.domsite-billerbeck.de) herunter zu laden.

‚Wir freuen uns auf einen klangvollen Gottesdienst!‘ sagt Wellenkötter und hofft, dass die nächste ‚Messe-ma(h)l-anders‘ am 07. Juni wieder in irgendeiner Weise gemeinschaftlich möglich ist.

9. Brief an die Gemeinde

Billerbeck, 29. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser dieses Briefes,
(dem neunten, den ich in der Zeit der Coronakrise schreibe),

heute schreibe ich meinen nächsten Rundbrief verbunden mit der Ankündigung, dass wir ab dem kommende
Samstag (3. Mai) wieder unsere Gottesdienste öffentlich feiern können – wenn auch unter besonderen Vorsicht
maßnahmen und mit eingeschränkter Teilnehmeranzahl.
Darüber will ich am Ende dieses Briefes informieren; zunächst aber möchte ich einige Gedanken mit Ihnen teile
die mir in diesem Zusammenhang durch den Kopf gehen und mich bewegen.......

Bitte lesen Sie den ausführlichen Brief unter diesem Link:

Impuls zum Glockenläuten am 29.04.

Aus dem Evangelium zum heutigen Tag (Joh 6, 40):
Es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Ich möchte Sie einladen, jemandem zu helfen. Mit Ihrem Gebet.

Folgenden Vorschlag mache ich Ihnen: Schauen Sie in der Tageszeitung nach den Todesanzeigen. Suchen Sie sich eine aus, die Sie anspricht. Vielleicht ist jemand aus Billerbeck verstorben, vielleicht berühren Sie die Worte einer Anzeige …

In der aktuellen Situation ist es nach dem Tod eines Menschen so schwer für die Familie, für Freunde und Nachbarn, sich von der oder dem Verstorbenen so zu verabschieden, wie sie das gern möchten. Und genauso schwer ist es, sich in der Trauer beizustehen, sich zu umarmen, zusammenzuhalten.
Schauen Sie sich die von Ihnen ausgewählte Anzeige in Ruhe an. Und wenn sie mögen, schenken Sie allen, die um die/ den Verstorbenen trauern, Ihre Kraft und Ihre guten Gedanken. Vielleicht mit folgendem Gebet:

Ewiger Gott,
sieh auf alle Menschen, die um die/ den Verstorbenen trauern.
Deine Wege sind uns oft unbegreiflich, deshalb gib ihnen Kraft zu ertragen, was du zumutest.
Breite deine Gnade aus wie eine Decke, damit die Trauer sie nicht zu sehr kühlt.
Lass ihre Liebe inmitten der Trauer stärker sein als die Verzweiflung.
Hilf ihnen, ihre Trauer wie auch ihre Freude in deine Hand zu legen.
Und lass deine Sonne wieder scheinen, in das Leben hier und dort.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
Mit herzlichem Gruß
Sabine Smarsli
Mitglied der Hospizgruppe Billerbeck e.V.

Impuls zum Glockenläuten vom Dienstag, den 28. April 2020

Pfr. Frank Ludger Bakenecker

Bei den einen fallen die Masken – bei den anderen kommen sie.
The Masked Singer ist eine Musikshow, die wöchentlich Dienstagabends bei einem privaten Fernsehsender läuft und in der Prominente in Ganzkörperkostümen mit einem selbst ausgewählten Lied in einem Gesangswettstreit gegeneinander antreten. Heute Abend müssen die letzten Wettstreitenden ihre Masken fallen lassen. Wir dagegen müssen, wenn wir einander in der Öffentlichkeit begegnen, verpflichtend jetzt ‚Masken‘ tragen, die unsere Gesichter zum Teil verdecken. Einige Masken sind kunstvoll und raffiniert angefertigt und von Billerbeckern für Billerbecker in hunderten von Auflagen genäht. Andere sind in einfacher und schlichter Form als sog. „medizinischer Mund - und Nasenschutz“ im Fachhandel gekauft worden. Nicht nur unser Aussehen verändert sich durch das Tragen dieser ‚Masken‘, sondern auch unser Sprechen und singen. Unser Sicherheitsgefühlt wird so gesteigert, vielleicht aber auch unsere Unvorsichtigkeit und unser Abstandhalten? 

Wir Christen sind von unserem Gott eingeladen, sämtliche ‚Masken‘ fallen zu lassen – ihm unser wahres Gesicht zu zeigen  –weil er es und uns als Person so kennt, wie wir sind. Vor Gott braucht kein Mensch sein Gesicht zu verbergen geschweige denn, sich vor ihm zu verstecken. 

Ich lade Sie herzlich ein, den 139. Psalm zu beten:

HERR, du hast mich erforscht und kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es.
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, siehe, HERR,
da hast du es schon völlig erkannt.
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen,
hast auf mich deine Hand gelegt.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen?
Wenn ich hinaufstiege zum Himmel - dort bist du;
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
Nähme ich die Flügel des Morgenrots,
ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen
und das Licht um mich soll Nacht sein!
Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir,
die Nacht leuchtet wie der Tag, wie das Licht wird die Finsternis.
Du selbst hast mein Innerstes geschaffen,
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin.
Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.
Dir waren meine Glieder nicht verborgen, als ich gemacht wurde
im Verborgenen, gewirkt in den Tiefen der Erde.
Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen.
In deinem Buch sind sie alle verzeichnet:
die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe!
Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand.
Ich erwache und noch immer bin ich bei dir.
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und
erkenne meine Gedanken!
Sieh doch, ob ich auf dem Weg der Götzen bin,
leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!

Montagsgebet in der Corona-Zeit am 27.April 2020

(vorbereitet von Thorsten Wellenkötter)

Liebe Mitbetenden,
liebe Schwestern und Brüder im gemeinsamen christlichen Glauben!
Die Bedingungen der Pandemie erlauben es noch nicht, dass wir uns vor Ort im Dom versammeln – aber vielleicht dann ab der nächsten Woche wieder?!
So gestalten wir uns zuhause einen Ort der Andacht und zünden eine Kerze an.
Vielleicht stellen wir am Montag um 19.30 Uhr auch ein Licht ins Fenster als Zeichen unserer
Verbundenheit untereinander und mit der Welt und/oder entzünden daran unsere sieben Kerzen.
Unser Friedensgebet fällt in die dritte Woche der Osterzeit. Ostern steht dafür ein, dass trotz aller Kreuze, allen Leids am Ende das Licht und die Zukunft des Lebens stärker sein wird.
Ich wünsche uns dieses Vertrauen und so beginnen wir: 

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

In der österlichen Hoffnung, dass Gott uns trotz allen Unfriedens und aller Zerrissenheit in dieser Welt mit seiner Gegenwart umgibt, beten wir mit den Worten des 139. Psalms:

PSALM 139:
HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. /
2 Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. *
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
3 Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. *
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
4 Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, *
siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.
5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, *
hast auf mich deine Hand gelegt.
6 Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, *
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
7 Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, *
wohin vor deinem Angesicht fliehen?
8 Wenn ich hinaufstiege zum Himmel - dort bist du; *
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
9 Nähme ich die Flügel des Morgenrots, *
ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
10 auch dort würde deine Hand mich leiten *
und deine Rechte mich ergreifen.
11 Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen *
und das Licht um mich soll Nacht sein!
12 Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, /
die Nacht leuchtet wie der Tag, *
wie das Licht wird die Finsternis.
13 Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, *
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. *
Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.


So beten wir geleitet durch die poetischen und vertrauensvollen Psalmworte:

1. Kerze:
HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. 2 Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern.
 Herr ist es wirklich so, dass Du uns durch und durch kennst? Manchmal fällt es mir schwer, das glauben zu können! Ich möchte darauf vertrauen, dass Du mich und uns in dieser Zeit der Pandemie erkennst und unsere inneren Sorgen und Ängste annimmst. Vor allem aber bitte ich für die vielen Menschen, die diese Zeit der Einschränkungen existentiell betrifft: Weil sie krank sind, weil sie einsam sind, weil sie ihre Arbeit verloren haben oder gar an Perspektivlosigkeit leiden.
Für sie alle rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!
2. Kerze:
3 Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen. 4 Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.
 Herr unser Gott, der Psalm sagt, dass Du all unsere Worte kennst. Wirklich? Wie schnell habe ich etwas so daher gesagt! Wie schnell sind andere Menschen von meinen Worten verletzt oder ich werde missverstanden? Wie schnell sind aus Worten auch Taten geworden?! Wir erleben es in unserem Land und in Europa, dass plötzlich aggressive Worte auch zu aggressiven Taten werden. Wir hören, dass (nord- und süd-)amerikanische Präsidenten einfach mal so etwas daher sagen und dann anschließend betonen, es sei nur Ironie. Hilf uns Herr, auch nur dass zu sagen, was wir auch wirklich verantwortungsvoll meinen.
Deshalb rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!
3. Kerze:
5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, hast auf mich deine Hand gelegt. 6 Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
 Gott unser Vater, wenn Du doch Deine Schöpfung gut gemacht hast, wie es am Anfang der Schrift heißt, warum gibt es dann so viel Unfriede und Ungerechtigkeit? Manches kann ich wirklich nicht begreifen. Aber interessant ist, dass in diesen Tagen, in denen wir Menschen so eingeschränkt sind, Deine Schöpfung, die Natur, die Umwelt wieder aufatmen kann – allein schon nach diesen wenigen Wochen. Hilf uns in dieser Verbindung mit Deiner Schöpfung weiter leben zu können, denn wunderbar hast Du alles gemacht!
Deshalb rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!
4. Kerze:
7 Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen? 8 Wenn ich hinaufstiege zum Himmel - dort bist du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
 ‚Wohin kann ich fliehen?‘, das fragen sich gegenwärtig immer noch viele tausende Menschen vor allem aus Syrien, dem Jemen und den afrikanischen Ländern. Momentan sind diese Fragen allerdings aus unseren Nachrichten weitgehend verschwunden, da andere Meldungen sich in den Vordergrund gerückt haben. Vielleicht mag eine Hoffnung sein, dass Du Herr, selbst in den entlegensten Winkeln da bist. Diese Zusage soll uns Menschen aber nicht nachlassen in der Suche nach Möglichkeiten der Hilfe.
Deshalb rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!
5. Kerze:
9 Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres, 10 auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
 ‚Deine Hand wird mich leiten!‘ Eine Zusage, die ich vor allem für die Menschen erbitten möchte, die momentan über andere zu entscheiden haben: Die Politikerinnen und Politiker in ihren Abwägungen zwischen menschlichen Grundrechten und wirtschaftlichen Interessen, Mitarbeitende  in medizinischen Berufen zwischen der Fürsorge für Ihre Patienten und dem eigenen Schutz vor der Infektion, die Verantwortlichen in unseren Kirchengemeinden in den Überlegungen, wie Nähe trotz Distanz möglich ist, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in ihren Entscheidungen zwischen Profit und Erhalt von Arbeitsplätzen, die Eltern in ihren Bemühungen und Sorgen zwischen ‚Schulunterricht zu Hause‘ und Einsatz für ihre Arbeit und so viele mehr…
Deshalb rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Rede wird neu!

6. Kerze:
11 Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen und das Licht um mich soll Nacht sein! 12 Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, die Nacht leuchtet wie der Tag, wie das Licht wird die Finsternis.
Nehmen wir uns eine Zeit der Stille und tragen unsere eigenen Momente der Finsternis aber auch des Lichtes vor Gott!
Weil Du an Ostern alle Dunkelheit in Licht gewandelt hast, rufe ich: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!
7. Kerze:
13 Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.

 Ja, Herr trotz allen Unfriedens und allen Leids ist auch viel staunenswert und dankenswert in dieser Welt. Danke Herr für die vielen Menschen, die sich in dieser Zeit für andere einsetzen, danke für die vielen ermutigenden Momente und Worte und danke, dass Du uns Deine Gegenwart zugesagt hast, auch wenn ich sie nicht immer direkt erfahre.

In diesem Dank rufe ich zu Dir: Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu!

Enden wir unser Gebet mit dem ‚Vater-unser‘ und wer mag mit einem österlichen Lied!

Hinweis auf nächste Woche: 

Möglicher Weise können wir uns ab dem nächsten Montag (04. Mai) wieder mit großen Abständen im Dom versammeln. Die Überlegungen und Entscheidungen der nächsten Tage werden da Klarheit bringen. Schauen Sie einfach in die kirchlichen Medien oder die Tageszeitung, dort werden wir veröffentlichen, wo und wie das nächste Friedensgebet stattfinden wird.

Bleiben Sie gesund und Gottes Segen
wünscht
Thorsten Wellenkötter, Diakon in St. Johann / St. Ludger, Billerbeck

Impuls zum Sonntag

mit Propst Hans-Bernd Serries

Impuls zum Glockenläuten am 24.04.2020

Geht Ihnen das auch so in diesen Tagen? Die Ostereier sind aufgegessen, die Zweige in der Vase verblüht, die Osterdekoration wieder weggeräumt bis zum kommenden Jahr. Die Osterkerze erinnert noch an die vergangenen Festtage.
Aber was bleibt von Ostern? Haben Sie Osterfreude erlebt? Fühlen Sie sich erlöst – befreit? Gerade in DIESEM Jahr?

Ich mache Ihnen einen Vorschlag:

Nehmen Sie sich Zeit an einem angenehmen Ort. Suchen Sie sich einen Platz aus, an dem Sie schreiben können. Wenn Sie mögen, zünden Sie eine Kerze an.
Ich lade Sie ein, in ihrem Leben die befreiende Botschaft von Ostern zu entdecken.
Legen Sie sich Papier und farbige Stifte bereit. Nehmen Sie sich einen Stift und ziehen Sie auf dem Papier zwei dicke Linien von oben nach unten, sodass drei Spalten entstehen. 

Über die linke Spalte schreiben Sie:
Was engt mich gerade ein?
Dann schreiben Sie mit einem dunklen Stift alles in diese linke Spalte, was Ihnen zu der Frage einfällt. Sie können auch Bilder malen, wenn Sie mögen. Vielleicht helfen folgende Fragen:
- Was hätte ich Ostern gern getan, was aber nicht möglich war?
- Wen hätte ich gern getroffen? Wo wäre ich gern gewesen?
- Und in meinem Alltag: wovon fühle ich mich gerade eingeengt? Was sorgt mich? Was ärgert mich?
Lassen Sie sich Zeit, Ihren Gedanken nachzugehen, bevor Sie weiterlesen.

Dann können Sie sich der mittleren Spalte des Blattes zuwenden, und schreiben Sie als Überschrift dieser Spalte:
Wovon bin ich gerade befreit?
Suchen Sie sich einen Stift in einer Farbe, die Ihnen gefällt. Dann schreiben Sie mit diesem Stift alles in diese Spalte, was Ihnen zu der Frage einfällt. Auch hier können Sie Bilder malen, wenn Sie mögen. Vielleicht helfen folgende Fragen:
- Welche anstrengenden Termine fallen gerade aus? Wo muss ich nicht hin?
- Von welchen Pflichten bin ich gerade entbunden?
- Welche Unruhe und Hektik ist weg?
Lassen Sie sich auch hier Zeit, Ihren Gedanken nachzugehen. Vielleicht brauchen Sie etwas, ehe Sie die positiven Seiten der aktuellen Situation in Ihrem Leben entdecken. Dann lesen Sie weiter.

Nun können Sie sich der rechten Spalte widmen. Und schreiben Sie über diese Spalte:
Was mache ich mit der gewonnenen Freiheit?
Suchen Sie sich erneut einen Stift in einer Farbe, die Ihnen gefällt. Dann schreiben oder malen Sie mit diesem Stift alles in diese Spalte, was Ihnen Gutes zu dieser Frage einfällt. Vielleicht helfen folgende Fragen:
- Wem habe ich mal wieder geschrieben? Mit wem lange telefoniert?
- Was habe ich endlich aufgeräumt?
- Wem habe ich geholfen, besser durch die besondere Zeit zu kommen?
- Was habe ich Neues entdeckt oder gelernt?
Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Tagen gedanklich nachzugehen.
Gibt es eine echte Entdeckung dabei? Eine echte Freude? Etwas, dass Sie ohne diese Situation vielleicht nie oder nicht jetzt getan hätten? 

Für mich sind diese Entdeckungen Osterfreude im Alltag – ganz praktisch. Und sie sind es Wert, beibehalten zu werden, wenn die Zeiten wieder normaler werden. Was denken Sie?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Mit herzlichem Gruß
Sabine Smarsli

Abendimpuls zum Glockenläuten am Donnerstag, 23.04.2020

von Christa Johanna Gundt

Manches ist in Coronazeiten schwierig, sehr schwierig, vor allem fehlen uns die Gemeinschaft, die Rituale und die trostgebenden Zeremonien. Wir wünschen uns, Segen zugesprochen zu bekommen.
Vor einigen Tagen bin ich auf einen Text gestoßen mit  dem Titel Auflese, ein Text mit einer  lebensbejahenden und gleichzeitig kraftspendenden Botschaft der Achtsamkeit, ein Text, der zum Segen werden kann.

Auflese
Lies die Sterne auf mit deinen Blicken
und trage sie in deinem Herzen
als ein Gebet des Staunens.

Lies die Blüten auf mit deinen Blicken
und trage sie in deinen Gedanken
als ein Gebet der Freude.

Lies die Regentropfen auf mit deinen Blicken
und trage sie in deinen Worten
als ein Gebet der Dankbarkeit.

Lies das welke Laub auf mit deinen Blicken
und trage es in deinem Schoß
als ein Gebet des Mitgefühls.

Lies die Flamme auf mit deinen Blicken
und trage sie in deinen Händen
als ein Gebet der Tat.

Eine ganze Welt nimmt Platz in deinem Wesen,
in deinem Schauen, das Beten wird.
Dann erwartet sie mit ungeduldiger Freude,
dass du sie als Segen entlässt.
Gianna Wedde

Bleiben Sie gesegnet, behütet und gesund!

Die Schlange im Fenster

Ein Impuls von Pastoralassistent Thomas Kröger unter Bezugnahme einer bibl. Typographie von Nina Heereman

Unterhalte ich mich mit Besuchern über unseren Dom, werden nicht selten die beeindruckenden Fenster erwähnt. Mir ist es schon oft so ergangen, dass ich das Evangelium des Tages in einer verglasten Darstellung im Dom wiedergefunden habe. Das Evangelium von gestern (Joh 3,7-15) wird heute fortgesetzt (Joh 3,16-21). Es sind nicht viele Verse, doch mit so tiefem Inhalt, dass beide Evangelien im Hochchor verewigt wurden. So wie die beiden Schriftstellen nahtlos aufeinander folgen, so finden sich auch die beiden Darstellungen in einer Fensterfläche direkt miteinander verknüpft. Worum geht es nun genau? Gestern haben wir von Mose und der erhöhten Schlange in der Wüste gehört. Was war passiert? Die Israeliten hatten gesündigt. Gott sandte als Strafe für die Sünde Schlangen, die sie bissen. Daraufhin kehrte das Volk um, schrie zum Herrn und Gott gab ihnen das Heilmittel: eine Kupferschlange. Mose erhöhte sie an einem Stab in der Wüste und jeder, der sie anschaute, wurde geheilt. Heute erklärt uns Jesus dieses Bild im Hinblick auf sich selbst: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Jesus ist Gottes einziger Sohn. Diese Aussage ist wichtig. Sie ist zugleich wie ein Echo auf das Opfer des Abrahams, wo Gott zu ihm sagt: „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den Du liebst und bringe ihn als Opfer dar auf dem Berg Moria.“ (Gen 22) Während der Erzählung gibt es einen kurzen Dialog zwischen Abraham und seinem Sohn Isaak, der spricht: „Vater, hier ist das Holz und das Messer, wo jedoch ist das Opferlamm?“ Abraham antwortet: „Gott selbst wird sich das Opferlamm aussuchen.“ Dieses Opferlamm betritt nicht die Bühne der Welt, bis zum Beginn des Johannesevangeliums. Wir haben am Anfang des Jahres gehört, dass Johannes sagt: „Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt.“ Jesus wurde uns als genau dieses Lamm vorgestellt. „Der Vater hat seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren geht.“ Wir dürfen nicht vergessen, und das tun wir leider oft, dass der ewige Tod unser Schicksal wäre, wenn Jesus nicht für uns am Kreuz gestorben wäre. Als Kinder Adams wären wir verloren. Wie sehr Gott die Welt geliebt hat, wird daran offenbar, dass Jesus am Kreuz erhöht worden ist, so wie Mose einst die Schlange in der Wüste erhöht hat. Gott hat seinen Sohn gesandt, damit wir eben nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Vorschlag: Warum nicht mit der Bibel unterm Arm in den Dom gehen, die Verse aus dem Johannesevangelium (Joh 3,7-21) lesen und anschließend mit Blick auf die benannten Fenster innehalten um über diese Worte nachdenken?

Impuls zum Glockenläuten am Dienstag, den 21.04. 2020

Von Pfarrer Frank Ludger Bakenecker

In der Enge des Raumes die Weite finden
                                                                                                                                                              Auch wenn es mittlerweile leichte Lockerungen beim Einkaufen und dem Öffnen von Geschäften gibt, bleibt die „Kontaktsperre“ und das Verbot ‚öffentlicher Gottesdienste‘ weiterhin bestehen.

Einer dem kein Kontakt zu viel und keine Frage und Bitte zu lästig war, war Konrad von Parzham, besser bekannt als Bruder Konrad von Altötting. Seinen Gedenktag feiert die Kirche heute!

Er trat 1849 in das Kloster St. Anna in Altötting ein, das seit 1961 seinen Namen trägt. Dort versah er von 1852 an 41 Jahre lang den Dienst eines Pförtners. Die Strahlkraft, die Bruder Konrad von seiner kleinen Klosterpforte aus entwickelte, lässt sich nur durch seine besondere Persönlichkeit und Gottverbundenheit erklären. Der Eifer für das Gebet, die stetige Dienstbereitschaft und die aufopfernde Liebe, die er allen Menschen entgegenbrachte, ließen ihn zum Vorbild, gesuchten Gesprächspartner und Ratgeber werden. Bruder Konrad traf in seiner Zuwendung gegenüber den Besuchern des Klosters keinen Unterscheidungen. Ob mittellose Handwerksburschen auf der Walz, hungrige Kinder oder Menschen in seelischer Not: Er behandelte alle mit großer Liebe und demselben Respekt. Seine Heiligsprechung am Pfingstsonntag des Jahres 1934 durch Papst Pius XI. wurde zum klaren politischen Statement gegen den Nationalsozialismus und zum Bekenntnis zu den Lehren der katholischen Kirche. Der Pontifex rückte Konrads demütiges und frommes Leben als klaren Gegenentwurf zum „Herrenmenschen“ in den Mittelpunkt.

„Gott, du hast den heiligen Bruder Konrad zum Dienst an den Wallfahrern und Notleidenden berufen.
Mache auch uns bereit, in Geduld und Güte denen zu begegnen, die auf unsere Hilfe warten. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Bruder und Herr“. Amen.

Montagsgebet am 20.04. 2020

vorbereitet von Peter Nowak

Die Coronapandemie erlaubt es noch nicht wieder, dass wir uns zum wöchentlichen
Montagsgebet in einer Kirche versammeln. Somit gestalten wir das Gebet zuhause, zünden
eine Kerze an und wer möchte stellt eine Kerze um 19.30 Uhr ins Fenster, wenn die Glocken
der Billerbecker Kirchen läuten.
Wir möchten das heutige Montagsgebet einleiten mit dem Psalm unter der Nummer 40 im
Gotteslob: „Gott, die Quelle des Lebens“, Vers 1 – 8.

Bis in den Himmel reicht deine Liebe, Herr, bis zu den Wolken deine Treue. Herr, deine Güte
reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehn. Deine Gerechtigkeit
steht wie die Berge Gottes, deine Urteile sind tief wie das Meer. Herr, du hilfst Menschen und
Tieren. Gott, wie köstlich ist deine Huld.
Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel, sie laben sich am Reichtum deines
Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
in deinem Licht schauen wir das Licht. Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld und deine
Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen! Ehre sei dem Vater und dem Sohn und
dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

1. Wir haben diese Kerze entzündet für den Pflegenotstand in deutschen Pflegeheimen, wo
sich in Zeiten der Corona-Pandemie die Lage weiter zuspitzt.
Infiziert sich ein Mensch in einem Alten- oder Pflegeheim mit dem Virus, kann das katastrophale
Folgen haben - für den Betroffenen, die übrigen Mitbewohner und auch für das Pflegepersonal. Die
Ausbreitung des Virus innerhalb einer Pflegeeinrichtung ist kaum zu verhindern. Besuchsverbote
von Angehörigen scheinen unvermeidbar. Die Angehörigen nicht zu sehen, sie nicht in den Arm
nehmen zu können, ist eine ungeheure seelische Belastung für alle Beteiligten. Hilflos steht so
mancher Angehörige vor einer Pflegeeinrichtung, um Mutter oder Vater von Weitem zuzuwinken.
Dabei fließen auch Tränen - und das wird sich wohl vorerst nicht ändern, solange ältere Menschen
und Patienten mit Vorerkrankungen besonders durch Covid-19 gefährdet sind.
Gebet:
Gütiger Gott, du weißt wie die alten Menschen in den Pflegeheimen und zuhause unter den
Ausgangsbeschränkungen und fehlenden Besuchen der Kinder, Enkelkinder, Freunden und
Bekannten leiden . Ihnen fehlt der sonst so gewohnte strukturierte Tagesablauf. Viele werden
krank, einige überleben diese Isolation nicht. Gib diesen Menschen Kraft und Zuversicht, du,
der gütige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Du hast das
Leben allen gegeben, gib uns heute dein gutes Wort. So geht dein Segen auf unseren Wegen,
bis die Sonne sinkt, mit uns fort. Du bist der Anfang, dem wir vertrauen, du bist das Ende, auf
das wir schauen.Was immer kommen mag, du bist uns nah. Wir aber gehen, von dir gesehen,
in dir geborgen in Nacht und Morgen und singen ewig dir: Halleluja.
Stille

2. Wir haben diese Kerze entzündet für die in großer Not lebenden Menschen im
Bürgerkriegsland Jemen.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen kürzt aus Geldmangel seine Mittel für den
Jemen um die Hälfte. Rund 80 Prozent der 24 Millionen Einwohner in dem Bürgerkriegsland sind
auf Hilfen angewiesen.Viele von ihnen müssen hungern. Die UN beschreiben die Situation als
dramatisch. In dem Land im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit mehr als fünf Jahren ein
Bürgerkrieg. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise der Neuzeit.
Vergangene Woche hatte das Land zudem seinen ersten Corona-Fall gemeldet. Beobachter
befürchten wegen der Lage im Land besonders viele Opfer, sollte sich das Virus dort weiter
ausbreiten.
Gebet:
Großer Gott, bitte sende die Kraft deines Friedens in die Herzen all derer, die an den
Kämpfen im Jemen direkt aber auch indirekt beteiligt sind. Hilf so, den Hass und die Gewalt
zu überwinden und schenke den Mut zur Versöhnung. Bitte hilf den Verletzten und den
Angehörigen der im Krieg Getöteten. Herr, erinnere die reichen Länder dieser Erde an ihre
christliche Pflicht, den hungernden Menschen im Jemen durch ihre Spenden zu helfen.
Stille

3. Wir haben diese Kerze entzündet für die Fabrikarbeiterinnen in den Billiglohnländern in
Asien, Kambodscha, Myanmar, Bangladesch und Indien.
Angesichts erwarteter Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise haben internationale
Einzelhandelsunternehmen ihre Aufträge bei Zulieferern storniert. Hunderttausende Fabrikarbeiter
in Asien sind damit nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW)
existenziell bedroht. In Bangladesch sind laut der Frauenrechtsorganisation Femnet mehr als 1000
Fabriken geschlossen. Die Organisation verwies zudem auf die äußerst schwierige Lage für
Hunderttausende Wanderarbeiterinnen, die normalerweise in Fabriken in Indien als Tagelöhner
beschäftigt sind, und nun keinen Lohn mehr von ihren Agenten erhalten. Sie haben von einem Tag
auf den anderen kein Geld mehr für Lebensmittel oder Miete.
Gebet:
Großer Gott, diese Menschen in den Fabriken leiden unter dem globalisierten
Wirtschaftssystem, das arme Menschen mehr und mehr ausbeutet und ins Elend treibt. Jetzt
verlieren viele ihre Existenz. Gib ihnen die Kraft und die Zuversicht, die sie brauchen, um die
Krise zu überstehen. Das Profitdenken der Menschen in den reichen Ländern muss sich
ändern. „Wir“ müssen bereit sein, faire Preise für die in den Billiglohnländern produzierten
Waren zu bezahlen. Herr, gib den Unternehmern und Politikern die Kraft für einen fairen
Welthandel einzutreten - damit vielen Menschen in den armen Ländern dieser Welt ein
vernünftiges Auskommen gesichert ist.
Stille

4. Wir haben diese Kerze entzündet für die Opfer häuslicher Gewalt, die in Zeiten der
Corona-Krise zunimmt.
 Viele Familien stehen in der Corona-Krise durch Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen,
geschlossene Schulen, Home Office und Kurzarbeit vor großen Herausforderungen. Konflikte und
Streits drohen zu eskalieren, weil man sich nicht aus dem Weg gehen kann. Die Menschen befinden
sich zur Zeit in existenziellen Nöten, sie haben Angst um ihre Gesundheit und ihren Job - sind dann
aber gezwungen, auf engstem Raum zusammen zu sein. Viele kommen an die psychische Grenze,
das fördert Aggressionen. Richtig gefährlich wird es dann, wenn es in den eigenen vier Wänden
schon vor der Pandemie zu Gewalt kam. Experten warnen seit längerem vor einem Anstieg
häuslicher Gewalt in der Corona-Krise. Jetzt scheinen erste Zahlen und Erhebungen die
Befürchtungen zu bestätigen.
Gebet:
Großer Gott, du weißt, was Menschen einander antun können, du weißt, dass Menschen ihre
Partner oder Kinder zutiefst verletzten können, physisch wie psychisch und wie die Verletzten
sich dann fühlen. Sie sind sehr traurig und enttäuscht und können an nichts anderes mehr
denken .
Allmächtiger Gott, mach den Tätern bewusst, was sie durch ihr Handeln angerichtet haben
und gib ihnen die Kraft, um Verzeihung zu bitten.
Gott, du bist ein Gott der Liebe und des Friedens. Hilf den Menschen, wieder in großem
Vertrauen aufeinander zu zu gehen und miteinander zu reden, hilf ihnen in Frieden und
Freundschaft das gemeinsame Leben zu gestalten.
Stille

5. Wir haben diese Kerze entzündet, weil die Coronapandemie zu einer existentiellen
Bedrohung für die Gesundheitsversorgung, die Bildung und den Schutz der ärmsten Kinder
wird.
Während praktisch überall auf der Welt Regierungen drastische Maßnahmen ergriffen haben, um
die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, treffen Schulschließungen, Ausgangs- und
Kontaktbeschränkungen sowie der Wegfall von Einkommensmöglichkeiten Kinder besonders hart.
Steigende Infektionszahlen in nahezu allen Ländern der Erde überfordern nicht nur die zum Teil
schwachen Gesundheitssysteme. Die Krise gefährdet auch die fragile Grundversorgung der ärmsten
Kinder und setzt sie großen Risiken aus, wenn die Eltern ihre Arbeit verlieren, Schulspeisungen
ausfallen oder Impfkampagnen gestoppt werden. Auch in den reichen Ländern wie Deutschland
leiden die Kinder, wenn die Eltern ihre Existenz verlieren. Die Bildungschancen der Kinder aus
ärmeren Schichten unserer Gesellschaft werden noch schlechter. Die Kluft zwischen arm und reich
wird immer größer.
Gebet:
Wir beten für Kinder in Not, die schnelle Hilfe benötigen, für Kranke, dass sie Heilung und
Zuversicht erfahren. Wir beten für alle Menschen , die arm sind und hungern. Mögen sie ein
Dach über dem Kopf haben, genügend zu essen und Zuversicht, dass auch ihre Welt besser
wird und sie nicht weiter ausgebeutet werden, um unseren Wohlstand zu mehren. Mögen
Ärzte ihr Können auch ihnen zukommen lassen. Mögen Hilfsbedürftige Hilfe erfahren und sie
annehmen können. Möge Nächstenliebe aktiv gelebt werden. Möge Dankbarkeit,
Hilfsbereitschaft und Demut in unserm Wortschatz einen wichtigen Platz einnehmen.
Stille

6. Wir haben diese Kerze entzündet für die Anliegen, die uns ganz persönlich berühren. Wir beten
in aller Stille und tragen dir unsere Sorgen vor.
Stille
Gebet:
Herr, Gott des Himmels und der Erde, Schöpfer der einzigen Menschheitsfamilie, wir beten
zu dir für die Anhänger aller Religionen. Mögen sie im Gebet und reinen Herzens deinen
Willen suchen; mögen sie dich anbeten und deinen heiligen Namen verherrlichen. Hilf ihnen,
in dir die Kraft zu finden, Ängste und Misstrauen zu überwinden, die Freundschaft wachsen
zu lassen und in Harmonie miteinander zu leben.
Stille

7. Wir haben diese Kerze entzündet als Zeichen unserer Dankbarkeit.
Der Dank im heutigen Gebet gilt unseren Politikerinnen und Politikern im Bund, in den Ländern,
den Städten und Gemeinden. In der heutigen schwierigen Zeit sind auch sie besonders gefordert, in
großer Verantwortung die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Entscheidungen über Schul- und
Kindergartenschließungen, Sportstätten zu sperren und weitere weitreichende
Ausgangsbeschränkungen sind sicher niemandem leicht gefallen und haben unsere Gesellschaft tief
ins Mark getroffen. Nach ersten vorsichtigen Bewertungen von Fachleuten der verschiedenen
Wissenschaften scheinen die der Bevölkerung auferlegten schmerzhaften Maßnahmen erste Erfolge
im Kampf gegen das Virus zu zeigen.
Gebet:
Großer Gott, gib unseren Politikerinnen und Politikern die notwendige Kraft und Weisheit,
auch zukünftig die richtigen Entscheidungen zu treffen zum Wohle Deutschlands, Europas
und der ganzen Welt.
Stille

Beten wir nun gemeinsam voll Vertrauen auf Gott das
Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.
Stille

Segen aus dem Buch Mose 6, 24–26:
Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

8. Brief an die Gemeinde

Billerbeck, den 1 8. April 2020


Liebe Kommunionkinder dieses Jahres,
liebe Eltern und Familien unserer Kommunionkinder!
Heute schreibe ich Euch diesen „Offenen Brief“, das heißt, ich schreibe ihn speziell für Euch,
aber diesen Brief dürfen auch andere Menschen in unserer Gemeinde hier in Billerbeck gerne
lesen.
Denn mit Euch haben sich viele Menschen in Euren Familien und hier in unserer Stadt auf das
Fest der Erstkommunion gefreut, das wir eigentlich an diesem Sonntag (19. April) und am
kommenden Sonntag (26. April) feiern wollten. Wegen der „Coronakrise“ müssen wir diese
beiden Feste aber leider verschieben.
Sobald es möglich ist, werden wir aber neue Termine für Eure Erste Heilige Kommunion finden!
Am letzten Sonntag haben wir das Osterfest gefeiert; deshalb hat das Fest der Erstkommunion
auch noch ganz viel mit dem Osterfest zu tun. Heute hätten wir in unserem festlichen Kommuniongottesdienst im Dom einen Abschnitt aus dem Evangelium vorgelesen, der sich auch
eine Woche, also 8 Tage, nach dem Ostertag ereignet hat. Dieses Ereignis möchte ich Euch
hier erzählen:

8 Tage nach Ostern waren alle Freunde von Jesus zusammen. Nur einer fehlte, das war Thomas.
Die anderen Freunde hatten immer noch Angst. Weil die Soldaten und Politiker Jesus gekreuzigt
hatten.
Die Freunde schlossen alle Türen ab. Plötzlich kam Jesus. Jesus stellte sich mitten unter seine
Freunde. Er sagte zu ihnen: Friede soll mit euch sein. Dann zeigte Jesus seinen Freunden seine
Hände. Und Jesus zeigte seine Herz-Seite.
Die Freunde konnten die Verletzungen von der Kreuzigung sehen. Da freuten sich die Freunde.
Weil es Jesus wirklich war. Jesus sagte noch einmal: Friede soll mit euch sein.
Gott hat mich zu den Menschen geschickt. Damit ich den Menschen von Gott erzähle. Jetzt schicke ich euch genauso zu den Menschen. Wie das Gott bei mir gemacht hat. Ihr bekommt den
Heiligen Geist. Mit dieser Kraft bringt Friede zu den Menschen.
Später kam Thomas dazu. Jesus war wieder weg gegangen. Die Freunde sagten: Wir haben Jesus
gesehen. Thomas sagte: Das kann gar nicht sein. Jesus ist tot. Ich glaube nicht, dass Jesus da
war. Ich glaube das nur, wenn ich Jesus sehe. Und wenn ich Jesus anfassen kann mit meinen
Händen. Und wenn ich die Verletzungen von der Kreuzigung sehe.
Nach einer Woche waren wieder alle Freunde versammelt. Thomas war diesmal auch dabei. Alle
Türen waren wieder abgeschlossen. Da kam Jesus. Jesus stand wieder mitten unter seinen Freunden. Jesus sagte: Friede soll mit euch sein.
Dann ging Jesus zu Thomas. Jesus zeigte Thomas seine Hände. Thomas konnte die Verletzungen
an den Händen sehen. Jesus sagte zu Thomas: Hier sind meine Hände. Fass meine Hände mit
deinen Fingern an. Jesus zeigte auch seine Herz-Seite. Thomas konnte die Verletzung an der
Herz-Seite sehen. Jesus sagte zu Thomas: Streck deine Hand aus. Fass meine Herz-Seite an.
Dann kannst du glauben, dass ich es bin. Thomas war völlig überrascht. Thomas sagte voller
Freude: Du bist wirklich Jesus. Mein Herr und mein Gott.
Jesus sagte zu Thomas: Du glaubst jetzt. Weil du mich gesehen hast. Andere Menschen können
mich nicht sehen. Und glauben trotzdem, dass ich lebe. Diese Menschen dürfen sich freuen.
Jesus hat noch viel, viel mehr getan. Das kann man alles gar nicht aufschreiben. Aber einiges
haben seine Freunde aufgeschrieben. Damit wir auch heute glauben, dass Jesus wirklich von Gott
kommt. Dass Jesus der Sohn von Gott ist. Damit wir selber auch das Leben von Gott bekommen.
Und uns freuen. (Joh 20, 19-31)
© evangelium-in-leichter-sprache.de

„Die Freunde schlossen alle Türen ab“ und „alle Türen waren wieder abgeschlossen“, wird da
zweimal erzählt. Das hat mich an das erinnert, was wir zur Zeit auch erfahren: „Kontaktbeschränkung“, „Zuhause bleiben“, „Die Andere nicht treffen können“ „keinen Besuch bekommen“. Das ist keine besonders angenehme Zeit, aber wir wissen inzwischen, dass wir alle
damit etwas Gutes tun, wenn wir uns selbst und andere Menschen vor einer Ansteckung mit
dem Coronavirus schützen.
Warum aber hatten die Freunde von Jesus damals die Türen verschlossen und wovor hatten
sie Angst? Einige von ihnen hatten doch schon erfahren, dass Jesus auferstanden war?!
Nun, zum einen war die Hinrichtung Jesu erst einige Tage her. Seine Freunde fürchteten, dass
auch sie, die Anhänger und Freunde von Jesus, als Feinde des Landes gesucht und verurteilt
werden würden. Das konnte schon Angst machen! Deshalb haben auch sie sich eine Kontaktsperre auferlegt. Aber da erscheint Jesus unter ihnen und spricht ihnen Mut zu.
Zum anderen hatten noch nicht alle Jünger den Auferstandenen gesehen und erlebt - die
Begegnung mit Thomas macht es deutlich: es war nicht so einfach, diese neue Situation zu
verstehen!
„Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus in ihre Mitte“, so heißt es im Evangelium: Jesus
ist nicht mehr, wie vor seiner Auferstehung, an Ort und Zeit gebunden; er kann auf eine ganz
neue Weise zu den Menschen kommen. Thomas möchte sich durch Berühren mit seinen Händen davon überzeugen, dass es wirklich Jesus ist, den er da sieht. „Selig sind, die nicht sehen
und doch glauben“, sagt Jesus ihm und den Anderen später. Vielleicht sind auch wir heute
damit gemeint! Jesus ist für uns da, Mut machend mitten unter uns, über alle Zeit und alle Orte
hinaus. Auch wenn wir heute an diesem und am nächsten Sonntag wegen der Kontaktbeschränkung die Erstkommunion nicht zusammen feiern können – Jesus ist da, bei jedem von
uns und in den Familien.
Liebe Kinder, ab diesem Sonntag hängen im Dom die
Kommunionfahnen mit Euren Handabdrücken, die wir vor
einigen Wochen schon gestaltet haben. Viele Hände sind
dort zu sehen. Man kann nicht erkennen, von wem sie
sind, aber durch die Fingerabdrücke könnte man doch jeden einzelnen von Euch herausfinden. Das zeigt: auch wenn wir in einer großen Gruppe und in der ganzen Welt unzählig viele Menschen sind, so ist doch jeder einzigartig. Jeder Mensch darf so sein, wie er ist. Und jeden von
uns schaut Jesus an; jedem von uns zeigt er seine Hände
und sein Herz und sagt: „Ich bin für dich da, auch wenn
du mich nicht anfassen und begreifen kannst. Glücklich
sind die, die nicht sehen und doch glauben!“
Liebe Kinder, liebe Erwachsene, ich lade euch an diesem
Sonntag ein, symbolisch für eine gewisse Zeit am Tag die
Haustüren und Wohnungstüren weit zu öffnen und damit
deutlich zu machen, dass wir, auch wenn wir die Kontaktbeschränkungen einhalten, doch offen sind und bleiben
für unsere Mitmenschen und für Jesus, der auch zu uns kommen will mit seinem Gruß „Friede
soll mit euch sein“. Auch die großen Domtüren werden wir Sonntag weit öffnen; ihr könnt dann
ja vielleicht mal vorbei kommen und die Fahnen mit Euren Händen anschauen – in Vorfreude
auf Eure Erstkommunion. Und dann habe ich Euch noch ein Ausmalbild zum Evangelium angefügt, das Ihr bunt ausmalen könnt.
Ich wünsche Euch und allen, die diesen Brief lesen, weiterhin eine gute Zeit, die wir miteinander durchstehen, damit wir möglichst gesund bleiben und der Alltag bald wieder ganz normal
beginnen kann.

Herzliche Grüße,

Hans-Bernd Serries

www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/.content/.galleries/ausmalbilder/A_2.Sonntag_der_Osterzeit.pdf

Impuls zum Sonntag

mit Pfarrer Frank Ludger Bakenecker

Billerbeck näht gemeinsam

Billerbeck näht gemeinsam! So, nun schnell an die Nähmaschinen. Das Tragen der sog. Community-Masken wird nun dringend empfohlen. Daher haben sich die Stadt Billerbeck, die Katholische Kirchengemeinde St. Johann/St. Ludger und die Evangelische Kirchengemeinde Vom Guten Hirten zu einem gemeinsamen Aufruf entschlossen. Wir nähen gemeinsam Masken und verteilen sie dann. Zunächst müssen sie aber genäht werden, daher bitte derzeit auf Nachfragen nach fertigen Masken verzichten. Das Team Averstegge hat uns mit Rat und Tat versorgt.
Hier der Wortlaut der offiziellen Mitteilung:
Einfache Mund-Masen-Masken könnten zwar nicht wirklich die Trägerin oder den Träger vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen, aber immerhin das Gegenüber. Immer da, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, wird jetzt diese Masken-Form empfohlen, da die Tröpfen beim Niesen oder Husten einfangen und somit die Gefahr verkleinern kann. Die Bundesregierung gibt für diese sog. Community-Masken jetzt eine dringende Empfehlung aus.
Nun rufen die Stadt Billerbeck und die Kirchengemeinden dazu auf, sich an die Nähmaschinen zu setzen, und aus Stoffresten diese Masken zu erstellen. Diese sollen dann kostenlos an die Bürgerinnen und Bürger verteilt werden.
Frank Averstegge und sein Nähteam haben in den vergangenen Wochen einige Einrichtungen mit Masken versorgen können. Nun tritt aber auch in seiner Firma der Arbeitsalltag wieder ein, sodass er Anfragen oder Anrufe zum Thema Masken nicht mehr entgegen nehmen kann. Er stellt aber alle Unterlagen zur Verfügung und beteiligt sich in kleinerer Aufstellung auch an der stadtweiten Näh-Aktion.
Jetzt sollen aber möglichst viele der Billerbeckerinnen und Billerbecker versorgt werden. Das Schnitt-muster, das Frank Averstegge und sein Team nutzen und von ihnen selbst entwickelt wurde, steht auf der Internetseite der Stadt Billerbeck und auf der Facebook-Seite zum Herunterladen bereit.
Natürlich gibt es auch im Netz vielfältige andere Anleitungen, die als Vorlage genutzt werden können.
Als Stoff eignet sich vor allem Baumwolle und Leinen. Wer noch Stoff zu Nähen benötigt, kann diesen über das Atelier Averstegge, Lange Straße, erhalten.
„Es wäre schön, wenn möglichst viele Näherinnen und Näher sich an dieser Aktion beteiligen würden“, wünscht sich Bürgermeisterin Marion Dirks. So könnten sich viele Billerbeckerinnen und Billerbecker mit dieser Maske eindecken. Sie bittet aber um Geduld. „Zunächst müssen ja die Masken genäht werden, bevor sie verteilt werden können“. Daher sollte zum derzeitigen Zeitpunkt von Anfragen abgesehen werden. Es gibt auch keinen Anspruch, eine Maske zu bekommen. Je mehr mitmachen, desto mehr Masken können verteilt werden.
Wer fertig genähte Masken abgeben möchte, kann dies während der Öffnungszeiten des Rathauses im Bürgerbüro tun ( vorerst bitte noch ans Fenster klopfen). Es wäre schön, wenn für ein späteres Dankeschön Name und Adresse angeben werden könnten.
Die Katholische Kirchengemeinde St. Johann/St. Ludger wirbt für diese Aktion in all ihren Gruppierungen und macht diese bekannt.
Das Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Vom Guten Hirten an der Ludgeristraße steht dienstags - freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr ebenfalls als Annahmestelle zur Verfügung. Auch hier werden sich die verschiedenen Gruppen beteiligen.
Die Stadt übernimmt dann die Verteilung der Masken. Die Ausgabemodalitäten und Ausgabestellen werden dann zeitnah bekanntgegeben, sobald die ersten Masken fertig sind.
Es kann natürlich auch jeder für seine Familie oder seine Nachbarschaft nähen und sich in dieser Form an der stadtweiten Aktion „Billerbeck näht gemeinsam“ zu beteiligen.
Die Stoff-Masken sollten möglichst täglich bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Es geht natürlich auch kochendes Wasser im Kochtopf, ist der Tipp von Frank Averstegge. Wichtig ist auch, dass diese nur an den Bändern berührt, entsprechend angelegt und abgenommen werden. Die elementaren Hygieneregeln sind dabei weiterhin zu beachten – so beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten, nicht ins Gesicht fassen. Eine Pflicht, diese Stoffbarrieren zu tragen, gibt es jedoch derzeit nicht.

Hier finden Sie die Anleitung:

Impuls zum abendlichen Glockengeläut am Freitag, dem 17. April 2020

Liebe Mitchristen,
mit Ostern ist man nicht einfach fertig! Die Osterbotschaft ist so unfassbar und vielschichtig, dass sie immer wieder neu mit anderen Worten beschrieben werden muss. Deshalb gibt es auch so unterschiedliche biblische Berichte über die Ostererfahrungen, manche widersprechen sich gar.
In dieser besonderen Osterwoche, der Osteroktav, hören bzw. lesen wir jeden Tag eine andere Ostererfahrung der frühen Christen. Heute wird uns die Sicht des Evangelisten Johannes angeboten: 

EVANGELIUM Joh 21, 1-14
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes                                                                
In jener Zeit
1offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
2Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
6Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
7Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
8Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
10Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
11Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
12Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
14Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
 

Für das heutige Evangelium fand ich einen sehr ansprechenden Kommentar im kirchlichen Gebetbuch, dem sogenannten ‚Schott-Messbuch‘, der sehr schön, diese Ostererfahrung deutet:
‚Die Auferstehung Jesu war nicht Produkt des Glaubens oder der Hoffnung seiner Jünger. Diese waren Realisten und gingen wieder ihrer Arbeit nach. Jesus erscheint ihnen als ein Fremder, der Hunger hat. Dann aber ist er es, der ihren Fischfang gelingen lässt, ihnen zu essen gibt und ihren Glauben neu begründet. Nicht den Glauben an einen wieder belebten Leichnam, sondern den Glauben an „den Herrn“ (V. 7.12). Sein Leib ist nur so weit irdisch, als er es sein muss, um mit den Jüngern Verbindung und Gemeinschaft zu haben. Er ist zugleich so göttlich-geistig, dass er unbegrenzte Möglichkeiten hat, sich denen mitzuteilen, die bereit sind, ihn aufzunehmen: im Wort und im heiligen Mahl.‘
In seinem Wort können wir ihm heute schon begegnen, hoffentlich dann bald auch wieder im gemeinsamen Mahl in unseren Kirchen!

Weiterhin gesegnete Ostertage
wünscht Ihnen und Euch
Thorsten Wellenkötter, Diakon

Besinnung für den Donnerstag der Osteroktav

+ Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 24, 35-48) 
„Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, 35erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.  36Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
37Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
38Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel auf-kommen?  39Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst….
45Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.  46Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,  47und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. 48Ihr seid Zeugen dafür.“


Eine ganze Woche lang feiert die Kirche das Osterfest wie einen einzigen Tag. So unbegreiflich ist der österliche Beginn unseres Glaubens, dass wir Zeit brauchen, ihn zu „er-innern“, ihn im wahrsten Sinne des Wortes nach innen fallen zu lassen. Wir brauchen Zeit, uns an all die Liebe zu erinnern, mit der Gott seiner Welt inwendig nahe ist von Anfang an – und das auch in der Zeit der Coronapandemie. Wir brauchen die Erinnerung an seine Treue, um Jesu Auferstehung glauben zu können.
Ein jüdisches Sprichwort sagt: „Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung.“ Im Evangelium ist es der Auferstandene selbst, der den verängstigten Jüngern seinen Tod und seine Auferstehung im Licht des Alten Testaments deutet.
Warum ist „die Schrift“, warum ist die Erinnerung an sie so wichtig? Weil die Ungeheuerlichkeit der Auferstehungsbotschaft nur so eine Chance hat! Wer sich erinnert, was in der Heiligen Schrift von Gott erzählt wird, wer sich erinnert, wie sehr Gott uns Gutes will und in Treue zu seinen Verheißungen steht, wer sich erinnert, wie leidenschaftlich Gott uns Menschen nachläuft, der beginnt zu ahnen, dass selbst das Schicksal Jesu kein Widerspruch zu Gott sein kann. Jesus hat Gott verkündet, wie er wirklich ist, und endete trotzdem – oder gerade deswegen – am Kreuz. Doch wer ernst nimmt, wie die heilige Schrift Israels von Gott redet, der lernt zu verstehen, dass Jesus und seine Rede von Gott nicht verloren sein kann, dass am Ende nichts und niemand verloren sein kann – noch nicht einmal im Tod! Wer die Schrift Israels, wer den Gott Israels erinnert, der kann gar nicht anders: er wird an die Auferstehung glauben müssen!
„Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung!“ Dieses Wort gilt darum auch der heiligen Schrift unseres eigenen Lebens, der Liebesgeschichte Gottes mit uns selbst. Wer Gottes Nähe und seine unverbrüchliche Treue in der Geschichte seines eigenen Lebens zu entdecken beginnt, wer ihre Goldkörner einsammelt und staunend erinnert, der wird neu in seiner Beziehung zu Gott und aus Vertrauen leben lernen.
Auch wenn das Leben bisweilen schwer ist, schmerzhaft, verwirrend und unverständlich: Gott ist ge-genwärtig. Das ist die Botschaft der Schrift und die Botschaft von Ostern.

Und so dürfen wir beten: Gott. Deine Treue hat Jesus aus dem Tod gerettet. Sie ruft auch uns in die Herr-lichkeit des neuen Lebens. Lass diese Zuversicht in unser ganzes Leben dringen. Lass diese Freude aus unseren Taten strahlen. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

Zurück in den Garten

Vom Paradies zum Ölberg

von Thomas Kröger nach einer bibl. Typologie von P. Martin Linner SJM Das Frühlingswetter lädt zur Gartenarbeit ein. Jeder, der einen Garten hat, weiß: Hier gibt es ständig etwas zu tun. So bleibt es nicht aus, dass viele Sprüche über Gärten und Gartenarbeit existieren. Erst heute ist mir dieser begegnet: „Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht, sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.“ Jürgen Dahl Natürlich musste ich sofort an meinen Garten denken. Gerade blühen die Tulpen, an denen ich mich erfreue. Doch dann schweiften meine Gedanken zu den Gottesdiensten der letzten Tage. Auch wenn die äußeren Umstände sicherlich anders waren, der Inhalt und die Texte der Liturgien bleiben doch stets dieselben. Ein Bibeltext aus der Osternacht ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis. Wir kenne sie alle, die Geschichte von der Erschaffung der Welt und den Garten, indem Gott Adam und Eva setzte: Das Paradies. Am Gründonnerstag ist Jesus kurz vor seiner Verhaftung ebenfalls in einen Garten gegangen, in den Garten Getsemani. Im Garten begann die Sünde. - Im Garten begann sein Leiden. Im Garten wurde zerstört. - Im Garten wurde nun wiederhergestellt. Getsemani, dieses hebräische Wort heißt übersetzt Ölpresse. Aus Jesus wurde gleichsam sein Leben ausgepresst, er gibt alles. Im Ölgarten schwitzte er Blut. Er gab alles hin. Und mir scheint, als würde er sich hier schon als Gärtner offenbaren, so wie er sich auch Maria Magdalena bei der Auferstehung zunächst als Gärtner zu erkennen gab. Christus ist der Gärtner, der den Paradiesgarten Eden wiederherstellt. Ja, Garten heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unerwarteten. Foto: pexels

Impuls zum Glockenläuten am Dienstag der Osteroktav 14. April 2020

von Pfarrer Frank Ludger Bakenecker

Osterlachen 

„Wir wollen alle fröhlich sein in dieser östlichen Zeit,
denn unser Heil hat Gott bereit..“, so singen wir in diesen Osterwochen.

Manchem Christen fällt es schwer – nicht nur in dieser Zeit der Krise und Bewährung –mit der Botschaft von Ostern, von einem Leben in Fülle, froh und glücklich zu sein. Das oben zitierte Lied befindet sich in unseren Gesangbüchern unter der Nummer 100 bzw. 326 und ist im „Dreivierteltakt“ komponiert, dem „Walzer-Rhythmus“.

In einigen katholischen Regionen ist es Tradition, dass der Pfarrer während der Ostermesse in der Predigt die Gemeinde zum Lachen bringt. So soll durch das Osterlachen die Osterfreude zum Ausdruck kommen. Es soll die Überlegenheit und der Sieg über den Tod symbolisiert werden, der sich an Christus „verschluckt“ hat und der Lächerlichkeit preisgegeben ist. 

Keinen Witz, aber ein durchaus zum Schmunzeln bringendes Gedicht – oder vielmehr das Osterbekenntnis eines Jugendlichen -bringt mich in diesen Tagen zum Lächeln ????:

„Gott ist cool und Gott ist nett, drum geh ich mit `nem Gebet ins Bett.
Wenn ich Gott brauch, dann ist er da, schneller als der Pfarrer war.
Gott ist mal da und auch mal dort, aber er ist niemals fort.
Ich kann sterben und er nicht, drum überlebt er mein Gedicht“.
(aus CiG Nr. 15 S.164)


Vielleicht haben Sie ja Lust heute Abend zum Osterfestgeläut auf das Lied „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser östlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit..“ einen Walzer zu tanzen ????.

7. Brief an die Gemeinde

Billerbeck, Ostermontag 13. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser dieses Briefes,
(dem siebten, den ich in der Zeit der Coronakrise schreibe),
heute ist Ostermontag. Vor einigen Wochen, als die Kontaktbeschränkungen in Kraft traten und damit auch klar war, dass
wir an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste feiern können, war das für uns als Seelsorger, für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde, für den Pfarreirat und für sehr viele Menschen hier bei uns irgendwie
kaum vorstellbar. In Billerbeck, im Kreis Coesfeld, im Bistum Münster, in Deutschland und Weltweit entstanden aber beeindruckend viele Ideen und ein internationales Netz (ein Internet) der Verbundenheit durch Impulse, Gottesdienste, Anregungen, Filme und Bilder. Das alles hat mir deutlich gemacht: Das Leiden, das Sterben und die Auferstehung Jesu wird
nicht vergessen und fällt nicht aus.
„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat“, singen wir in dieser Osterzeit, und „das ist der Tag, den Gott gemacht, der
Freud in alle Welt gebracht…“. Ja, die vergangenen Tage, dieser heutige Tag und auch die kommenden Tage und Wochen
der Osterzeit sind „der Tag, den Gott gemacht hat“, und deshalb liegt es gar nicht in unserer Macht, ihn ausfallen zu lassen;
und auch ein Virus und eine Pandemie können diesen großen Tag, den Gott gemacht hat, nicht besiegen oder verdrängen.
Und deshalb haben wir in der vergangenen Woche auch hier bei uns in der Gemeinde diesen „Tag den Gott gemacht hat“
gefeiert, zum Teil leider nur in ganz kleinen Kreisen im Dom, aber wir haben uns bemüht, durch die Gestaltung unserer
Kirchen und durch vielfältige Angeboten die ganze Gemeinde mit einzubeziehen.
Für mich war es ein überwältigendes Ostergeschenk, dass ich trotz vieler Traurigkeit und dem Gefühl, dass uns etwas
ganz Wichtiges fehlt in diesen Tagen, am Palmsonntag, am Gründonnerstag, am Karfreitag, am Karsamstag und gestern,
am Ostersonntag viele, viele Menschen vor allem im Dom und vor dem Dom getroffen und gesprochen habe [– immer mit
dem gebührenden Abstand natürlich]. Ich war jeden Tag mehrere Stunden im Dom und konnte bei vielen Begegnungen
die österliche Freude und Hoffnung entdecken und vielleicht auch weiterschenken, die in den Gottesdiensten leider fehlte.
Dafür bin ich sehr dankbar!
Dankbar bin ich auch allen, die mitgeholfen haben, dass unsere Kirchen, in diesem Jahr besonders unser Dom, zu Orten
wurden, die durch die Gestaltung dem Geheimnis der einzelnen Tage jeweils einen starken Ausdruck gaben; vor allem
danke ich unserem Küsterteam, Herrn Jacobs, Frau Dresemann und Frau Reinert, die dafür gesorgt haben und Frau Ulrike
Ahlers, die den wunderbar-österlichen Blumenschmuck in den Kirchen gestaltet hat.
Es hat mich sehr gefreut, dass zwei Ideen Realität geworden sind: Im Dom waren durch viele Fotos, Bilder und Namensschilder enorm viele Menschen präsent und außerhalb des Domes haben Viele in unserer Stadt und auch in den Außenbereichen Fahnen herausgehängt und somit „Flagge gezeigt“ für das Fest der Auferstehung des Herrn. Danke auch dafür!
Und dann noch eins: Der Verkauf von Osterkerzen für Zuhause war bei uns in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. Den Bestand an Kerzen in verschiedenen Größen, den wir in den vergangenen Jahr in den zwei Wochen vor Ostern
verkauft haben, hatten wir in diesem Jahr am Palmsonntag in zwei Stunden (!!) verkauft. Am Montag der Karwoche ist
unser Küster Bernd Jacobs eigens nach Hopsten gefahren um Nachschub zu beschaffen, der dann aber auch bis zum
Gründonnerstag restlos ausverkauft war.
In der Osternacht bei der Weihe der Osterkerze für unsere Kirchen haben ich gebetet: „Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen“. Wenn ich mir vorstelle, in wie vielen Häusern in
diesen Tagen die Osterkerzen jetzt leuchten und wie viele Menschen dieses Licht auch in unseren Kirchen sehen und
holen, dann wünsche ich all diesen Menschen, dann wünsche ich Ihnen und uns allen in dieser Osterzeit, die wohl auch
noch weiterhin vom Coronavirus bestimmt sein wird, dass das Licht des Auferstandenen das Dunkel in unseren Herzen
vertreibt, damit wir Kraft und Geduld haben, die Herausforderungen dieser Zeit in seinem Licht zu betrachten, sie anzupacken und das zu tun, was uns möglich ist.
Und nun füge ich einfach noch ein paar Fotos an, die das Geschehen der vergangen Heiligen Woche wunderbar wiederspiegeln.


Herzliche Grüße
Ihr und Euer

Hans-Bernd Serries, Propst

Ostergruß aus Billerbeck

zum Hochfest der Auferstehung des Herrn

Friedensgebet am 13. April 2020 am Ostermontag


Liebe Mitchristen, Ostern ist ein besonderer Feiertag, Christus ist für uns da, Alleluja.
Wir entzünden die Osterkerze und beginnen mit dem Kreuzzeichen:

Beten wir mit den Versen des Psalms 25:
Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils.
Auf dich hoffe ich Tag und Nacht.
Gedenke deines Erbarmens, Herr, und der Taten deiner Gnade; denn sie bestehen seit
Ewigkeit!
Gedenke nicht meiner Jugendsünden und meiner Frevel!
Nach deiner Huld gedenke meiner, Herr, denn du bist gütig!
Der Herr ist gut und redlich, darum weist er Sünder auf den rechten Weg.
Die Armen leitet er nach seinem Recht, die Armen lehrt er seinen Weg.
Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse
wahren.
Um deines Namens willen, Herr, vergib meine Schuld, denn sie ist groß!
Wer ist der Mensch, der den Herrn fürchtet?
Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.
Dann wird er wohnen im Glück, seine Nachkommen werden das Land besitzen.
Der Rat des Herrn steht denen offen, die ihn fürchten,
und sein Bund, um ihnen Erkenntnis zu schenken.
Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz.
Wende dich mir zu und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und arm!
Ängste haben mein Herz gesprengt, führe mich heraus aus meiner Bedrängnis!
Sieh meine Armut und Plage an und nimm hinweg all meine Sünden!
Sieh meine Feinde, wie zahlreich sie sind, mit welchem tödlichen Hass sie mich hassen!
Erhalte mein Leben und rette mich, lass mich nicht zuschanden werden!
Denn ich habe mich bei dir geborgen.
Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, denn ich hoffe auf dich.

Unsere Osterkerze brennt als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen, deren Leben durch
ungeahnte Wendungen immer wieder aus der Bahn geworfen wurde.
Was für ein durchkreuztes Leben für Jesu Mutter Maria! Schon die Prophezeiung am Beginn
ihrer Schwangerschaft mit Jesus ist etwas Besonderes. Dann die Geburt unter widrigen
Umständen. Bei der Darstellung im Tempel geraten gleichzeitig ein Seher und eine Prophetin,
Hanna und Zacharias, so aus dem Häuschen, dass sie vor allem Volk in Lobeshymnen über dieses
Kind ausbrechen. Dann das knappe Entkommen auf der Flucht nach Ägypten. Dann die
Eskapaden des kleinen Jesus, als er einfach im Tempel bleibt und Weisheiten von sich gibt,
während Maria ihn verzweifelt sucht. Später zieht Jesus mit seinen Gefolgsleuten durch Israel
und bringt die geistliche und politische Führung gegen sich auf. Durch nichts ist er zu bremsen.
Auch da ist Maria bei ihm. Maria steht zu ihrem Sohn und dem, was er macht: Was er euch sagt,
das tut. Oder bei ihrer Begegnung mit Jesus während des Kreuzwegs, als sie ihn nicht kurz
umarmen und halten kann. Dann steht sie unter dem Kreuz ihres sterbenden Sohnes und erlebt,
wie er ins Grab gelegt wird. Und dann ist auch noch das Grab leer, der Ort für ihre Trauer! Was
für ein durchkreuztes Leben! Aber ihre Liebe zu Jesus hört nicht auf.
Herr, unser Gott, wir bitten Dich gerade an Ostern, dass Du den Menschen Trost schickst, die
das Gefühl eines ähnlich durchkreuzten Lebens wie Maria empfinden. Lass uns fähig und für
sie hilfreich sein, dass sie Deine Botschaft als Stütze für ihr weiteres Leben auch durch uns
erfahren.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr, erhöre uns, Herr, erhöre uns
Unsere Osterkerze brennt auch für unsere eigene Bereitschaft zum Einsatz für den Frieden. Wir
können ihn mitgestalten, wenn wir bei uns selbst beginnen
Am heutigen Tag erleben wir, dass Christus unerkannt unter uns ist. So ist es auch bei den
Jüngern auf ihrem Weg nach Emmaus. Sie erkennen ihn nicht. Sie wissen noch nicht, dass seine
Botschaft von der Gottesliebe, der Nächstenliebe und der Liebe zu uns selbst den schauerlichen
Tod am Karfreitag überlebt hat. Aber die Jünger spüren beim abendlichen Brotbrechen plötzlich,
dass Jesus bei ihnen ist. Sie erkennen das Brotbrechen als Zeichen seiner Liebe, seiner
Gegenwart und seines Friedens. So feiern wir heute Jesu Vermächtnis im Brotbrechen. Gerade
an Ostern feiern wir mit allem Pomp dieses großartige Ereignis, dass Jesu Botschaft, deretwegen
er gekreuzigt wurde, zu uns übergekommen ist. Das ist einerseits ein Grund zum Jubeln,
andererseits eine Verpflichtung, wenn wir diese Botschaft ernst nehmen.
Herr, öffne meine Augen, öffne meine Ohren, öffne mein Herz für Dich, für die Familie, für die
Nachbarn. Gib mir die richtigen Worte und das richtige Verhalten, damit ich ihnen wirklich
zuhöre, damit ich sie offen ansehen kann, dass ich mit ihnen fühlen kann. Gib mir Toleranz
ihnen gegenüber. Gib mir Geduld, damit ich sie besser verstehe und sie annehme, wie sie sind.
Nur so kann ich dank Deiner Botschaft durch viele kleine Schritte zum Frieden beitragen.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr, erhöre uns, Herr, erhöre uns
Unsere Osterkerze brennt auch für uns. Im Internet kursiert das Bild eines kleinen Kindes, das
Gott anfleht: Herr, deinstalliere das Jahr 2020 und installiere es neu, es hat einen Virus.
Im Augenblick sind wir in einer besonderen Lebenssituation. Ein Virus hat uns im Griff. Unser
öffentliches Leben ist stark eingeschränkt. Wir sind auf uns, auf unsere Familie beschränkt. Nur
eingeschränkt können wir mit Nachbarn, mit Geschäftsleuten direkten Kontakt halten. Freunde
sind nur über Telefon oder E-Mails ausführlich zum Gedankenaustausch zu erreichen. Der
verstehende Blick, mit dem wir Stimmungen erfassen könnten, fehlt. Wir sind auf Lesen von
Mitteilungen und Hören von Telefonbotschaften angewiesen Das schränkt das Verständnis und
das Verstehen sehr ein. Wir fühlen uns fast abgeschnitten.
Auf dem Weg nach Emmaus ist Jesus bei den beiden Jüngern. Auch sie fühlen sich abgeschnitten
von ihrem Meister, von seiner Botschaft, von seinem Beispiel. Aber: ER lässt sie nicht allein in
ihren Fragen, in ihren Zweifeln, in ihrer Hoffnungslosigkeit, in ihrer Niedergeschlagenheit, in
ihrer Enttäuschung, in ihrer Verzagtheit, in ihrem Seelenschmerz, nein, ER teilt mit ihnen ihr
Schicksal. Er rügt das ständige Fragen nach dem „Warum“ nicht, er lässt das alles zu. ER hört
ihnen einfach zu und löst so ihre Beklemmung.
Herr Jesus, Du hast uns in Deinem irdischen Leben Bespiele gegeben, wie wir mit Menschen
verkehren sollen. Lass uns dieses Beispiel Ansporn und Aufforderung sein, es im Kleinen
nachzuvollziehen. Verleihe uns dazu die Kraft, den Mut und das Vermögen.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr, erhöre uns, Herr, erhöre uns
Unsere Osterkerze brennt auch dafür, dass in der Natur – bedingt durch die Corona-Pandemie –
der Himmel wieder klarer geworden ist. In Indien können Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben
Schäfchenwolken am Tageshimmel sehen und in der Nacht den Sternenhimmel bewundern.
Viele Menschen auf unserem Planeten können tief durchatmen und die Wohltat der klaren
frischen Luft spüren.
Wir bitten Dich: Möge diese Erfahrung in schlimmer Zeit uns mit Hilfe des Heiligen Geistes die
Einsicht bringen, dass wir Menschen dafür verantwortlich sind, dass wir unsere gemeinsame
Erde in Zukunft unter Beachtung aller natürlichen Kreisläufe nutzen müssen. Dass wir unseren
Konsum reduzieren können, ohne uns wirklich einschränken zu müssen. Dass wir unsere
Einkäufe dem Bedarf anpassen. Dass wir unsere Bequemlichkeit aufgeben und das Auto
stehenlassen, wenn es möglich ist. Dass wir so ein wenig zum Frieden und Wohlstand für alle
auf der Erde beitragen können.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr erhöre uns, Herr erhöre uns
Jesus ist zum Tode verurteilt worden, weil er Regeln für menschliches Zusammenleben und
religiöse Bräuche hinterfragte und religiösen wie politischen Führern ihre Scheinheiligkeit
verdeutlichte. Jesus sagte eindeutig: Der Sabbat ist für die Menschen da, nicht der Mensch für
den Sabbat.
Unsere Osterkerze brennt dafür, dass wir die Botschaft Jesu in ihren Kernaussagen unverfälscht
weiter erhalten und weitergeben. Gerade in der Jetztzeit, in der Risse innerhalb der Gemeinde
und zwischen Gemeinde und Amtskirche aufbrechen, wollen viele Menschen als Gemeinde die
Karfreitags-Erstarrung der Amtskirche in eine Oster-Erneuerung überführen. Steine müssen
weggerollt werden, bislang revolutionär erscheinende Gedanken zu Liturgie, religiösen
Symbolen und Gebeten dürfen nicht mehr abgewiesen werden. Für diese Erneuerung müssen
wir eine Sprache finden, die würdevoll, aber nicht einfach nur fromm daherkommt, sondern
Frauen und Männer jedes Alters, Kinder und Jugendliche besonders, in ihrer Lebenswirklichkeit
erreicht.
Herr, viele Gebräuche, Gebete und Sprachwendungen im kirchlichen Leben haben für viele
Menschen ihren Sinn verloren. Wir suchen hier dringend eine Sprache und
Gottesdienstformen von heute. Verleihe uns sprachliche Klarheit und Augenmaß, aber auch
Standhaftigkeit, damit wir die Botschaft, die Jesus uns als Glaubensgrundlage geschenkt hat,
in der rechten Weise aufnehmen und vermitteln können.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr, erhöre uns, Herr, erhöre uns
Unsere Osterkerze brennt für die Menschen in Bedrängnis, sowohl der von außen auferlegten
als auch der von innen kommenden.
Auch dazu kursiert ein Video im Internet. Man sieht die Hände einer Person, ein Schreibpult und
viele Buchstaben. Die Person schreibt an Gott eine Botschaft, aber über die Anrede „Lieber
Gott“ kommt sie nicht hinaus. Nach „ich weiß nicht“, „ich kann nicht“, „wie soll ich?“ wirft sie
einfach ungeordnet alle Buchstaben auf das Pult.
Eine kurze Pause. Dann werden alle Buchstaben ohne Zutun einer Hand weggeräumt, und
geordnet entsteht die Botschaft: Ich verstehe dich, ich liebe dich. Unterschrift Gott.
Unsere Osterkerze brennt als Zeichen dafür, dass wir unsere Bitten immer an Gott richten
können. Das kann öffentlich vor der Gemeinde als auch in stillem Gedenken sein.
Pause
Herr, unser Gott, unsere Bitten sind sehr vielfältig. Wir haben Deinen Beistand im Heiligen
Geist bitter nötig. Gott, gib uns die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern
können, den Mut, Dinge zu ändern, die wir ändern können, und die Weisheit, das eine vom
anderen zu unterscheiden.
Herr, erhöre uns, erhöre uns, Herr, erhöre uns, Herr, erhöre uns
Unsere Osterkerze brennt zum Dank für die Erneuerung unseres eigenen Verhältnisses zu Gott.
Ostern liegt in einer Zeit, in der in der Natur nach dem Winter alles wieder neu anfängt. Es ist
wie mit Karfreitag und Ostern. Die Erschlaffung während des Jahres findet am Karfreitag ihren
Abschluss, der alte Mensch wird beerdigt. Zu Ostern feiern wir die Erneuerung des Neuen
Bundes mit Gottes Botschaft.
Als Gemeinde des Neuen Bundes sind wir mit vielen Menschen vereint. Dafür hat Jesus uns sein
Gebet geschenkt. Beten wir es jetzt zum Dank mit allen, die ebenso beten, für alle Menschen.
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde Dein Name;
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen
Der Herr behüte und beschütze uns. Er verleihe uns Einsicht zum Erkennen, Mut zum
Entscheiden, er segne unser Handeln. Dafür erbitten wir den Segen Gottes +
Bleibt zuversichtlich im Licht von Ostern!
Lebt in Frieden mit anderen.
Schützt ihre und eure Freiheit.
Verzichtet auf Hass und Feindschaft.
Beantwortet Gewalt nicht mit Gegengewalt.
Gefährdet nicht leichtsinnig euer Leben, ebenso wenig das Leben anderer.
Auf viele Arten kann man Leben zerstören.
Hinterlasst den Kindern eine Welt, in der sie leben können.

Ostern tagesaktuell

In der Frühe des Ostertages wird, leider ohne Beteiligung der Öffentlichkeit, ein kleines Osterfeuer gesegnet, an dem dann die Osterkerzen unserer Kirchen entzündet werden; danach wird im Dom die Feier der Osternacht stattfinden.
Am Ostertag wollen wir die Freude über die Auferstehung Jesu mit allen Menschen in Billerbeck teilen. Dazu werden am Ostersonntag von 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr alle Billerbecker Kirchenglocken die Osterfreude verkünden und das übrigens in ganz NRW.
Unsere Pfarrkirche St. Johann ist von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
Um 10 Uhr wird im Dom die Messe am Ostertag gefeiert, zu der die Türen leider auch noch verschlossen bleiben müssen. Danach, gegen 10.45 Uhr öffnet auch der Dom und in beiden Kirchen kann dann das Osterlicht von der Osterkerze gerne auch nach Haus geholt werden.
Im St.-Ludgerusstift feiern wir ebenfalls für die Bewohner um 10 Uhr eine österliche Festmesse. Die Kapelle ist aber auch nicht zugänglich.

Wir möchten für das Osterfest in Billerbeck aber möglichst Viele zu dieser Aktion einladen: In unserer Stadt kann man es im Laufe des Jahres aber immer wieder sehen: Fahnen und Flaggen werden an den Häusern und in den Straßen aufgehängt. Damit drücken wir aus: Heute ist etwas Besonderes, manche wollen durch diese Aktion z.B. ihre Fußballvereine unterstützen und sich als Fußballfan bekennen; andere feiern Schützenfest, Nachbarschaftsfest, Erstkommunion, Hochzeit …
Da wir uns nun zu Ostern weder privat noch in den Gottesdiensten treffen können, haben evangelische und katholische Christen gemeinsam überlegt, in diesem Jahr auch der Osterfreude in Form von Fahnen, Bannern und Flaggen an den Häusern Ausdruck zu verleihen.
Dazu können die Fahnen aufgehängt werden, die es Zuhause schon für die verschiedenen Anlässe des Jahres gibt oder man kann sie in den Tagen vor Ostern ja auch noch mit großen Tüchern individuell gestalten, z.B. mit christlichen Symbolen, wie einem Kreuz mit Sonnenstrahlen oder ein „PX“ als Zeichen für Jesus Christus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Hängen Sie Ihre Flaggen, Fahnen oder Wimpel doch bitte ab dem Ostermorgen vor das Haus, in einen Baum oder in ein Fenster, so dass unsere Stadt vielleicht ein „Fahnenmeer“ wird und viele Menschen das dann am Ostersonntag und Ostermontag beim Spaziergang, natürlich mit gebührendem Abstand, auch sehen können!
Am Abend des Ostertages, wenn sonst viele Menschen zu den Osterfeuern zusammenkommen würden, werden um 19.30 Uhr wieder die Domglocken läuten und ab dann auch wieder täglich abends zur Besinnung und zum Gebet einladen.

Impuls am Karfreitag

mit Diakon Thorsten Wellenkötter

Gedanken zum Karfreitag

Ich habe IHN getragen

Tausende Menschen strömen an mir vorbei. Zwei Männer bleiben stehen. „Das muss er sein“, sagt einer, „den muss der Meister gemeint haben.“ Sie binden mich los. Einige Umstehende haben Einwände, aber der Mann, der mich losgebunden hat, sagt: „Der Herr bedarf seiner.“ Komisch, aber sie lassen uns plötzlich ziehen. Dann stehen wir vor dem Meister, den die Männer auch Jesus nennen. Er sieht mich freundlich an, mich sieht er an! Dann wendet er sich den Männern zu: „Hat der Esel auch einen Namen?“, fragt er. Ich wundere mich, danach hat noch nie jemand gefragt. Die Männer schütteln den Kopf. „Nun denn, ich nenne dich Molus“, sagt Jesus und steigt auf meinen Rücken. Dann folgt ein unglaublich triumphaler Einzug nach Jerusalem. Ich trage Jesus. Die Menschen sind aus dem Häuschen. „Hosianna, Hosianna“, schreien sie immer wieder. Sie haben Palmen in den Händen und jubeln ihm zu wie sie es bei Königen tun. Mehr habe ich nicht mitbekommen, ich werde zu meinem Herrn, einem römischen Hauptmann zurückgebracht.
Nur wenige Tage später nimmt mich der Bursche meines Herrn wieder mit nach Jerusalem. Wieder so ein Spektakel! Aber es klingt ganz anders. Unheil liegt in der Luft. Plötzlich sehe ich diesen Jesus. Er steht dort vor dem römischen Statthalter. Seine Hände sind gebunden. Kein Triumphator mehr, aber dennoch strahlt er eine unantastbare königliche Würde aus. Wie kann das gehen? Später sehe ich ihn wieder. Er trägt eine Krone aus Dornen, das Blut läuft ihm übers Gesicht. Die Menschen, ich erkenne einige Hosiannarufer wieder, schreien heute: „Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!“ Ich werde fortgeführt, mein Mitleid mit Jesus ist groß. Ich verstehe den Wandel der Stimmung vom Jubel zur greifbaren Boshaftigkeit nicht. Die Menge zieht nach Golgatha, zum Berg hinauf. Jesus ist vorne, ich sehe ihn wieder. Man hat ihm sein eigenes Kreuz auf die Schultern geladen. Meine Last heute ist dagegen leicht. Ich trage einen Krug mit Wasser, einen Krug mit Essig und einen mit Wein. Das Gejohle und Getöse um mich herum ist unglaublich laut. Plötzlich wird es still. Jesus stoppt. Eine Frau am Wegrand sieht ihn an, sie und andere Frauen weinen. Wahrscheinlich ist eine von ihnen seine Mutter, denke ich. Schon wird Jesus weitergeschubst. Er stürzt, er wird es nicht schaffen, denke ich. Plötzlich hilft ihm jemand, das Kreuz zu tragen. Tut er aus Mitleid oder wird er gezwungen? Ich weiß es nicht. Jesus wird angetrieben, verhöhnt und verspottet. Aber halt, wieder hat jemand Mitleid, wieder eine Frau. Sie reicht ihm ein Tuch, mit dem sich Jesus Tränen, Schweiß und Blut abwischen kann. Welche eine kleine Wohltat, vor allem die Zuwendung! Es geht weiter bis zum Berg, dort wird die Kreuzigung stattfinden, das habe sogar ich begriffen. Warum hilft denn niemand? Wo sind sie, die Gefährten, die Geheilten, die Getrösteten? Nur zwei Menschen, ein Mann und eine Frau bleiben bei Jesus, die ganze Zeit. Sie stehen auch unter dem Kreuz. Sie halten das Leiden mit aus.
„Mich dürstet“, ruft Jesus. Jemand kommt zu mir, nimmt den Krug mit Wein oder Wasser, oh nein, nimmt den Krug mit Essig, beträufelt einen Schwamm, zieht ihn auf einen Stecken und reicht ihn Jesus. Ich stoße einen lauten Klageruf aus, es ist nicht zum Aushalten, ich schreie noch einmal. Da wendet sich Jesus mir zu, sieht mich an, und ich weiß, er meint mit seiner Erlösungstat nicht nur die Menschen, sie schließt alle Kreaturen mit ein. Da ist etwas Größeres im Spiel, ich werde es wohl nicht begreifen.
Wieder ein Ruf, diesmal von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wie schrecklich! Dann aber: „Es ist vollbracht!“ Das verstehe ich wieder. Dieser Jesus hat das Leid der Welt, die Ungerechtigkeiten, den Verrat und die Schmerzen geteilt, sogar mit mir. Es ist vollbracht, tönt es in meinen langen Ohren nach, ja, es ist vollbracht!
Plötzlich wird es dunkel. Vom Tempel höre ich ein ungewohntes Geräusch. Es bleibt eine Weile finster. Ich höre meinen Hauptmann sagen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“ Ich glaube ihm.

Christa Johanna Gundt

Karsamstag tagesaktuell

Am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe des Herrn, ist unsere Pfarrkirche St. Johann von 9 Uhr bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet.
Im Dom findet um 8 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit das liturgischen Morgengebet vom Karsamstag – die sog. Karmette – statt. Um 9 Uhr wird der Dom dann bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet vor dem Kreuz geöffnet sein.
Im Dom besteht die Möglichkeit, frühmorgens an der Feier Osternacht und am Ostersonntag um 10 Uhr „virtuell“ dabei zu sein, und zwar mit einem selbst gemalten Bild, mit einem Foto (Selfie) einzeln oder als Familie, oder einem Blatt mit dem persönlichen Namen.
Die Bilder und Namensschilder können am heutigen Karsamstag bis 17 Uhr in den Dom gebracht und gerne an einem ganz bestimmten Platz in einer Bank hingelegt werden. So kann dann für die folgenden Ostergottesdienste der eigene Platz in unserem Dom frühzeitig belegt werden. Das Seelsorgeteam wird die Platzbelegung später an die Rückenlehnen kleben.
Wer keine Möglichkeit hat, zum Dom zu kommen, kann eine Mail an unser Pfarrbüro (stjohannes-billerbeck@bistum-muenster.de) schreiben oder uns anrufen (6209), dann wird der Name (Vorname und Anfangsbuchstabe vom Nachnamen) ausgedruckt und an einen Platz in den Dom gelegt.
Es wäre schön, wenn die Plätze dann bis Ostermontag noch „belegt“ bleiben; nach den Osterfeiertagen können die Bilder oder die Namensblätter dann mit einem kleinen Ostergruß abgeholt werden, unter Berücksichtigung der Kontaktsperren natürlich!

Impuls zum Gründonnerstag

mit Pfarrer Frank Ludger Bakenecker

Karfreitag tagesaktuell

Am Karfreitag gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu. Unsere Pfarrkirche St. Johann ist von 9 Uhr bis 18 Uhr zum privaten Gebet geöffnet. Der Dom ist zunächst von 9 Uhr bis 14 Uhr zum privaten Gebet geöffnet. Um 15 Uhr, der Todesstunde Jesu, wird für 5 Minuten die größte Domglocke läuten. Danach beginnt im Dom unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Feier vom Leiden und Sterben Jesu, in der auch das Kreuz enthüllt wird.

Nach diesem Gottesdienst wird der Dom von etwa 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr zur persönlichen Kreuzverehrung wieder geöffnet. Gerne dürfen zur Kreuzverehrung Blumen mitgebracht und in Vasen abgestellt werden. Die werden dann, wenn möglich, für den österlichen Blumenschmuck in unseren Kirchen verwandt.
Um 16 Uhr feiern Pfarrer Ring von der evangelischen Gemeinde und Propst Serries in der Kapelle des Ludgerusstiftes einen ökumenischen Gottesdienst zum Karfreitag, den die Bewohner und Mitarbeiter über die Übertragungsanlage im Haus mitfeiern können. Die Kapelle selbst wird für die Bewohner und für Öffentlichkeit nicht zugänglich sein.

Da wohnt ein Sehnen tief in uns

Ein Impuls über die geistige Kommunion von Pastoralassistent Thomas Kröger

Aktuell können nur sehr wenige Menschen an einer Hl. Messe teilnehmen und die Kommunion empfangen. Noch bis vor kurzem geriet eine religiöse Übung in Vergessenheit, die uns in dieser Situation helfen kann und bereits für viele Gläubige wichtiger denn je wird. Seit der frühen Christenheit hat sie über Jahrhunderte den Glaubenden Trost und Nahrung gespendet: Die geistige Kommunion. Sie ist die innere Sehnsucht, die ein Mensch nach dem Empfang des heiligen Leibes Christi hat. In dieser Sehnsucht kann man wachsen, da es das schönste und tiefste ist, sich mit dem Herrn in der Kommunion zu vereinen. Klingt das nicht nach einer Frömmelei, die die Gläubigen vertrösten soll? Mitnichten! Nach der Lehre der Katholischen Kirche ist die Geistige Kommunion die im Glauben und in der Liebe persönlich vollzogene wirkliche Gemeinschaft mit dem Herrn. Es geht hierbei um eine innere Haltung. So kann eine innere Teilnahme an der Hl. Messe, sei man auch körperlich getrennt, wertvoll und fruchtbar sein! Vielmehr noch: In jedem Empfang der Kommunion ist auch die geistige Kommunion enthalten. Jeder Kommunionempfang setzt voraus, dass ich ihn geistlich vollziehe, ihn also innerlich vorbereite. Deswegen ist Voraussetzung für die geistige Kommunion auch der Zustand der heiligmachenden Gnade. Wenn der Mensch sich in Feindschaft mit Gott befindet, kann er also keine geistige Kommunion empfangen. Die meisten von uns können in diesen Tagen Gott nicht in der Kommunion begegnen. Das schmerzt viele. Doch durch die geistige Kommunion haben wir dennoch die Möglichkeit, den Herrn zu bitten, dass er zu uns kommen möge. Er soll uns die Kraft und die Sehnsucht geben, unsere Sünden zu bereuen und wenn möglich, zu beichten. Dann können wir Christus bitten, dass er in unser Herz einkehren möge, auch wenn wir ihn nicht mit dem Mund empfangen können. Gebet zur geistigen Kommunion: Jesus, komme Du in mein Herz, tröste und stärke mich. Kehre ein in mein Herz, denn ich suche Dich. Jesus, Du bist mein Licht im Dunkel, Du bist mein Glück im Unglück. Ich möchte Dich empfangen, Herr, mit jeder Reinheit, Demut und Andacht, mit der Deine heiligste Mutter Dich empfing, mit dem Geist und der Inbrunst der Heiligen.

 

Gründonnerstag tagesaktuell

Am Gründonnerstag feiern wir eine Messe vom Letzten Abendmahl um 16 Uhr in der Kapelle des Ludgerusstiftes. Wir sind sehr froh, dass wir die Kapelle erreichen können, ohne die Wohnbereiche der Bewohner zu tangieren und dass die täglichen Gottesdienste über die Videoanlage ins Haus übertragen werden können. Für die Öffentlichkeit ist die Kapelle leider nicht zugänglich.
Am Abend feiern wir um 19 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Messe vom letzten Abendmahl Jesu im Dom. In dieser Messe werden die Glocken des Domes läuten, wenn, wie es die Liturgie vorsieht, das Gloria gesungen wird. Bei den Worten Jesu vom letzten Abendmahl zur Wandlung von Brot und Wein wird eine Domglocke jeweils dreimal angeschlagen.

Ab etwa 20 Uhr ist der Dom dann bis 21.30 Uhr zum stillen und persönlichen Gebet wieder geöffnet. Alle sind eingeladen, in der Nacht vor dem Karfreitag mit Christus „am Ölberg“ zu wachen und zu beten.

Impuls zum Glockenläuten am Dienstag, 7. April 2020

von Pfarrer Frank Ludger Bakenecker


Verrat, Verhaftung, Folter und Tod…                                                                                                        das sind Wörter, die diese Woche – die Karwoche – besonders prägen.                                                                                                                                                                             Christen gehören zu der weltweit größten Gruppe der verfolgten Glaubensgemeinschaften. Ihr Leiden wird abseits der Weltöffentlichkeit durch die Coronapandemie noch stärker.                                                                                                                                                              Zu einer großen Reihe von Morden an Ordensleuten durch Dschihadisten kam es in den Jahren 1995/1996 in Algerien. Darunter gehörten die Mönche von Tibhirine und Schwester Odette von den ‚kleinen Schwestern Jesu‘.                                                                         

Aus der drohende Gefahr jeden Tag getötet werden zu können, verfasste sie diesen kleinen gebetsartigen Text. Ich denke, wir können ihn auch auf unsere Lebenssituationen und Lebensumstände übertragen:
 
„Lebe den heutigen Tag, Gott schenkt ihn dir.
Lebe ihn in ihm.
Der morgige Tag gehört Gott, nicht dir.
Lege nicht auf Morgen die Sorgen von heute.
Morgen ist Gottes, er sei ganz Ihm.
Der Augenblick, der jetzige, ist ein gebrechliches Brücklein.
Wenn du es mit dem Bedauern von gestern belastest und mit den Sorgen von morgen, dann gibt es nach, und du verlierst den Boden.
Das Vergangene? Gott vergibt es.
Die Zukunft? Gott schenkt sie.
Lebe den Tag von heute in Gemeinschaft mit Ihm.

Montagsgebet in der Karwoche, 06. 04. 2020, vorbereitet von Renate Langenheder

Wir haben eine Kerze entzündet an einem Ort, an dem wir zur Ruhe kommen können.
Wir sind am Anfang der Karwoche.
Wir erleben uns wegen der Pandemie als vereinzelt in unseren Wohnungen und
Häusern, obwohl wir gerade in der Karwoche lieber beieinander wären in unseren
Gemeinden.
Aber vielleicht sind wir gerade in der Vereinzelung dem Leiden Jesu näher.
Ich lade Euch ein, dass wir uns in unserem Beten anleiten lassen von den sieben
Worten Jesu am Kreuz, von denen die Evangelisten berichten.

Wir beginnen im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Wir beten den Psalm 22, 2-12 (ökumenische Übersetzung)
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort;
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig,
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut,
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich,
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
'Er wälze die Last auf den Herrn, der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat.'
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog,
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich,
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe,
und niemand ist da, der hilft.

Stille

Es sind die Evangelisten Markus und Matthäus, die diesen verzweifelten Ruf Jesu
am Kreuz überliefern, mit dem unser Psalm beginnt: (Mk 15,34, Mt 27,46)
'Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?'
Jesus erleidet in Todesqual die Erfahrung völliger Gottverlassenheit.
Da ist nur mehr der brennende körperliche Schmerz, den ihm kein Gott wegnimmt.

Stille

Gebet
Herr Jesus Christus, wie viele Menschen haben diese Gottverlassenheit gespürt und spüren
sie jetzt, wenn ihnen keine medizinische Hilfe werden kann in der Corona Pandemie, in
Italien, in Spanien, in den USA, im Iran, in unserem Land und weltweit.
Stille
Wie viele spüren Gottverlassenheit, wenn sie helfen und begleiten wollen und den Tod nicht
abwenden können für so viele. Wir denken auch an alle, die in der Seenotrettung unterwegs
sind und in den Flüchtlingslagern Menschen beistehen.
Stille
Du hast dein Leben, o Christus durchlebt bis zum Tod am Kreuz,
damit uns in der Erfahrung der Gottverlassenheit die Hoffnung bliebe:
Jeder Tod dauert nur bis zum dritten Tag.
Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben.
Stille
Der Evangelist Johannes überliefert das Wort Jesu: 'Mich dürstet' (Joh. 19,28)
Gebet
Vater im Himmel, so viele unserer Menschengeschwister weltweit entbehren des Wassers
und der Nahrung. Ungezählt viele haben erst recht nicht genug Wasser, um sich die Hände
zu waschen. In den Slums dieser Erde, in den Flüchtlingslagern haben sie Angst vor dem
Virus. Lange, viel zu lange hat die reiche Welt die Armut der vielen und das Elend der
Flüchtlinge verdrängt, verbindliche Aufnahmeregelungen für Geflüchtete in Europa
ins Ungewisse verschoben.
Wir bitten dich, verhilf deiner Menschheit zur Umkehr und zur Neuausrichtung des Lebens
in dieser weltweiten Krise.
Stille
Der Evangelist Lukas überliefert Jesu Wort:
'Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.'
Jesus sagt diese Wort über jene, die ihn und die beiden anderen am Kreuz hinrichten.
(Lk 23,34)
Stille

Gebet
Vater im Himmel, wir ahnen in dieser weltweiten Krise unsere tiefe Verantwortung, die wir
für einander haben in der globalen Welt. Dass unser Reichtum in der westlichen Welt
erkauft ist mit der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen und mit der Armut von
Abermillionen, haben wir immer gewußt.
Wir wußten auch, wie die Waffenlieferungen die Kriege befeuert und Millionen in die
Flucht getrieben haben. Aber wir haben unsere Alltage gelebt, wie wir sie gelebt haben.
Hatten wir eine Alternative? Das Fragen nutzt uns nichts. Jetzt.
Wir brauchen dein Gebet, o Christus, für deine Menschengeschwister:
'Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.'
Und wir brauchen es, dass du uns vor Gott vertrittst mit der Bitte, dass sich die Menschheit
zu dir kehrt und ihre Verantwortung für das gemeinsame Leben auf dem Globus intensiver
wahrnimmt.
Stille
Der Evangelist Lukas überliefert Jesu Wort:
'Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.' (Lk 23,46)
Stille

Gebet
Ewiger Gott, wir wissen nicht, wie wir selbst einmal sterben werden.
Aber dies bitten wir, dass wir diesen Satz sprechen können: Vater, ich befehle meinen
Geist in deine Hände.
Dies bitten wir, dass du uns bleibst bis zuletzt als das Gegenüber unseres Lebens.
Dies bitten wir, dass die Gewißheit uns trägt, dass du uns besser kennst als wir uns selber
kennen.
Dies bitten wir, dass unser Leben mit seinen Wagnissen und Irrtümern, mit dem Guten und
Schweren, aufgehoben bleibt in dir, in deinen gnädigen Händen.
Stille
Zwischen Jesus und den beiden, die mit ihm hingerichtet werden, entsteht ein
Gespräch. Lesen wir es: (Lk 23,39-43 ök. Übersetzung)
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du nicht der Messias?
Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat
doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für
unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus denk an
mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
Stille

Gebet
Herr, des Himmels und der Erde, deine Macht läßt sich nicht erzwingen, noch deine
Gegenwart beweisen. Du behältst dich vor, Ewiger. Du bist der, der du warst, der du bist
und der du sein wirst.
Wir vertrauen darauf, dass unser Bitten, das wir an Jesus Christus richten, bei dir Gehör
findet: Gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Stille
'Es ist vollbracht.' sind Jesu letzte Worte, wie der Evangelist Johannes sie überliefert.
(Joh. 19,30)
Mit diesen Worten beschließt Jesus sterbend sein Leben.
Das ist nicht unsere Situation. Wir leben.
Wir hoffen noch auf eine weitere gute Zeit nach dieser weltweiten Krise.
Wir hoffen auf Zeiten, da wir uns wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen können,
ja, wir sehnen die lang entbehrte Gemeinschaft mit den Familien und Freundinnen und
Freunden herbei.
Kehren wir ein bei uns selbst, bei den Gedanken und Anliegen, die uns jetzt in dieser Stunde
beschäftigen. Was ist noch zu vollbringen, heute, morgen, übermorgen? Wofür brauchen wir
die Geisteskraft unseres Gottes?
Und seien wir gewiß: Gott braucht uns!
Gebetsstille
Herr, in deine Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt. Amen
Nach dem Johannesevangelium ist überliefert, dass Jesus seine Mutter anspricht und
seinen Lieblingsjünger Johannes. Beide stehen unter dem Kreuz.
Zu Maria sagt er: Frau, siehe, das ist dein Sohn!
Und zu Johannes sagt er: Siehe, das ist deine Mutter. (Joh. 19,26-27)
Stille

Gebet
Heiliger Gott. Du unser Vater durch Jesus Christus. Wir denken jetzt an alle, die in dieser
weltweiten Krise Menschen beistehen, wie Eltern ihren Kindern und Kinder ihren Eltern.
Sie erfüllen Jesu letzten Wunsch an die ihm nächsten Menschen.
So danken wir dir, für alle Ärztinnen und Ärzte, für Pflegende und Hebammen, danken dir für alle,
die im Gesundheitswesen arbeiten und es funktionsfähig halten. Wir danken dir für alle Freiwilligen
oder aus anderen Berufsgruppen, die alles Menschenmögliche tun, um Erkrankte oder besonders
Gefährdete zu versorgen. Wir danken dir für alle, die sich bemühen, Verstorbene würdig zu
bestatten und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten auf allen Ebenen.
Wir danken dir für die Forscherinnen und Forscher, die mit ihren Erkenntnissen denen dienen, die
handeln müssen und Entscheidungen treffen von großer Tragweite für viele.
Wir danken dir für die Besonnenheit und Kompetenz unserer Regierung, danken dir für alle, die
bereit sind zu wechselseitiger internationaler Hilfe.
Wir danken dir für die Menschen in den Supermärkten und in den Apotheken, danken dir für die
LKW Fahrer, die unter erschwerten Bedingungen lebensnotwendige Güter transportieren, danken
dir für alle, die in der Landwirtschaft und im Gemüseanbau arbeiten, danken für alle, die freiwillig
helfen wollen. Wir danken dir für alle, die Orientierung und Halt geben in den Kirchen, für alle, die
beten. Für alle stille Helden Alltags danken wir, die zuhören und in dieser Krise Mut machen.
Halte über sie deine Hände und segne sie mit Kraft für alles Tun und Lassen.
Verbinde uns mit deiner weltweiten Christenheit, wenn wir jetzt rufen: Vaterunser

Segensbitte
So segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der
Heilige Geist. Amen
(EG 85, 9, GL 289,7) Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir. Wenn ich den Tod
soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich
aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.

Segnung der Palmzweige

am Palmsonntag

Impuls zum Palmsonntag

6. Brief an die Gemeinde

Liebe Leserinnen und Leser
dieses 6. Briefes, den ich in dieser so außergewöhnlichen Zeit verschicke!

Ich freue mich sehr, dass ich schon viele Rückmeldungen auf meine bisherigen Briefe bekommen habe
und Sie die Briefe gerne lesen. Vielen Dank auch an diejenigen, die sie weitergeben, auch an Menschen,
die sich über eine ausgedruckte Version freuen!
Mein heutiger Brief ist etwas länger, denn ich möchte Sie heute informieren, wie wir in Billerbeck die
kommenden Kar- und Ostertage gestalten wollen.
Dem möchte ich eine grundsätzliche Feststellung vorausschicken:
Ostern fällt nicht aus, wir feiern es nur anders !
Für uns Christen ist es in diesem Jahr natürliche eine besondere Herausforderung, das wichtigste Fest
des Jahres, das Fest der Auferstehung Jesu, ohne öffentliche Gottesdienste und damit ohne die Erfahrung der lebendigen Glaubensgemeinschaft zu feiern. Aber wir wissen aus persönlichen Erfahrungen,
dass man auch ein privates Fest, z.B. einen Geburtstag, nicht immer mit vielen Gästen feiern muss; und
trotzdem findet er statt und der Anlass fällt nicht aus; vielleicht feiern wir ihn dann sogar umso bewusster.
So feiern wir als Christen auch in diesem Jahr das Fest der Auferstehung Jesu und laden alle ein, es in
ökumenischer Verbundenheit bewusst mitzufeiern und auch als Nichtchristen und Nichtglaubende daran
teilzunehmen und unsere Osterfreude mit uns zu teilen.
Das inzwischen schon für Viele vertraut gewordene Läuten der Glocken am Abend um 19.30 Uhr entfällt
am Gründonnerstag, am Karfreitag und am Karsamstag. Am Abend des Ostersonntags wird es dann
weitergeführt.
Gründonnerstag
Am Gründonnerstag (9. April) feiern wir eine Messe vom Letzten Abendmahl um 16 Uhr in der Kapelle
des Ludgerusstiftes. Wir sind sehr froh, dass wir die Kapelle erreichen können, ohne die Wohnbereiche
der Bewohner zu tangieren und dass die täglichen Gottesdienste über die Videoanlage ins Haus übertragen werden können. Für die Öffentlichkeit ist die Kapelle leider nicht zugänglich.
Am Abend feiern wir um 19 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Messe vom letzten Abendmahl
Jesu im Dom. In dieser Messe werden die Glocken des Domes läuten, wenn, wie es die Liturgie vorsieht,
das Gloria gesungen wird. Bei den Worten Jesu vom letzten Abendmahl zur Wandlung von Brot und
Wein wird eine Domglocke jeweils dreimal angeschlagen.
Karfreitag
Am Karfreitag gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu. Unsere Pfarrkirche St. Johann ist von 9 Uhr
bis 18 Uhr zum privaten Gebet geöffnet. Der Dom ist zunächst von 9 Uhr bis 14 Uhr zum privaten Gebet
geöffnet. Um 15 Uhr, der Todesstunde Jesu, wird für 5 Minuten die größte Domglocke läuten. Danach
beginnt im Dom unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Feier vom Leiden und Sterben Jesu, in der auch
das Kreuz enthüllt wird. Nach diesem Gottesdienst wird der Dom von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr zur persönlichen Kreuzverehrung wieder geöffnet. Gerne dürfen zur Kreuzverehrung Blumen mitgebracht und
in Vasen abgestellt werden. Die werden dann, wenn möglich, für den österlichen Blumenschmuck in
unseren Kirchen verwandt.
Um 16 Uhr feiern Pfarrer Ring von der evangelischen Gemeinde und ich in der Kapelle des Ludgerusstiftes einen ökumenischen Gottesdienst zum Karfreitag, den die Bewohner und Mitarbeiter über die Übertragungsanlage im Haus mitfeiern können. Die Kapelle selbst wird für die Bewohner und für Öffentlichkeit nicht zugänglich sein.
Karsamstag
Am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe des Herrn, ist unsere Pfarrkirche St. Johann von 9 Uhr bis 18
Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet.
Im Dom findet um 8 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit das liturgischen Morgengebet vom Karsamstag – die sog. Karmette – statt. Um 9 Uhr wird der Dom dann bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet.
Ostern
Im St. Ludgerusdom besteht die Möglichkeit, frühmorgens an der Feier Osternacht und am Ostersonntag
um 10 Uhr im Dom „virtuell“ dabei zu sein, und zwar mit einem selbst gemalten Bild, mit einem Foto
(Selfie) einzeln oder als Familie, oder einem Blatt mit dem persönlichen Namen.
Die Bilder und Namensschilder können am Karsamstag bis 17 Uhr in den Dom gebracht und gerne an
einem ganz bestimmten Platz in einer Bank hingelegt werden. So kann dann für die Ostergottesdienste
der eigene Platz in unserem Dom frühzeitig belegt werden. Das Seelsorgeteam wird die Platzbelegung
später an die Rückenlehnen kleben. Wer keine Möglichkeit hat, zum Dom zu kommen, kann eine Mail
an unser Pfarrbüro (stjohannes-billerbeck@bistum-muenster.de) schreiben oder uns anrufen (6209),
dann wird der Name (Vorname und Anfangsbuchstabe vom Nachnamen) ausgedruckt und an einen Platz
in den Dom gelegt.
Es wäre schön, wenn die Plätze dann bis Ostermontag noch „belegt“ bleiben; nach den Osterfeiertagen
können die Bilder oder die Namensblätter dann mit einem kleinen Ostergruß abgeholt werden, unter
Berücksichtigung der Kontaktsperren natürlich!
Aber nicht nur in den Kirchenraum hinein sondern auch in die Stadt hinaus soll die Osterfreude bekannt
und geteilt werden. Dazu werden am Ostersonntag von 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr alle Billerbecker Kirchenglocken die Osterfreude verkünden und das übrigens in ganz NRW.
In unserer Stadt kann man es im Laufe des Jahres aber immer wieder auch sehen: Fahnen und Flaggen
werden vor und an den Häusern aufgehängt. Damit drücken wir aus: Heute ist etwas Besonderes, manche wollen durch diese Aktion z.B. ihre Fußballvereine unterstützen und sich als Fußballfan bekennen;
andere feiern Schützenfest, Nachbarschaftsfest, Erstkommunion, Hochzeit …
Da wir uns nun zu Ostern weder privat noch in den Gottesdiensten treffen können, haben evangelische
und katholische Christen gemeinsam überlegt, in diesem Jahr auch der Osterfreude in Form von Fahnen,
Bannern und Flaggen an den Häusern Ausdruck zu verleihen. Dazu können die Fahnen aufgehängt
werden, die es Zuhause schon für die verschiedenen Anlässe des Jahres gibt oder man kann sie in den
Tagen vor Ostern ja auch noch mit großen Tüchern individuell gestalten, z.B. mit christlichen Symbolen,
wie einem Kreuz mit Sonnenstrahlen oder ein „PX“ als Zeichen für Jesus Christus.
Hängen Sie Ihre Flaggen, Fahnen oder Wimpel doch bitte ab dem Ostermorgen vor das Haus, in einen
Baum oder in ein Fenster, so dass unsere Stadt vielleicht ein „Fahnenmeer“ wird und viele Menschen
das dann am Ostersonntag und Ostermontag beim Spaziergang, natürlich mit gebührendem Abstand,
auch sehen können!
Am Abend des Ostertages, wenn sonst viele Menschen zu den Osterfeuern zusammenkommen würden,
werden um 19.30 Uhr wieder die Domglocken läuten und ab dann auch wieder täglich abends zur Besinnung und zum Gebet einladen.
Also, liebe Schwestern und Brüder, Sie merken: Ostern fällt tatsächlich nicht aus, wir feiern es in diesem
Jahr nur anders. Und es wäre schön, wenn Viele es auf diese Weise und mit eigener Kreativität mitfeiern.
Ach ja: vom Seelsorgeteam haben wir für die Kar- und Ostertage auch wieder Videoimpulse vorbereitet,
die Sie an den Tagen auf unserer Homepage finden können: www.domsite-billerbeck.de
Herzliche Grüße und Ihnen allen schon jetzt ein gutes Zugehen auf das Osterfest!
Ihr und Euer

Hans-Bernd Series, Propst

Impuls zum Glockenläuten am Freitag, 3. April 2020

+ Im Namen des Vaters uns des Sohnes und des Hl. Geistes.

Der u. g. Text fiel mir zu und ich fand ihn eine schöne Anregung für unseren Alltag, der zurzeit nicht mehr so ist wie noch vor ein paar Wochen. Er lädt ein, kleine Zeichen im Alltag (wieder) bewusster wahrzunehmen. 

hoffnung sammeln

komm
mach dich auf mit mir
lass uns hoffnung sammeln
all die kleinen zeichen
 
die aufblühende blume
und das summen einer biene
das lebendige grün des frühlings
goldene sonnenstrahlen auf dem laub
diamantfunkelnde tautropfen
das wunder im lied einer lerche 
und eine meise, die ihr nest baut
 
menschen, die lachen
die achtsam miteinander sind
anfassen, wo not herrscht
und trost gebraucht wird
hoffnungsfroh lächeln nach leid
immer wieder aufbrechen
und freunde aus fremden machen
 
eine gemeinsame Mahlzeit
und ein warmes wort
glaube, der neue frucht trägt
das wiederfinden tragender wurzeln
such die kleinen funken
in der fülle des alltags

komm
mach dich auf mit mir
lass uns hoffnung sammeln
in all den kleinen Zeichen

(nach einem Text von Maria Sassin)


Welche Hoffnungszeichen sind mir heute begegnet?  
All das und das was uns noch bewegt, bringen wir in dem Gebet vor Gott, das Jesus uns zu beten gelernt hat:

Vater unser…

Segen
Der Herr segne und behüte uns.
Sterne der Nacht seien Boten seiner Nähe,
die uns danken lassen für das Erlebte.
Er schenke uns einen neuen Morgen,
der uns einlädt, uns an dem zu freuen,
was er für uns geschaffen hat.
Das gewähre uns Gott der Vater,
der Sohn und der Hl. Geist.
Amen. +


Marlies Wiesmann

Impuls zum Glockenläuten am Donnerstag, 2. April 2020

Von Propst Hans-Bernd Serries

„In den Zeitungen, im Fernsehen, im Radio wird in der Coronakrise über alles Mögliche gesprochen und geschrieben; über das Beten spricht aber niemand“, so sagte es mir gestern am Telefon eine Frau unserer Gemeinde, der ich versprochen habe, für sie und für ihre verstorbenen Angehörigen zu beten.
Deshalb lade ich heute Abend ein, um 19.30 Uhr das folgende Gebet zu sprechen:

Gott, die Sorge um die Coronapandemie belastet die Menschen auf der ganzen Welt. Aus unserer Not rufen wir zu dir und bitten dich:
• Für die Kranken: Gib ihnen Kraft und, wenn es möglich ist, gute Genesung.
• Für die Ärzte und Pflegekräfte: Stärke sie in ihrem schweren Dienst.
• Für die Verantwortlichen in Politik und Behörden: Hilf ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
• Für die Wissenschaftler und Forscher: Erfülle sie mit deinem Geist der Weisheit, dass sie schnell Fortschritte in Abwehr und Heilung des Corona-Virus und anderer schwerer Krankheiten machen können.
• Für alle, die sich einsam fühlen: Tröste sie mit der Erfahrung deiner Nähe.
• Für alle, die um ihre Existenz bangen: Eröffne ihnen Wege in die Zukunft.
• Für uns alle: Lass uns tiefer erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist.
• Für alle Verstorbenen: Schenke ihnen die Freude der ewigen Gemeinschaft mit dir.

Du Gott, bist unser Leben, dir vertrauen wir uns und die ganze Welt an. Schenke  Heilung und Heil durch deinen Sohn Jesus Christus. Seine Worte verbinden uns untereinander wenn wir beten: Vaterunser ….

Und so segne uns und die ganze Welt der gute Gott, der Vater + und der Sohn und der Heiligen Geist. Amen

Vom Schimmer einer himmlischen Schönheit

Eine Betrachtung am Abend von Thomas Kröger

Impuls zum Glockenläuten am Dienstag, 31.03.2020

Mut…
Wut…
Alles wird gut…!

Mut brauchen wir Menschen in diesen Wochen:
Mut zum Durchhalten
Mut, um Abstand zu halten.
Mut alleine zu bleiben.
Mut auszuhalten, dass unser Leben wochenlang anders verlaufen wird, als wir es Jahrzehnte lang gewohnt waren.
Mut zum Teilen
Mut zum Helfen.
Mut zum Leben.

Wut

“Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf….“.
So können wir heute in einer spannenden Erzählung des Alten Testamentes im Buch Númeri, Kapitel 21 in den Versen 4-9 lesen. Aus Mutlosigkeit kann schnell Ablehnung und Wut werden. Die Israeliten verloren den Mut, weil sie es ‚satt hatten‘ Tage- und Nächtelang durch die Wüste zu ziehen. Ihnen fehlte ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes.
Mut ist eine Haltung, die uns aktiv herausfordert, wie z. B. das Springen von einem Fünfmeterturm ins Wasser,
der Verzicht auf Süßigkeiten und Alkohol in der Fastenzeit oder auch
das Lassen von Aktionen und Verhaltensweisen die der Gesundheit schaden.
Alles wird gut!
Mut, auch Wagemut oder Beherztheit genannt bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen. „Wer wagt - gewinnt!“ Wagen wir jeden Tag aufs Neue uns den Lebensumständen zu stellen, die die derzeitige Situation von einem jeden von uns fordert. Dazu gehört eine große Portion Mut und Hoffnungszeichen.
Für mich ist es das gemeinsame abendliche Läuten unsere Kirchenglocken um 19:30 Uhr, bei dem ich eine Kerze entzünde und ein Gebet spreche. Dazu gehört auch die tägliche stellvertretende Feier der Hl. Messen für alle, die nicht daran teilnehmen dürfen und sich doch so sehr danach sehnen. Mut und Hoffnung macht mir auch das folgende Gebet:

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Einen Tag nach dem anderen zu leben,
einen Moment nach dem anderen zu genießen.
Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren,
sie anzunehmen, wie Jesus es tat:
diese sündige Welt, wie sie ist,
und nicht, wie ich sie gern hätte,
zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst,
wenn ich mich Deinem Willen hingebe,
sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge
und im nächsten Leben für immer überglücklich“.
Amen.

KaOs-Tage in Billerbeck


5. Brief an die Gemeinde

Liebe Billerbeckerinnen und Billerbecker – jung und alt!

Heute, am Montagnachmittag, schreibe ich meinen nächsten Rundbrief an Sie, den Sie
selbstverständlich wieder gerne weiterleiten dürfen oder vielleicht auch ausdrucken und Verwandten,
Bekannten und Nachbarn in den Briefkasten stecken, die über die elektronischen Medien nicht zu
erreichen sind.
In diesem Jahr sollte die Fastenzeit in unserer Kirchengemeinde geprägt
sein durch das Erlebnis des ESCAPE-Raumes „Der Löwe von Münster“
und die begleitende Ausstellung „Unantastbar Menschsein“ in unserem
Dom. Die Ausstellung konnten wir am 16. März noch eröffnen, kurz,
bevor die Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen in Kraft
traten. Zu den Öffnungszeiten des Domes bleibt die Ausstellung auch
noch über Ostern hinaus zu sehen.
„Unantastbar Menschsein“ – dabei geht es um die Beschäftigung mit
dem damaligen Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen,
der 1941 angesichts der sog. Euthanasiemaßnahmen der
Nationalsozialisten in einer berühmt gewordenen Predigt sagte: „Wenn
man den Grundsatz aufstellt und anwendet, daß man den ‚unproduktiven‘ Mitmenschen töten darf, dann wehe uns allen, wenn wir alt und
altersschwach werden! … Wenn einmal zugegeben wird, daß Menschen
das Recht haben, ‚unproduktive‘ Mitmenschen zu töten … dann ist
grundsätzlich der Mord an allen unproduktiven Menschen, also an den unheilbar Kranken, den arbeitsunfähigen Krüppeln, den Invaliden der Arbeit und des Krieges, dann ist der Mord an uns allen, wenn wir
alt und altersschwach sind und damit unproduktiv werden, freigegeben … Dann ist keiner von uns seines
Lebens mehr sicher. … Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemeines
gegenseitiges Misstrauen bis in die Familien hineingetragen wird, wenn diese furchtbare Lehre geduldet
… wird. Wehe den Menschen, wehe unserem deutschen Volke, wenn das heilige Gottesgebot: ‚Du sollst
nicht töten‘, … nicht nur übertreten wird, sondern … sogar geduldet und unbestraft ausgeübt wird! …“.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, dieser 1. Artikel unseres Grundgesetzes hat uns motiviert,
mit dem Jahr 1941 im Hintergrund im Jahr 2020 zu fragen, wo wir heute in der Gefahr sind, die Würde
des Menschen zu verletzen, zu missachten, zu missbrauchen – „in Gedanken, Worten und Werken“.
Und da hat uns die momentane Situation in eine ganz eigene Aktualität dieses Themas versetzt: Wir
müssen in dieser Zeit die Würde und Gesundheit unserer Mitmenschen und auch uns selbst schützen,
in dem wir weitestgehend „unantastbar“, „unberührbar“, ja auch „unnahbar“ füreinander bleiben.
Das Thema „Unantastbar Menschsein“ beschäftigt uns demnach in dieser Fastenzeit mehr, als wir es
zuvor geahnt hatten, und wir können allen dankbar sein, die dieses Fastenopfer bringen: Den Senioren
in unseren Seniorenheimen oder auch Zuhause, die es aushalten müssen, keine Besuche zu bekommen, aber auch ihren Familien, die sich daran halten, auch wenn es schwer fällt. Den Kindern und Jugendlichen, die ihre Kumpels und Freunde nicht mal einfach so treffen können. Den trauernden Angehö-
rigen, die es beim Tod lieber Menschen aushalten müssen, keine tröstenden Umarmungen, keine haltenden Hände und keine mitgeweinte Träne von Mitmenschen zu spüren … und sie alle wissen, wo das
noch der Fall ist …
Liebe Mitchristen, das ist ein wirkliches Fastenopfer, aber es ist gleichzeitig sehr „berührend“ und „es
geht mir sehr nahe“, wenn ich erlebe, welche Kreativität entsteht, wie wir Menschen doch zueinander
finden und spüren, dass wir ganz eng verbunden sind. Ein Beispiel zum Schluss dieses Briefes: In meinem Videoimpuls zum gestrigen Sonntag auf unserer Homepage habe ich den Kommunionkindern versprochen, dass wir das Fest der Erstkommunion später noch gebührend feiern werden. Die Familie eines
Kindes schickte mir umgekehrt am Sonntag ein kleines Video vom sonntäglichen Frühstückstisch, wo sie
miteinander mein Video anschauen. Ihr „Kommunionkind“ hört mir da ganz aufmerksam zu und als ich
verspreche, dass das Fest später auf jeden Fall gefeiert wird, strahlt der Junge ins Handy seiner Eltern
und ruft ganz freudig ein lautes „Jähhh…“. Meine Botschaft ist bei ihm angekommen, aber seine Botschaft auch bei mir!!! Das ist für mich wirklich „berührend“ in unnahbaren Zeiten.
Herzliche Grüße für heute! 

Hans-Bernd Serries, Propst

Montagsgebet am 30.03. 2020, vorbereitet von Renate Langenheder

Die Bedingungen der Pandemie erlauben es nicht, dass wir uns versammeln.
So gestalten wir uns zuhause einen Ort der Andacht und zünden eine Kerze an.
Vielleicht stellen wir am Montag um 19.30 Uhr auch ein Licht ins Fenster als Zeichen unserer
Verbundenheit untereinander und mit der Welt.

Wir beginnen:
Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr
und es senke sich herab dein Erbarmen.
Dein ist der Tag und dein ist die Nacht.
Lass, wenn des Tages Schein vergeht,
das Licht deiner Wahrheit uns leuchten.
Geleite uns zur Ruhe der Nacht
und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit. Amen

Wir haben diese Kerze entzündet für die Opfer der weltweiten Pandemie, verursacht durch den
Corona-Virus.
Über eine halbe Million Menschen weltweit sind infiziert. Ein Ende der Pandemie ist nicht
absehbar. Viele tausend Menschen sind an den Folgen dieser Infektion gestorben.
Für uns alle, die wir täglich davon hören, sind diese Nachrichten verstörend und machen Angst.
Wir kämpfen nicht nur gegen den Virus, sondern auch gegen unsere Ängste.

Gebet
Ewiger Gott, der Du wohnst über den Lobgesängen Israels, höre das Rufen deiner Menschen.
Befreie uns von der Geisel dieser Krankheit.
Hilf uns, zusammenzustehen im Vermeiden von Kontakten
zum Schutz unserer selbst und unserer Mitmenschen.
Lass uns sehen, wo wir in aller Vorsicht helfen können
durch Versorgungsangebote, durch gute Worte, durch Zuhören, durch Kreativität.
Alle, die sterben müssen an den Folgen dieses Virus, nimm auf in deine ewigen Wohnungen
aus Wärme und Licht.
Stille
Amen

Wir haben diese Kerze entzündet für die Flüchtlinge an den Grenzen Europas, in Griechenland und
in der Türkei, in den Lagern in der Region Idlib, im Jemen, in Libyen.
Was den Millionen Menschen dort widerfährt, ist grauenvoll.
Sie hausen in überfüllten Lagern, auf Müllkippen, in Zelten drängen sich die Menschen, darunter
viele Kinder. Viele Hilfsorganisationen müssen sich zurückziehen.
Es fehlt an Nahrung, an Wasser, an medizinischer Versorgung.
Der Corona-Virus hängt wie ein Damokles-Schwert über ihnen. Und die Weltgemeinschaft verharrt
in Untätigkeit. Vorgeschlagene Initiativen, wenigstens einige unserer Menschengeschwister in
dieser verzweiflungsvollen Lage zu retten, scheinen ins Leere zu laufen.... schon so lange. Nun,
unter den Bedingungen der Pandemie, kommt die Begründung hinzu, die eigene Bevölkerung nicht
noch mehr gefährden zu wollen durch die Aufnahme von geflüchteten Familien mit ihren Kindern.

Gebet
Du, Gott von Ewigkeit, zeige den Menschen guten Willens Wege aus diesen unfassbaren
Abgründen. Lass Hilfe werden! Um deiner Barmherzigkeit willen.
Wir schämen uns für unsere vermeintliche Zivilisation, die keine Wege aus der Gefahr für
diese Abermillionen Menschen aufzeigen kann.
Wir schämen uns für alle, die die Kriege dort nicht beenden, hilflose Menschen
bombardieren, Krankenhäuser und Infrastrukturen zerstören.
Wir schämen uns für alle, die in diese Region Waffen exportieren und von den Kriegen dort
profitieren.
Unsere Scham führt uns auf uns selbst zurück.
Du fragst uns, Ewiger mit deiner leisen Stimme, ob wir alles in unserer Macht stehende getan
haben, dieser Katastrophe der Menschheit zu begegnen.
Für uns alle flehen wir, Ewiger, verhilf deiner Menschheit und uns zur Umkehr.
Stille
Amen

Wir haben diese Kerze in unserem Haus entzündet für die Obdachlosen in unseren reichen
westlichen Ländern, in Frankreich, in Deutschland, in Spanien, in ganz Europa, in den USA.
Zu den Obdachlosen in Europa zählen auch viele Geflüchtete, die gestrandet sind im
Gesetzeswirrwar der europäischen Flüchtlingspolitik.
Für alle Obdachlosen ist die Aufforderung: 'Geh nach Hause' oder 'Bleib zu Hause' ein Hohn.
Sie haben nichts anderes als die Matten, auf denen sie sitzen und die Plastiktüten oder Pappen, mit
denen sie sich zudecken.
Immer mehr freiwillige Hilfsorganisationen schränken ihre Versorgungsmöglichkeiten ein,
schließen Suppenküchen und die Tafeln.

Gebet
Du Gott, du unser Vater durch Jesus Christus. Du hast ein Herz für die Armen und alle, die
an den Rändern der reichen Gesellschaften leben. Öffne auch uns das Herz und die Hände für
sie. Auch jetzt in dieser Situation. Hilf den Verantwortlichen in den Kommunen, dass sie
unkonventionelle Möglichkeiten eröffnen, die Obdachlosen unterzubringen. Verhilf jetzt in
dieser Krise auch zu neuen Weichenstellungen in der Wohnungsbaupolitik, damit mehr
bezahlbarer Wohnraum entsteht, auch in Billerbeck, im Münsterland, in der ganzen
Republik.
Stille
Amen

Wir haben unsere Kerze entzündet für alle, die von den wirtschaftlichen Folgen der Corona
Pandemie betroffen sind. Wir denken an die Eltern in ihrer Sorge für ihre Kinder, denken an alle,
die arbeitslos werden oder von Kurzarbeit betroffen sind. Wir denken an alle Unternehmer des
Mittelstandes, denken an freischaffende Künstlerinnen und Künstler, denken an alle, die in der
Freizeit-Branche arbeiten und einer ungewissen Zukunft entgegensehen.
Gebet
Für sie alle bitten wir, behalte ihnen Kraft und Zuversicht. Schenke ihnen das Vertrauen, dass
du der Herr des Lebens bist und dass du Wege findest, auf denen wir mit unseren Füßen
laufen können mit einem wachen Blick für die Menschen, mit denen wir leben und für die wir
Mitverantwortung haben.
Stille …...... Amen

Wir haben unsere Kerze entzündet gegen den Hass und die Gewalt. Es ist bestürzend zu erfahren,
dass selbst in dieser für alle bedrohlichen Krise die Hassbotschaften im Internet und die
Androhungen und der Vollzug von Gewaltakten nicht aufhören, im häuslichen und öffentlichen
Bereich.

Gebet
Du Gott, Ewiger, hast Möglichkeiten Menschen zu erreichen auf deine Weise. Wir vertrauen
dir und deiner alles umgreifenden Gegenwart. Falle denen in den Arm, die Böses ersinnen,
sagen und tun. Lass alle aufhören Krieg zu führen im Großen wie im Kleinen mit Worten und
Taten. Hilf, dass das Leben und die Liebe in Worten und Taten siegt.
Stille
Amen
Wir haben diese Kerze in unseren vier Wänden auch entzündet für unsere ganz persönlichen
Anliegen, die wir dir jetzt in der Stille sagen oder auch spontan aussprechen.
….....
Herr in deinen Händen liegt das Schicksal derer, die wir dir nannten. In deinen Händen liegt
unser Leben. Mach es gut mit uns allen, im Leben und im Sterben. Amen
Unsere Kerze brennt zum Zeichen unserer Dankbarkeit.
Wir danken dir, Gott des Himmels und der Erde für alle Ärztinnen und Ärzte, für Pflegende
und Hebammen, danken dir für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten und es funktionsfähig
halten. Wir danken dir für alle, die alles Menschenmögliche tun, um Erkrankte oder
besonders Gefährdete pflegerisch zu versorgen.
Wir danken dir für die Forscherinnen und Forscher, die mit ihren Erkenntnissen denen
dienen, die handeln müssen und regieren, danken dir für alle, die mit äußersten
Anstrengungen daran arbeiten, dass Medikamente und ein Impfstoff entwickelt werden.
Wir danken dir für die Besonnenheit und Kompetenz unserer Regierung und aller, die
Entscheidungen vorbereiten und umsetzen helfen. Erhalte ihnen ihre Gesundheit und ihre
Kraft.
Wir danken dir für die Menschen in den Supermärkten, im Verkauf von lebensnotwendigen
Gütern, in den Apotheken, wir danken dir für alle, die in der Landwirtschaft und im
Gemüseanbau arbeiten, um die Versorgung aller sicherzustellen.
Wir danken dir für alle, die Orientierung und Halt geben in den Kirchen, für alle, die beten.
Für alle stille Helden Alltags danken wir dir, die zuhören und Rat geben.
Halte über sie deine Hände und segne sie mit Kraft für alles Tun und Lassen.

Stille

Verbinde uns jetzt mit deiner weltweiten Christenheit, wenn wir jetzt deine Worte sprechen,
o Christus.

Vaterunser....

Segensbitte
So segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der
Heilige Geist. Amen
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht,
der für uns könnte streiten. Denn du unser Gott alleine.

Vom Schimmer himmlischer Schönheit

Ein Impuls von Thomas Kröger

Verkauf von Osterkerzen für Zuhause in unserer Gemeinde

Unter strikter Einhaltung der Versammlungs- und Hygienevorschriften werden wir auch zu diesem Osterfest Osterkerzen für Zuhause anbieten.

Zu folgenden Zeiten bieten wir die Kerzen im Dom an:

Palmsonntag (5. April)  von 11 Uhr bis 12 Uhr und   von 15 Uhr bis 16 Uhr
Montag (6. April)  von 15 Uhr bis 17 Uhr
Dienstag (7. April)  von 15 Uhr bis 17 Uhr
Mittwoch (8. April)  von 15 Uhr bis 17 Uhr

Es wird darauf geachtet, dass an allen Tagen eine gute und gleichwertige Auswahl an Kerzen bereit steht.
Den Kostenbeitrag können Sie ohne Rückgabe von Wechselgeld in eine Spendenbox geben.

Die Überschüsse des Verkaufs werden wir der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion zukommen lassen.

Palmweihe und geweihte Palmzweige am Palmsonntag

Wer für sich persönlich, für die eigene Familie oder für Gruppen „Palmsträuße“ aus Buchsbaum o.ä. gestalten möchte, um sie segnen zu lassen, kann diese mit Namensschildchen versehen am

Samstagnachmittag vor dem Palmsonntag (4. April) bis 17.30 Uhr im Dom
auf die Altarstufen legen.

Am Sonntagmorgen wird um 10 Uhr im Dom eine Hl. Messe unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Segnung der Palmsträuße gefeiert.

Am Palmsonntag ist der Dom ab 11 Uhr geöffnet.

 Die geweihten Palmsträuße können im Laufe des Sonntags bis 18 Uhr im Dom  wieder abgeholt werden.

Darüber hinaus werden die Messdiener und auch die Bewohner des Ludgerusstiftes Buchsbaumsträußchen für die Palmweihe erstellen. Die stehen dann für die Allgemeinheit hinten im Dom zur Verfügung.

Gedanken zum Evangelium

von Pfarrer em. Hans-Karl Seeger. Hinweis: Auf seiner webseite seegers-neusehland.de finden sich viele weitere Impulse.

Impuls zum Sonntag

Impuls zum Glockenläuten um 19.30 Uhr am 27. März 2020

Vor ein paar Tagen schickte mir unsere Tochter ein kleines Gedicht von Christian Morgenstern als „Quarantäne-Lyrik“ zu. 

Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst
Soll i aus meim Hause raus?
Soll i aus meim Hause nit raus?
Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus –
Hauseraus
Hauseritraus
Hausenaus
Rauserauserauserause ...

(Die Schnecke verfängt sich in ihren eigenen Gedanken oder vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch, dass sie die weitere Entscheidung der Frage verschieben muss.)


Mittlerweile kann ich die kleine Schnecke gut verstehen: gehe ich nun aus dem Haus, muss ich wirklich Einkaufen oder ähnliches oder bleibe ich doch lieber in meiner vertrauten, sicheren Umgebung?
Wie ungewohnt: Kein Weinabend mit Freunden, keine gemeinsamen Theaterbesuche, kein Kneipenabend, keine Partys und natürlich auch keine Gottesdienste in der vertrauen Gemeinschaft. Es ist gar nicht so leicht in dieser schwierigen Zeit, in der fast alle gewohnten sozialen Kontakte eingestellt werden müssen, den Anderen  nicht aus dem Blick zu verlieren.
Aber auch wenn ich physisch das Haus nicht verlasse, kann ich auf anderen Wegen „außerhaus gehen“. Wie kann das gehen? Vielleicht so:

  • Mal wieder mit der Nachbarin oder dem Nachbarn telefonieren, die allein zuhause sind und sich bestimmt über ein Gespräch freuen.
  • Der guten Freundin eine schöne Karte mit einem Gruß zusenden.
  • Sich bei einem alten Bekannten melden, von dem man schon so lange nichts gehört hat.
  • Es gibt sicherlich noch viele gute Ideen, die darauf warten, umgesetzt  zu werden.
  • Oder das Gebet an jedem Abend um 19.30 Uhr im Schein einer Kerze, beim Klang der Kirchenglocken, in der Gewissheit, dass dies gerade sehr viele andere Menschen in den Häusern um mich herum ebenfalls tun. Eine betende Gemeinschaft in Billerbeck, im Kreis Coesfeld, im Bistum und weit darüber hinaus. Das tröstet über vieles hinweg und lässt einen das Wesentliche erkennen.

Guter Gott,
Hilf uns,
verbunden zu bleiben:
die Starken mit den Schwachen,
die Jungen mit den Alten,
die Gesunden mit den Kranken.
Hilf uns,
solidarisch zu leben,
umsichtig zu entscheiden,
aus der Hoffnung zu handeln
und neue Wege zu gehen!
Du hast uns gerufen.
Wir können es wissen.
Wir werden handeln.
Du
heißt uns hoffen.
Amen
(aus „Ernstfall „von Dorothee Sandherr-Klemp)

von Monika Stockmann

Impuls zum Glockenläuten um 19.30 Uhr am 26. März 2020

Im Namen des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Lesung vom Festtag des Heiligen Ludgerus aus der Heiligen Schrift, dem Buch des Propheten Ezechiel
(Ez 34,11-16)
So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.
Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden.
Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

Gott ist wie ein guter Hirte für seine Herde. Auch in dieser Zeit ist Gott in Sorge um uns Menschen. Er verlässt uns nicht. Tröstliche Worte im Blick auf das Leben des Heiligen Ludgerus, der heute vor 1211 Jahren in Billerbeck gestorben ist. Tröstliche Wort auch für uns im Jahr 2020.

Im Gebet und in Gedanken sind jetzt viele Menschen verbunden. Gemeinsam beten wir:

Vaterunser im Himmel …

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Bischof Ludgerus gesandt,
die Friesen und die Sachsen
zum christlichen Glauben zu führen.
Gib auch uns unermüdlichen Eifer
und jene Zuversicht,
mit der er sich in den Dienst der Kirche
gestellt hat.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Auf die Fürsprache des Heiligen Ludgerus segne uns, unsere Stadt Billerbeck und alle Menschen der gute Gott, der Vater + und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Sozialbüro ‚Rat und Hilfe‘ weiterhin telefonisch erreichbar (Tel.: 6448)

Zwar ist das Sozialbüro in diesen Tagen für den persönlichen Kontakt weiterhin geschlossen, über Diakon Thorsten Wellenkötter ist aber ‚Rat und Hilfe‘ weiterhin möglich.

Melden Sie sich einfach telefonisch unter 6448 und sprechen Sie ggf. auf den Anrufbeantworter. Voraussichtlich finden sich dann im gemeinsamen Gespräch Lösungen oder Hilfsangebote.

Diese Möglichkeit besteht auch für Billerbecker, die eigentlich Kunden bei der Coesfelder Tafel sind, aber in diesen Tagen dort nicht einkaufen können.  

 

4. Brief an die Gemeinde

Liebe Empfänger dieses Briefes,

diesen Brief schreibe ich heute am Vorabend des 26. März, der
für uns in Billerbeck als Festtag des Hl. Ludgerus in jedem Jahr
ein besonderer Tag ist.
Was wäre Billerbeck ohne den Hl. Ludgerus – und damit ohne den
Dom, ohne den Ludgerusbrunnen und ohne seine Ausstrahlung für
uns, die wir hier leben und für viele Menschen, die hier groß
geworden sind und die unsere Stadt gerne besuchen, sei es als
„Billerbecker“ oder als Gäste.
Dieser besonderen Bedeutung hat Billerbeck viel zu verdanken,
und deshalb dürfen wir die Erinnerung an den ersten Bischof von
Münster nicht in Vergessenheit geraten lassen!
Die ersten zwei Seiten dieses 4. Briefes in der Zeit der „CoronaKrise“ stellen ein Gebetsblatt dar, dass ich für den morgigen
Gedenktag zusammengestellt habe und das morgen auch in
gedruckter Form in der Sterbekapelle des Domes liegen wird.
Ich lade Sie ein, sich mit den Gebeten zu verbinden, wenn morgen
um 9 Uhr und um 19 Uhr am Sterbeort des Hl. Ludgerus die
Messe gefeiert wird in allen Anliegen der Menschen hier in
unserer Stadt.
Vom Hl. Ludgerus wird berichtet, dass er als Bischof den
Menschen in einer ausweglos scheinenden Zeit der Dürre neue
Lebensquellen erschlossen hat und sie im Glauben an Gott
bestärkt hat. Der Ludgerusbrunnen erinnert noch heute daran
und auch die Gänse auf seinen Bildern, die den Menschen damals
diese Quellen gezeigt haben.
Auch wir erleben momentan eine Zeit, die vielen Angst bereitet,
die für manche ausweglos zu sein scheint und die das Leben und
unseren Alltag wie „ausgetrocknet“ erscheinen lässt. „Gott, bei
dir ist die Quelle des Lebens“ heißt es in einem Psalm in der
Bibel. Da wo nach menschlichem Ermessen die Lebensgrundlagen
zu vertrocknen scheinen, das kann Gott uns neue Quellen
erschließen. Daran glaube ich auch in dieser schweren Zeit. Und
in diesem Glauben ermutigt mich die Erinnerung an den Heiligen
Ludgerus.
Ich wünsche uns, dass wir diese Hoffnung an seinem Festtag hier
in Billerbeck auch miteinander teilen können – räumlich weiter
auseinander als sonst aber, so hat das der frühere Papst
Benedikt XVI. einmal gesagt: „Wer glaubt, ist nie allein!“.
Heute Nachmittag hat unser Seelsorgeteam erstmals mit einer
vom Bistum eingerichteten Videokonferenzschaltung zwei
Stunden „getagt“ und wir haben schon so manche Idee für die
Kar- und Ostertage überlegt, die nun noch ein wenig „reifen“
sollen und auch mit dem Pfarreirat abgestimmt werden, und dann
können wir sie in der kommenden Woche auch bekannt machen.
Herzlich danke ich allen, die sich auch jetzt schon mit kreativen
Ideen daran beteiligen. Eines ist sicher: Ostern fällt nicht aus,
es wird in diesem Jahr nur anders sein, als sonst.
Für heute grüße ich alle ganz herzlich und bleibe bis zum
nächsten Brief
Ihr und Euer

Hans-Bernd Serries

Impuls zum Abendgebet am 25. März um 19:30 Uhr

Rezept 
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird wohl noch alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.
Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.
Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.
Erwarte nichts.
Und hüte besorgt ein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Dein eignen Schatten nimm
zum Weggefährten.
Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.
Zerreiß deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lange schon verzeichnet
im großen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Mascha Kaléko, Lyrikerin

PS: Welche Gedanken kommen mir bei diesem "Rezept"? Und wie hätte sich Maria wohl nach diesen Zeilen gefühlt? Heute hat sie ihr „Ja“ gegeben. Heute in neun Monaten ist Weihnachten. In einer Zeit des Kontaktverbots möchte Christus mit uns in Kontakt kommen. Denken wir darüber nach. Thomas Kröger Foto: pexels

Impuls zum Abendgebet am 24. März um 19.30 Uhr

30 Sekunden die einen großen Unterschied machen!

Gründliches Waschen der Hände ist ein Muss zur Vorbeugung einer Coronavirus-Infektion. Dadurch schützen wir uns selber aber auch unsere Mitmenschen.                                                                                 30 Sekunden soll man mit Seife seine Hände waschen und dabei auch an das Waschen zwischen den einzelnen Fingern denken.                                                              
30 Sekunden also, die zwischen Gesundheit und Krankheit entscheiden und möglicher Weise auch zwischen Leben und Tod.

In gut 2 Wochen feiern wir Christen die „Karwoche“ in der es um den Tod und das Leben von Jesus Christus geht. Vermutlich wird es damals beim Verhör vor Pilatus mehr als 30 Sekunden gedauert haben, als das Urteil des Todes am Kreuz für Jesus gefällt wurde. Pilatus wusch dabei sein Hände in Unschuld. Waschen Sie ihre Hände nicht in Unschuld, aber gründlich 30 Sekunden lang. 30 Sekunden die entscheidend sind.

30 Sekunden dauert das Gebet, dass alle Christen rund um den Globus miteinander beten: das ‚Vater unser‘!            Ich lade Sie herzlich ein, sich beim mehrmaligen täglichen Händewaschen für 30 Sekunden mit anderen Menschen rund um den Globus zu verbinden und für- und miteinander zu beten:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.                                                                               
Dein Reich kommen.                                                                                               Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.                                   
Unser tägliches Brot gib uns heute.                                                                       
Und vergib uns unsere Schuld,                                                                               
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.                                                                
Und führe uns nicht in Versuchung,                                                               
sondern erlöse uns von dem Bösen.                                                                    
Denn dein ist das Reich                                                                                            und die Kraft und die Herrlichkeit,                                                                                 in Ewigkeit.
Amen.


Frank Ludger Bakenecker, Pfr.

Abendgebet am Montag, den 23. März 2020 um 19.30 Uhr

Vorbereitung
Wir zünden eine Kerze an und stellen sie ins Fenster.
Sie brennt für unsere Gebetsanliegen.
Wir stellen uns zum Abendgebet auch ans Fenster, um uns selber klar zu machen, dass wir mitten in der Welt und
in guter Gemeinschaft mit vielen anderen stehen, auch wenn wir zurzeit auf die meisten persönlichen Kontakte
verzichten müssen.


Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr und es senke sich herab dein Erbarmen.
Dein ist der Tag und dein ist die Nacht.
Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht deiner Wahrheit uns leuchten.
Geleite uns zur Ruhe der Nacht und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.
Amen.

Gebetsanliegen
1) Wir haben diese Kerze entzündet für die Menschen in unserer Stadt und unserem Land, die unter der
gegenwärtigen Corona-Krise leiden. Menschen, die krank geworden sind. Menschen, die Angst um ihr
Leben haben. Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen können. Menschen, die sich einsam und
alleingelassen fühlen. Menschen, die Angst haben um ihre wirtschaftliche Existenz.
Barmherziger Gott, ich bitte dich, steh denen bei, die unter der Krise besonders leiden. Hilf ihnen, trotz
Angst und Sorgen das Vertrauen nicht zu verlieren in deine Güte und Barmherzigkeit.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!

2) Wir haben diese Kerze entzündet für die Menschen, die um liebe Freunde oder Angehörige trauern und
für ihre Trauer zurzeit kaum Raum finden. Trauerfeiern dürfen nur unter freiem Himmel und im engsten
Familienkreis stattfinden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Persönlicher Kontakt untereinander
ist den Trauernden verboten, wenn sie nicht im selben Haus wohnen. Das ist schlimm für viele und fügt
zum Schmerz über den Abschied noch weiteres Leid hinzu.
Lebendiger Gott, ich bitte dich, mach uns empfindsam für die Sorgen und die Not der Trauernden, dass
wir nicht achtlos sind im Umgang mit ihnen. Lass uns Wege finden, ihnen auch dann zur Seite zu stehen,
wenn wir ihnen persönlich nicht nahekommen dürfen.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!


3) Wir haben diese Kerze entzündet für die Menschen in Kroatien, die von dem schweren Erdbeben gestern
Abend betroffen sind. Mehrere Menschen sind verletzt worden, viele sind in Panik. Über 1000 Menschen
in Zagreb und Umgebung haben ihre Häuser und Wohnungen verloren und sind jetzt, trotz verordneter
Ausgangsbeschränkungen, ungeschützt im Freien oder mit vielen anderen zusammen in Notunterkünften.
Gnädiger Gott, ich bitte dich, dass die Menschen in Kroatien schnell Hilfe finden in ihrer Not. Gib den
Verantwortlichen in Politik und Öffentlichkeit Weitsicht und Mitgefühl, dass sie schnell handeln und die
schutzlosen Menschen sicher unterbringen, damit sie nicht nach dem Verlust von Hab und Gut nun auch
noch durch ein hohes Ansteckungsrisiko gefährdet werden.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!

4) Wir haben diese Kerze entzündet für die Opfer von Rechtspopulismus, Hass und Gewalt. Auch in der
gegenwärtigen Krise versuchen wieder gewissenlose Volksverführer, die Menschen gegeneinander und
gegen unseren demokratischen Staat aufzubringen. Es werden zahlreiche Lügen und
Verschwörungstheorien verbreitet. Die Schuld an der Ausbreitung des Virus wird wahlweise Flüchtlingen,
Regierenden oder den seriösen Wissenschaftlern angelastet, sie werden zu Sündenböcken gemacht.
Gerechter Gott, ich bitte dich, lass Wahrheit über Lügen triumphieren, damit die Saat des Misstrauens
und des Hasses nicht aufgeht. Mach uns mutig genug, dort zu widersprechen, wo Menschen verächtlich
gemacht werden, wo die Wahrheit verdreht wird und solidarisches Denken und Handeln verunglimpft
werden.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!

5) Wir haben diese Kerze entzündet für die Menschen in und aus Syrien. Dort ist jetzt, mitten im Krieg,
ebenfalls das Corona-Virus ausgebrochen. Und das syrische Gesundheitssystem und alle medizinische
Infrastruktur sind durch 9 Jahre Bürgerkrieg schwer geschädigt. Flüchtlinge leben in und um Syrien in
Lagern, in denen sich Krankheiten rasend schnell ausbreiten können. Dazu kommt, dass viele Menschen in
den zerstörten Städten und notdürftigen Lagern an Leib und Seele erschöpft sind und dadurch
geschwächt und besonders anfällig. Eine angemessene medizinische Versorgung von am Coronavirus
erkrankten Menschen scheint unter diesen Bedingungen unmöglich.
Rettender Gott, ich bitte dich für die Menschen in Syrien und in den vielen Flüchtlingslagern der Region,
die dort unter oft menschenunwürdigen Bedingungen versuchen zu überleben. Lass sie nicht auch noch
schutzlos und hilflos der Virus-Bedrohung ausgesetzt sein. Wir müssen auch unsere Politiker laut und
deutlich daran erinnern, dass schutzbedürftige und bedrohte Menschen nicht einfach ihrem Schicksal
überlassen werden dürfen. Unsere Wertegemeinschaft Europa darf die Augen nicht verschließen vor der
besonderen Notlage der Menschen in Syrien und in den Lagern.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!

6) Wir haben diese Kerze entzündet für das, was uns ganz persönlich bewegt in diesem Moment. Wir
bringen es in der Stille vor dich mit unseren eigenen Gedanken und Worten.
- - - S T I L L E - - -
Herr, erbarme dich!

7) Wir haben diese Kerze entzündet für alle Menschen, die sich in diesen Tagen abmühen, um für die
Erkrankten da zu sein, zu pflegen, zu heilen, Mut zu machen, zu trösten.
Wir danken dir, Gott, für den unermüdlichen Einsatz von Ärztinnen, Pflegern und Helfern, die uns
Hoffnung machen, dass die derzeitige Krise durch die Coronavirus-Pandemie überwunden werden kann
und für viele Menschen irgendwann wieder Normalität und Leben zurückkehren wird. Wir danken dir
auch für alle Menschen, die für die Angehörigen von Erkrankten und von Verstorbenen da sind, ihnen
beistehen und trösten, wo immer ein gutes Wort helfen kann.


In Verbundenheit mit allen, die jetzt mit uns beten, und in Verbundenheit mit allen Christinnen und Christen
sprechen wir Jesu Worte:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Wir vertrauen auf Gottes Segen für uns und alle, die uns am Herzen liegen:
Der HERR behütet dich.
Der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Amen.
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser Gott alleine.

3. Brief an die Gemeinde

Liebe Billerbeckerinnen und Billerbecker – jung und alt!

Gerade haben die Domglocken um kurz nach halb acht am Sonntagbend aufgehört zu läuten. Ich weiß,
dass in diesen Tagen der räumlichen Trennung zwischen uns Menschen dieses Zeichen - und viele
andere - etwas sehr Verbindendes haben, und so waren wohl auch gerade wieder viele Menschen hier
in der Stadt in Gedanken und Gebeten, oder einfach nur im Hinhören, verbunden. Das tut uns allen gut!
Heute, am Sonntag vor dem Festtag des Hl. Ludgerus am 26. März, wollten wir eigentlichen wieder mit
Vielen den Sint-Lürs-Weg von Gerleve nach Billerbeck gehen; seit 2009 haben wir das bis jetzt in jedem
Jahr gemacht, in diesem Jahr ist es leider nicht möglich gewesen. Der Weg erinnert an den letzten Weg,
den Bischof Ludgerus am 25. März 809 von Coesfeld nach Billerbeck gegangen ist. In unserer Stadt hat
er dann das letzte Mal in seinem Leben eine Hl. Messe gefeiert und gepredigt; in der Nacht darauf ist er
dann hier gestorben. Leider müssen wir seinen Festtag in diesem Jahr auch anders feiern, als üblich.
Ich lade aber schon jetzt alle ein, am kommenden Mittwoch, dem 25 März abends um halb acht, beim Läuten der
Glocken, an die letzte Messe des Hl. Ludgerus zu denken, die er in Billerbeck an diesem Tag gefeiert hat. Dabei
können wir beten: „Gott, du Licht deiner Gläubigen, du Hirt der Seelen. Du hast den Heiligen Ludgerus dazu
berufen, durch seine Predigt und sein Beispiel der Kirche und den Menschen zu dienen. Seine Fürsprache
helfe uns, den Glauben zu bewahren, den er gelehrt hat, und den Weg zu gehen, den er durch sein Leben
gewiesen hat. Amen“
Am Donnerstag werden wir morgens um 9 Uhr und am Abend um 19 Uhr, leider nur im ganz kleinen Kreis hinter den verschlossenen Domtüren, die Messen feiern für alle Menschen in unserer Stadt. Von 9.30 Uhr bis 18 Uhr ist der Dom aber geöffnet und wir laden sie herzlich ein, den Dom und die festlich geschmückte Sterbekapelle zu besuchen. Nach der Messe um 9 Uhr und auch abends wieder um 19.30 Uhr läuten dann ebenfalls die Glocken zum Festtag. Dabei können wir dann gemeinsam verbunden beten: „Allmächtiger Gott, du hast den heiligen Bischof Ludgerus gesandt, die Friesen und die Sachsen zum christlichen Glauben zu führen. Gib auch uns unermüdlichen Eifer und jene Zuversicht, mit der er sich in den Dienst der Kirche gestellt hat. Amen“
Und noch etwas bewegt mich heute Abend: Heute wäre der geplante Escape-Raum „Der Löwe von Münster“ bei uns im Pfarrheim zu Ende gegangen.
Damit hätten wir an Bischof Clemens August Graf von Galen erinnert, der 1941 durch berühmt gewordene
Predigten die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens gegen die Nazi-Ideologie verteidigt hat.
Heute, am 22. März, ist sein Gedenktag; er starb 1946.
In unserem Dom können Sie aber die Ausstellung anschauen, die wir dafür zusammengestellt haben –
[aber bitte immer schön mit Abstand zu den Anderen!]
In einem Brief, der in der Ausstellung zu sehen ist, rät der junge Priester Clemens August seinem Bruder
Franz Graf Galen: „… und nun vertrau auf Gott, und gib dir Mühe…“.
Das wünsche ich uns allen auch in dieser nicht leichten Zeit: dass wir das Vertrauen auf Gott nicht
verlieren und dass wir uns gleichzeitig Mühe geben alles tun, was gut und sinnvoll ist für uns selbst und
für die Anderen.
Herzliche Grüße – bis zum nächsten Brief!

Hans-Bernd Serries, Propst

Impuls zum Sonntag

2. Brief an die Gemeinde

Propst Hans-Bernd Serries                                        Billerbeck, den 20. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Billerbeck!
Am heutigen Freitag schreibe ich meinen zweiten Brief an alle in unserer Gemeinde und in
unserer Stadt
Inzwischen gibt es viele Zeichen der Verbundenheit und des Gebetes, viele Ideen und Vorschläge, was alles getan werden kann, um in dieser schweren Zeit sicher zu sein: wir sind nicht
allein, unser Glaube stärkt uns, verbindet uns und hilft uns! Ich danke allen, die sich daran beteiligen und dabei mithelfen.
Ab heute Abend läuten auch in Billerbeck täglich um 19.30 Uhr die Glocken der Evangelischen
Kirche „Vom Guten Hirten“ und des Ludgerusdomes. Lassen Sie uns dann aneinander denken
und füreinander beten!
Heute Vormittag habe ich bei der Feier der Messe im Ludgerusstift das Evangelium des heutigen Tages gelesen:
„In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das Erste
von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige
Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit
all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt
keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu
lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen
Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht
fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.“ (Mk 12,28b-34)
Über die Videoanlage im Ludgerusstift waren wir auch in der leeren Kapelle zum Gottesdienst
verbunden und ich habe den Bewohnern gesagt, dass wir alle wissen, wie schmerzhaft gerade
auch sie in dieser Zeit die Besuche lieber Menschen vermissen und sich daran halten müssen,
das Haus besser nicht zu verlassen und auf zwischenmenschliche Kontakte zu verzichten. Und
so geht es ja auch vielen Anderen, die im hohen Alter, vielleicht alleine, in ihren Wohnungen
leben.
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ – das heißt in diesen Tagen sehr konkret, wir
müssen unsere Mitmenschen schützen, so wie wir uns selbst schützen müssen, um nicht krank
zu werden. Und da ist es ein Zeichen der Liebe zum Nächsten und zu uns selbst, wenn wir das
Opfer bringen und auf möglichst viele enge Kontakte zu anderen Menschen verzichten.
Das ist ein großes Opfer – vielleicht mehr als viele anderen Fastenopfer in dieser Zeit, aber wir
dürfen sicher sein, dass Jesus Christus, der uns dieses Gebot im Evangelium heute schenkt,
uns nicht allein lässt.

Gott segne und schütze Sie und Euch alle!

Ihr

Hans-Bernd Serries, Propst

Impuls zum Abendgebet am 20. März um 19.30 Uhr

Liebe Billerbecker Christen,

hier ein kurzer Impuls zum heutigen Abendgeläut um 19.30 Uhr von Diakon Thorsten Wellenkötter:

 Kurze Stille, um das Geläut der Kirchen zu hören – entzünden einer Kerze – Kreuzzeichen

 Bibeltext des Tages: Mk 12, 28b-34

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das Erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Lied: ‚Selig seid Ihr….‘ Gotteslob Nr. 458

Gedanken zum heutigen Evangelium:

‚Ich mag dieses Evangelium sehr und es passt gut in diese Tage der Reduzierung!

In dieser Zeit, wo alles scheinbar Wichtige für uns reduziert wird oder gar weg fällt, frage ich mich auch, was ist eigentlich das Entscheidende und Wesentliche in meinem Glauben und in meinem Leben?

Jesus gibt eine kurze und einleuchtende Antwort darauf: Gottes Nähe zu suchen und die Mitmenschen zu lieben, ohne sich selbst dabei zu vergessen. Das macht das Christsein aus!

Mit dem heutigen Gebet wollen wir die Verbindung zu Gott aufrecht erhalten, unsere Liebe zu den Mitmenschen heißt in diesen Tagen bewusst Abstand voneinander zu halten und doch für andere da zu sein und somit uns selbst und unsere Gesundheit gut im Blick zu halten.‘

Gottes Segen wünscht

Thorsten Wellenkötter
Diakon

Abschluss mit dem ‚Vater-unser‘ und dem Kreuzzeichen

Kirchenglocken laden zum Gebet ein!

Liebe Billerbeckerinnen und Billerbecker,

ab heute, 20.03.2020, laden drei Kirchenglocken unseres Ludgerusdomes und auch des evangelischen Kirchenzentrums um 19.30 Uhr zum gemeinsamen Gebet ein. Wir vernetzen uns dann mit allen Kirchen in NRW und bilden somit eine hörbare Gebets- und Solidargemeinschaft.

Wer mag kann abends auf homepage und facebook der katholischen Kirchengemeinde einen kurzen Impuls für den Tag und das abendliche Gebet erhalten: Montags wird der Impuls das ökumenische Friedensgebet enthalten, Dienstag bis Freitag schreibt einer der Seelsorger einige persönliche Gedanken, Samstag bis Sonntag wird ein kurzer Video-Impuls zu finden sein. 

Bleiben wir verbunden und gesund!

Brief an die Gemeinde

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Billerbeck!

Auf diesem Wege schreibe ich als Propst und Pfarrer allen einen Brief in diesen so außergewöhnlichen Zeiten.
Wir alle sind durch die notwendigen Einschränkungen zur Eindämmung des Virus betroffen;
viele auch sehr verunsichert und voller Sorge. Ich möchte Ihnen und Euch allen sagen, dass wir
Seelsorger uns mit allen Menschen in Billerbeck sehr verbunden wissen und da sind!
Eine der wesentlichen Aufgaben von uns Diakonen, Priestern – und auch von den Mönchen in Gerleve – ist das tägliche Stundengebet. In diesem Gebet bringen wir mehrmals am Tag alle Anliegen und Sorgen der Menschen vor Gott. Wir spüren in dieser Zeit, wie wertvoll aber auch notwendig dieser Dienst ist, den wir gerne für unsere Stadt Billerbeck und für alle Menschen tun. Wenn sie es ermöglichen können, laden wir Sie ein, z. B. morgens um 7 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 18 Uhr, wenn vom Dom aus die Angelus-Glocke läutet, sich unserem Gebet anzuschließen. Ich bin sicher, dass diese „Solidarität im Gebet“ eine gute Stütze ist in den kommenden Wochen!
Ein weiterer wichtiger Dienst für uns in der Katholischen Kirche ist die Feier der Heiligen Messe, die natürlich am Sonntag, aber auch werktags in Billerbeck gefeiert wird.
Da es im Moment untersagt ist, die Messfeiern und andere Gottesdienste öffentlich zu feiern, hat der Bischof uns Priester gebeten, auch ohne Beteiligung der Gemeinde die Hl. Messe zu feiern, „weil in dieser Situation gerade die Feier der Eucharistie unser unvertretbarer Auftrag als Kirche ist, um die Sorgen der Menschen vor Gott zu bringen und ihnen auch weiterhin geistlich nahe zu sein“.
Wir haben deshalb beschlossen, dass wir sowohl am Sonntag als auch an den Werktagen in unserer Pfarrkirche St. Johann und im Ludgerusdom zu den üblichen Zeiten die Messe feiern.
Zusätzlich feiert ein Priester bis auf Weiteres an jedem Werktag um 10.30 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr in der Kapelle des Ludgerusstiftes eine Heilige Messe, die dort ja über die Videoanlage direkt in die Wohnbereiche übertragen werden kann, so dass die Bewohner und auch die Mitarbeiter diese Messen mitfeiern können. Das ist auch ein besonderer Dienst für die Bewohner des Ludgerusstiftes, die ja im Moment kaum Besuch bekommen und auch das Haus nicht verlassen dürfen.
Vielen kommt es vielleicht etwas „befremdlich“ vor, wenn ein Priester alleine die Messe feiert, aber es ist deshalb möglich, weil wir jede Eucharistie in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche, mit allen Glaubenden, ausdrücklich ja auch „mit unserem Papst und unserem Bischof“ feiern, und auch mit den Verstorbenen im Gebet verbunden sind. Somit ist es keine „Privatveranstaltung“ sondern ein geistlicher Dienst, durch den wir uns gerade in dieser Zeit mit Ihnen allen
verbunden wissen. Und wir laden Sie ein, sich umgekehrt auch geistlich mit uns zu verbinden.
Am Vormittag öffnen wir unsere Kirchen dann jeweils, wenn die Messe beendet ist, am Abend schließen wir die Kirche vor Beginn der Messe; die Glocken läuten jedes Mal zum Öffnen und Schließen der Kirche, um deutlich zu machen, dass das, was wir in der Kirche feiern, unser Dienst ist für alle, die sich außerhalb der Kirche mit uns verbunden wissen.
Liebe Gemeinde, in den kommenden Tagen werde ich Ihnen auf diesem Weg immer wieder einen Brief schreiben und Sie „auf dem Laufenden“ halten.

Für heute Grüße ich Sie im Namen des ganzen Seelsorgeteams und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde ganz herzlich mit dem so oft zu hörenden Wunsch in diesen Tagen „Bleiben Sie gesund!“
Ihr
Hans-Bernd Serries, Propst

Gottesdienste online

Wir wissen darum, dass viele Gemeindemitglieder unsere gemeinsamen Gottesdienste an Sonntagen und auch Werktagen vermissen.
Mittlerweile stehen verschiedene Online-Angebote zur Verfügung, wie z.B. die Gottesdienstübertragungen aus dem Bistum Münster: 

Live-Stream aus Münster:
Sonntag
11.00 Uhr, Hl. Messe St.-Paulus-Dom, Münster
Montag bis Samstag
8.00 Uhr Hl. Messe, St.-Paulus-Dom, Münster
u. 18.00 Uhr St. Lamberti, Münster

www.bistum-muenster.de  
www.facebook.com/bistum.muenster
www.youtube.com/user/Bistum/Muenster/live  

Aus der Marienbasilika Kevelaer am Sonntag
Vorabendmesse 18.00 Uhr
So 11.30 Uhr Hl. Messe
an allen Werktagen
11.30 Uhr Hl. Messe, anschließend ein geistlicher Impuls „Zeitpunkt Trost“

www.wallfahrt-kevelaer.de 
www.ewtn.de 
www.horeb.org

Montag bis Samstag um 8 Uhr und Sonntag um 10 Uhr überträgt www.katholisch.de den Gottesdienst aus dem Kölner Dom.

Zudem gibt es die regelmäßigen Gottesdienstangebote in den Programmen von WDR, Deutschlandfunk und ZDF.
Der ZDF-Fernsehgottesdienst ist Sonntags ab 9.30 Uhr zu sehen, die Radiogottesdienste beginnen um 10 Uhr in WDR-5 und um 10.05 Uhr beim Deutschlandfunk.

Aktuelle Mitteilungen für unsere Gemeinde

Aktuelle Mitteilungen für unsere Gemeinde von Montag, 16. März 2020, 16 Uhr
auf Grund der jüngsten Vorgaben des Bistums Münster

Diese Mitteilungen gelten bis auf Weiteres …

...für unsere Gottesdienste:

  • Die Messzeiten in St. Johann und im Dom bleiben wie gewohnt erhalten und die Hl. Messen werden auch gefeiert. Allerdings ohne Beteiligung von Gläubigen und der Öffentlichkeit und auch ohne die verschiedenen liturgischen Dienste.
  • Die Kirchen werden täglich nach der Feier der Messe am Morgen geöffnet.
  • Am Ende der Messen werden die Glocken geläutet, um den Übergang aus der Feier der Messe in die Möglichkeit zum persönlichen Gebet im Laufe des Tages in den Kirchen bekannt zu machen.
  • Die Kirchen werden um 18 Uhr am Abend geschlossen.
  • Am Mittwoch und am Freitag wird in St. Johann nach der Schließung der Kirche die Hl. Messe gefeiert. Am Samstag um 18 Uhr im Dom
  • In der Kapelle des Ludgerusstiftes:
  • wird von Montag bis Samstag täglich um 10:30 Uhr eine Hl. Messe gefeiert, die über die Videoanlage von den Bewohnern des Hauses in den Wohnbereichen und Zimmern mitgefeiert werden kann.
    Am Sonntag wird die Messe um 10 Uhr gefeiert.
    Auch im Ludgerusstift gilt, dass alle Messen ohne Teilnahme der Bewohner des Stiftes, der Gemeinde und ohne liturgische Dienste gefeiert wird.

...für Taufen:

  • Für die bereits geplanten Trauungen und Taufen wird mit den Paaren und den Familien in persönlicher Absprachen nach individuellen Lösungen gesucht.

... für Beerdigungen:

  • Den Vorgaben des Bistums entsprechend können wir in unserer Gemeinde zur Zeit leider keine Messfeier für Verstorbene mit Angehörigen und Gästen der Familie feiern.
  • Die Beisetzung der Verstorbenen unter Teilnahme von max. 20 Personen beginnt jeweils direkt draußen vor der jeweiligen Friedhofshalle.
  • Dann erfolgt der Gang zum Grab und die Beisetzung.
  • Weitere Details werden mit dem jeweiligen Seelsorger besprochen.

Öffnungszeiten der Kirchen

Unsere Pfarrkirche St. Johann ist
Am Sonntag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet
Montags bis Samstags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr

Der Ludgerusdom ist
Sonntags von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet
Montags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr
Dienstags bis Samstags 8.00 Uhr bis 18 Uhr

Vor und nach diesen Öffnungszeiten werden Priester in allen Anliegen unserer Gemeinden die Messen feiern.

Am Samstagabend wird wie üblich von den Domtürmen und dem Turm der Johanniskirche der „Sonntag eingeläutet“.

Weitere Informationen

In allen seelsorglichen Angelegenheiten wenden Sie sich bitte telefonisch an die Propstei (02543/6209) oder an die Seelsorger der Gemeinde.
Das Pfarrbüro ist zu den regulären Öffnungszeiten besetzt aber nur telefonisch (02543/6209) oder per e-mail erreichbar.
Das Caritas-Sozialbüro ist telefonisch unter 02543/6448 erreichbar (ggf. sprechen Sie auf den Anrufbeantworter)

Das Pfarrheim am Dom ist grundsätzliche geschlossen. Es dürfen dort keine Veranstaltungen stattfinden.


Feier der Kar- und Ostertage

Dazu geben wir für unsere Gemeinde rechtzeitig die entsprechenden Informationen.

Oekumenisches Friedensgebet am Montag

Bis auf Weiteres werden wir das Montags-Friedensgebet schriftlich online zu stellen – in ökumenischer Verbundenheit.

So haben alle die Möglichkeit, statt im Dom Zuhause für den Frieden zu beten!

Erstkommunion 2020

Sehr geehrte Eltern und Familien, die in unserer Gemeinde in diesem Jahr die Erstkommunion feiern möchten.

Gestern Abend bekamen wir für das ganze Bistum Münster die Anordnung, dass alle Gottesdienste und Veranstaltungen abzusagen sind. Dem entsprechend müssen wir schweren Herzens auch alle noch verbleibenden Termine der Vorbereitung absagen und auch jetzt schon die Feiern der Erstkommunion nach Ostern.

Die Erstkommunion wird selbstverständlich nachgeholt und wir informieren Sie, sobald wir *verlässlich* dazu etwas sagen können. Diese Entscheidung tut uns sehr leid, aber wir hoffen auf Ihr Verständnis und wollten Sie schnellst möglich informieren. Bitte geben Sie diese Information auch weiter.

Herzliche Grüße!
Propst Hans-Bernd Serries

Update Coronavirus

Liebe Gemeinde,

heute Abend erreichte uns die Nachricht, dass alle Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Münster abzusagen sind.
Wir nehmen die Situation ernst und möchten unsere Gläubigen bestmöglich schützen!
Am Montag erwarten wir neue Vorgaben durch das Bistum. Wir werden daraufhin umgehend entsprechende Entscheidungen für unsere Pfarrei treffen.

Bleiben Sie gesund!

Coronavirus

Aufgrund der aktuellen Situation hat das Bistum Münster Handlungsempfehlungen herausgegeben , die das Seelsorgeteam in ihrer wöchentlichen Dienstbesprechung beraten und für notwendig und richtig erachtet hat, um die uns anvertrauten Menschen bestmöglich zu schützen. Daraus ergeben sich folgende kurzfristige Entscheidungen für unsere Pfarrei:

  • Die regulären Gottesdienste in unseren Kirchen finden weiterhin statt mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Alle Personen die zu den besonderen Risikogruppen zählen und die sich selbst krank fühlen, bitten wir, die Gottesdienste nicht zu besuchen und die Möglichkeiten der Fernsehübertragungen, des Rundfunks oder des Internet zu nutzen. Das gilt auch für die Priester und Diakone, die die Liturgie feiern, für Messdiener, Lektoren und Kommunionhelfer (m/w)
  • Über die Feier von größeren Beerdigungsgottesdiensten wird im Einzelfall mit den Angehörigen gesprochen.
  • Der Escape-Raum in der kommenden Woche im Pfarrheim wird abgesagt. Alle Anmeldungen werden storniert.
  • Die Ausstellung im Dom „Unantastbar Menschsein“ bleibt während der Öffnungszeiten des Domes öffentlich zugänglich.
  • Die Kollekte in den Sonntagsgottesdiensten wird fortan am Ende der Messe von einer Person entgegengenommen und nicht, wie üblich, durch das Herumreichen eines Körbchens eingesammelt.
  • Die Frühschichten am Mittwochmorgen um 6 Uhr in der Fastenzeit  fallen aus.
  • Der Gang über den Sint-Lürs-Weg in der organisierten Form mit Kuchen und Getränken durch das DRK auf einem privaten Hofgelände wird abgesagt.
  • Die Proben des Kinderchores fallen zunächst bis zum Ende der Osterferien aus.
  • Alle Aktionen und Veranstaltungen der Firmvorbereitung werden vorerst abgesagt.
  • Über die Feier der Erstkommunionsonntage am 19.4. und am 26.4. werden wir in der kommenden Woche entscheiden.
  • Unsere Seelsorger werden aktuell keine persönlichen Geburtstagsbesuche vornehmen.

Wir haben ein Arbeitsgremium eingerichtet, welches sich täglich über die Sachlage informiert und künftige Entscheidungen bzgl. unseres Pfarreilebens treffen und schnellstmöglich bekanntgeben wird.

Wir bitten um Verständnis und Ihr Gebet; und bleiben Sie gesund!

Unantastbar Menschsein

Der Countdown läuft – am morgigen Freitag eröffnen wir die interaktive Ausstellung im Rahmen unserer Fastenzeitaktion „Unantastbar - Menschsein“.


In Absprache mit den Verantwortlichen der Stadt Billerbeck haben wir uns entschieden, trotz der derzeitigen Verbreitung des Corona-Virus, die Veranstaltung stattfinden zu lassen.
Der Dom bietet aufgrund seiner Größe genügend Raum, um allen Besuchern einen angemessenen Abstand zu anderen Mitmenschen bieten zu können. Wenn wir, wie schon in unseren Kirchen praktiziert, auf Händeschütteln und Umarmungen etc. verzichten, sollte die Gefahr einer Ansteckung minimiert sein.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Gottesdienste im Ludgerusstift

Aufgrund der aktuellen Entwicklung beim Corona Virus, hat sich die Geschäftsführung des Ludgerusstiftes dazu entschlossen, den Sonntags- und auch alle Werktagsgottesdienste ohne Externe zu feiern.

Wir bitten alle Gottesdienstbesucher, diese Entscheidung zu respektieren!

 

Johannes-Passion - Konzerte der Dommusik Münster in Münster und Billerbeck - abgesagt

Aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Virus-Fällen und der erhöhten Ansteckungsgefahr bei Veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen muss die Dommusik Münster das Konzert der Johannes-Passion im Hohen Dom zu Münster, 04.04.2020 und im Billerbecker Dom, 05.04.2020 absagen.

Diese Entscheidung wurde im Hinblick auf die Anordnung des Gesundheitsministeriums NRW, alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abzusagen, getroffen. Diesem Erlass folgt das Münsteraner Domkapitel und die Dommusik Münster. Dies ist sehr bedauerlich, aber im Sinne des Schutzes der Besucher sowie des Orchesters, der Sänger und Solisten notwendig und vorgeschrieben.

Die Karten für das Konzert in Billerbeck können dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben werden. Die Käufer bekommen das Geld erstattet, da zu dem jetzigen Zeitpunkt noch kein Ersatztermin feststeht. Die Veranstalter planen, die beiden Aufführungen der Johannes-Passion im März 2021 nachzuholen.

Neuer Küster begrüßt

Am Sonntag, 01. März, konnten wir in den Gottesdiensten und bei einem kleinen Empfang unseren neuen Küster Bernd Jacobs begrüßen, der seinen Dienst in unseren Kirchen begonnen hat.

Wir wünschen Bernd bei den neuen Aufgaben viel Freude und Erfolg und natürlich Gottes Segen bei seinem Tun!

Fastenzeit 2020

Auch in diesem Jahr hat die katholische Kirchengemeinde einen Führer durch die Fastenzeit erstellt, der in komprimierter Form alle Termine der kommenden Wochen inclusive der Ostertage, zusammenfasst sind.

Diesen Flyer erhalten Sie in beiden Kirchen, im Pfarrbüro oder als pdf-Datei unter folgendem Link:

Kleinkindergottesdienst

ESCAPE-Raum „Der Löwe von Münster“ vom 16.-22. März 2020 - ABGESAGT!! -

Ein „Escape Room“ ist ein in den letzten Jahren auch in Deutschland zunehmend populär gewordenes Format im Freizeit- und Unterhaltungsbereich. Es besteht darin, eine kleine Personengruppe in einem Raum „einzusperren“, aus dem sich diese mit Hilfe der darin enthaltenen Rätsel sowie versteckter Hinweise und Gegenstände befreien muss. Ein Spielleiter beaufsichtigt die Gruppe zumeist per Kameraüberwachung und kann bei Bedarf Hilfestellung geben.

In unserem Fall, werden im Pfarrheim Räume aufgebaut, die nicht verschlossen sind, so dass man sie jederzeit verlassen kann.
Die Handlung des Escape Rooms „Der Löwe von Münster“ spielt im Jahr 1941. In einer historischen Predigt am 3. August des Jahres prangerte der damalige Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen öffentlich die systematische Tötung behinderter Menschen durch die Nationalsozialisten an.

Die bis zu acht Spieler des Escape Rooms schlüpfen in die Rolle einer fiktiven Pfadfindergruppe. Ihr Gruppenleiter Karl Kortenkamp wurde zum Zeitpunkt des Spielgeschehens für das verbotene Nachdrucken der Predigt gerade verhaftet.
Die Gruppe soll nun in Karls Arbeitszimmer innerhalb von 60 Minuten die von ihm erstellten Flugblätter finden. In der Einleitung und im Verlauf des Spielgeschehens erfahren die Spieler mehr über die Predigt des Bischofs und deren historische Umstände. Nachdem sie diese gefunden haben, können sie anonym und aus der Perspektive des Jahres 1941 entscheiden, ob sie sich an deren Verteilung in der Bevölkerung beteiligt hätten oder nicht.

Der „Löwe von Münster“ schafft die spielerische Auseinandersetzung mit den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte. An den Vormittagen sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 9  bis 13 eingeladen, den Escape-Raum „zu spielen“; Nachmittags und Abends steht das Angebot allen Interessierten Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen offen. Das Konzept soll im schulischen Kontext dazu dienen, durch die Schaffung nachhaltiger Erinnerung Kompetenzen des Religions-, Geschichts- und Sozialwissenschaftsunterricht zu vermitteln. Es ist überdies zur allgemeinen Demokratiebildung und Rechtsextremismus-Prävention geeignet. Dabei steht das christlich motivierte Engagement für Benachteiligte, wie es durch Bischof von Galen praktiziert wurde, im Fokus.
Zur Begleitung und zur Vertiefung mit dem historischen Hintergrund und der Person des „Löwen von Münster“ wird im Ludgerusdom in Billerbeck eine Ausstellung zu sehen sein, in der Originaldokumente, Fotos und andere Ausstellungsstücke helfen, die spannende Zeitreise in das Jahr 1941 besser zu begreifen.

Allen interessierten Gruppen (bis zu 8 Personen) steht der Escape-Raum offen vom 16.–22. März jeweils um 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr; am Samstag, 21. März zusätzlich um 10 Uhr und 12 Uhr; am Sonntag, 22. März zusätzlich auch um 11.30 Uhr, nach der Feier der Sonntagsmesse im Dom.

Terminanfragen für Gruppen sind vorher online erforderlich
unter:  billerbeck.loewevonmuenster.de

"DomUs" - Kirche für uns

Was sich dahinter verbirgt:

  • Eine Gruppe engagierter Christ/innen aus Billerbeck gestalten den sonntäglichen Gottesdienst mit
  • Der Start erfolgt gemeinsam mit allen Generationen im Dom
  • Je nach Interesse gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, den biblischen Impuls des Tages zu bedenken: in der klassischen Predigt und einem anschließenden Gespräch, in der Kinderkirche, in einem kleinen Event für jungen Christen, im persönlichen Bibelgespräch, in einer künstlerischen Darstellung und in weiteren modernen Formen.
  • Danach feiern wir mit allen Generationen gemeinsam die Eucharistie/Abendmahl im Dom
  • Anschließend erfolgt die Einladung zu einem gemeinsamen Mittagessen im Pfarrheim

Wo: im "Billerbecker Dom" St. Ludgerus 

Wann: Sonntag, 26.01 / 10.05. / 15.11.2020 jeweils von 10.00 Uhr bis ca. 11.30 Uhr

 

Gemeinsam sind wir davon überzeugt, dass die biblische Botschaft auch heute im Alltag aktuell ist!

Wir versuchen, Kirche so zu gestalten, dass sie viele verschiedene Menschen zusammen bringt!

Wir feiern gerne lebendige und moderne Gottesdienste!

Sie / Du auch?

Dann herzlich willkommen!

 

Änderung der Messzeiten

Im Dezember hat eine Umfrage unter allen Messbesuchern ergeben, dass sich eine Mehrheit eine Verlegung der Abendmesse am Samstagabend zu einem früheren Zeitpunkt wünscht. 

In diesem Zuge hat der Pfarreirat in seiner Dezembersitzung die folgende Änderungen, ab Beginn der Fastenzeit, beschlossen:

Abendmesse am Samstagabend: Beginn 18.00 Uhr

Abendmesse am Mittwochabend: Beginn 19.00 Uhr

Ab dem 29. Februar 2020 laden wir zu diesen Gottesdienstzeiten ein.

 

Montägliches Friedensgebet der Altenbegegnung entfällt zukünftig!

Die Altenbegegnung St. Ludgerus Billerbeck teilt mit, dass ab Dezember 2019 das montägliche Friedensgebet in der Ludgerus-Sterbekapelle im Dom von 16.30 bis 17.00 Uhr nicht mehr stattfindet!

Herzlich laden wir ein zum ökumenische Montagsgebet um Frieden, dass jeden Montag von 18.30 bis 19.00 Uhr im Dom stattfindet.

Der Dank gilt all den Mitbeterinnen und Mitbetern, die diese Tradition über 30 Jahre mitgetragen haben, aber ein ganz besonderer Dank geht an die Frauen, die dieses Gebet immer vorbereitet haben.

Angebote für Paare 2020 im Dekanat Coesfeld

Neue Telefonnummer für das Sozialbüro

Unser Sozialbüro ‚Rat & Hilfe‘ hier in Billerbeck hat eine neue Telefonnummer erhalten unter der bei den Öffnungszeiten (Montag und Donnerstag von 17.00 Uhr – 18.00 Uhr) Ratsuchende Hilfe finden können.

Die Nummer lautet: 0170-1889924

Aktion "Macht.Kirche.Neu" in Billerbeck

Im Rahmen der Aktion "Maria 2.0 - Macht.Kirche.Neu" in Billerbeck haben wir alle BillerbeckerInnen und auch Gäste eingeladen, den Satz "Eine Kirche ist meine Kirche, wenn......" auf vorbereiteten Karten mit ihren Meinungen zu ergänzen.

Mittlerweile sind alle Statements dokumentiert und man kann die Beiträge unter folgenden Link entdecken:

www.dropbox.com/sh/85emy79xq3qhjuu/AAAnl4gvvKByPBc9KxZvKFjXa

Am Samstag, den 06.07.2019 kam Herr Weihbischof Dr. Stefan Zekorn im Rahmen des Firmgottesdienstes nach Billerbeck. Im Anschluss des Gottesdienstes haben wir ihm die verschiedensten Meinungen, aufgearbeitet in einem Buch, überreicht. 

V.i.S.d.P. : Ulrike Büscher, Ursula Budde, Dietlinde Dierksmeier, Waltraud Grüner, Christa Gundt, Maria Gilgenast, Ingeborg Hoene, Ursula Kratz, Ursula Lürwer, Antonia Plettenberg, Mechthild Pernhorst, Hildegard Rasche, Margret Roters, Sabine Smarsli, Monika Stockmann, Marlies Wiesmann; Billerbeck / Kontakt: Aktion.Maria2.0@gmx.de

Pfarrei auf Reise

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